Doom

OT: -  104 Minuten - Action / Horror
Doom
Kinostart: 27.10.2005
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Doom

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Videospielverfilmungen sind immer ein Kapitel für sich. Egal ob Mortal Combat, Tomb Raider oder Street Fighter, jede Videospielverfilmung ist bis jetzt kläglich gescheitert. Das Hauptproblem lässt sich einfach erklären: Bei einem Ego-Shooter wie Doom oder einem Kampfspiel alá Mortal Combat fällt es nicht allzu sehr ins Gewicht wenn absolut keine Story vorhanden ist, da man es im Normalfall nur zum Stressabbau und gelegentlichen Spaß mit den Freunden verwendet, nicht aber um sich intellektuell zu fordern. In einem Film allerdings funktioniert dieses Konzept ganz und gar nicht.

 

Die Zukunft: In einer Forschungsstation auf dem Mars wird nach fehlgeschlagenen Genexperimenten der Quarantänealarm ausgelöst. Von der Erde aus wird ein Rettungstrupp losgeschickt der die Lage erkunden soll. Unter der Leitung von Sarge (Dwayne Johnson) erreicht die Spezialeinheit den Einsatzort und findet dort mutierte Forscher und das namenlose Grauen. Für John „Reaper" Grimm (Karl Urban), einen von Sarges Männern, ist diese Mission besondern schlimm. Seine Eltern sind auf dem Mars gestorben und seine Schwester besetzt eine hohe Position in der verseuchten Forschungseinrichtung...

 

Nach der Erfolgsgeschichte des Videospiels Doom, das 1993 von Id Software veröffentlicht wurde und Millionen von Computerspielern auf der ganzen Welt begeisterte war es nur eine Frage der Zeit bis sich ein Filmstudio die Rechte sichern würde und das wegweisende Spiel in eine Filmadaption umsetzten würde. Dabei ergeben sich einige unüberwindbare Probleme die den Film scheitern lassen.

 

Einen großen Kritikpunkt stellt schon einmal die absolut katastrophale Story dar, die sich zwanghaft jeder Logik widersetzt und nur einen schlechten Rahmen für eine seichte Ballerorgie bietet. Allerdings wird wohl auch jedem der sich den Film ansieht von Anfang an klar sein dass ihm mit Doom keine ausgeklügelte und feinfühlige Geschichte erwartet. Dies war in vielen anderen Filmen auch schon der Fall, die aber trotz der schlechten Story im Endeffekt wirklich überzeugen konnten. Als Beispiel möchte ich nur einmal die Filme der Stirb Langsam Reihe nennen, die allesamt zwar keine überzeugende Story besitzen, aber dafür mit großartiger Unterhaltung reizen, die vor allem durch den sympathischen Bruce Willis gekonnt auf den Zuseher übertragen wird. Andere Beispiele sind zum Beispiel Filme wie A Nightmare on Elm Street, die ebenfalls keine wirklich gute Story besitzen, aber durch ihre Horrorelemente den Zuseher das fürchten lernen und somit auch ohne überzeugende Story funktionieren.

 

Doom hingegen stellt einen Versuch dar Action mit Horror zu kombinieren und scheitert dabei leider kläglich. Der Film nimmt sich viel zu ernst und kann deshalb nicht einmal auf Unterhaltungsebene überzeugen. Doom versucht den Zuseher zu erschrecken und ihm das fürchten zu lehren. Dies gelingt schlicht und einfach nicht. Action Filme der 80er und 90er konnten vor allem durch charismatische Darsteller wie Mel Gibson in den Lethal Weapon Filmen oder eben Bruce Willis überzeugen und lieferten solide Unterhaltung und besaßen zwar keine ausgeklügelte Story, aber zumindest hatten sie Charme und konnten deshalb unterhalten und überzeugen.

 

Das größte Problem der New-Generation Action Filme alá Doom ist das ihnen jede Anziehung fehlt. Die Action Filme der heutigen Zeit besitzen keinerlei Charme mehr und ihnen fehlen überzeugende Hauptdarsteller die das Charisma der damaligen Zeit haben. Dwayne Johnson der in Be Cool eine wirklich gute Vorstellung abgeliefert hat sinkt mit seiner Darbietung in Doom wieder in die unterste Liga der Schauspielerei hinab. Er erinnert irgendwie an die stoischen Darbietungen eines Steven Seagel.

 

Am Ende explodiert Doom dann vollkommen in einem sinnlosen aufeinander treffen Gut gegen Böse. Diese Sinnfreie Szene am Ende des Films steht quasi für die endgültig Verkörperung des Nonsense Kino das Doom die ganze Zeit über auslebt.

 

Dem ganzen Film über gibt es nur eine wirklich überzeugende Szene. Die Ego-Shooter Sequenz in der man Karl Urban aus der aus den Spielen bekannten Ansicht aus sieht und mit ihm durch die Gänge schleicht ist einzigartig und stimmungsvoll. Die perfekte Hommage an das Videospiel und wird garantiert noch das ein oder andere mal kopiert werden.

 

Doom ist ein Action Film der weder Unterhaltung noch Grauen bringt und vor allem durch seine schlecht und klischeehaft gezeichneten Figuren, die keinerlei Hintergrund bekommen und seine grandios simplen Story zum Scheitern verurteilt ist. Lobenswert hervorzuheben ist lediglich die stimmungsvolle Ego-Shooter Sequenz. Ansonsten ist Doom ein Film aus der untersten Schublade.

 

 

Fazit:

Simple und Niveaulose Action Kost die in keinem Punkt überzeugen kann.

 

Wertung:

3/10 Punkte

Filmering.at
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