Creed - Rocky's Legacy (2015)

OT: Creed - 133 Minuten - Drama / Sport
Creed - Rocky
Kinostart: 15.01.2016
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Creed - Rocky's Legacy

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Eigentlich war es schon ein Wunder dass es Sylvester Stallone im Jahr 2006 mit Rocky Balboa noch einmal gelang einen ausgezeichneten Rocky Film zu drehen. Aber danach waren sich so gut wie alle einig dass man es mit dem überraschend gutem Wiedersehen mit der liebgewonnen Figur belassen sollte. Doch dann kam Fruitvale Station Regisseur Ryan Coogler und überzeugte Stallone noch ein weiteres Kapitel an die Reihe anzufügen: Ein Spin-Off über den unehelichen Sohn von Apollo Creed. Was zunächst wie ein schlechter Scherz klingt, entpuppt sich allerdings als der beste Rocky Film seit dem Original aus dem Jahr 1976.

Adonis Johnson (Michael B. Jordan) ist der uneheliche Sohn des ehemaligen Schwergewichtsweltmeisters Apollo Creed (Carl Weathers). Nach dem Tod seiner Mutter wuchs er im Waisenhaus auf und wurde immer wieder in Schlägereien verwickelt. Erst nachdem er von Apollos Witwe Mary Anne (Phylicia Rashad) adoptiert wird ändert sich sein Leben. Er bekommt eine gute Ausbildung und die Welt steht ihm offen. Doch Adonis will immer nur boxen und so gut werden wie sein Vater. Also beschließt er alles hinzuschmeißen und sich als Boxer zu versuchen. Da ihn in LA niemand betreuen will, zieht er nach Philadelphia und versucht Rocky Balboa (Sylvester Stallone), den besten Freund seines Vaters, auf seine Seite zu ziehen…

Obwohl sich die Idee zunächst so anhört als wollte man noch ein letztes Mal Geld aus dem Rocky-Franchise pressen, so erweist sich sich Creed doch als absolut gelungener Film der das Herz am rechten Fleck hat. Genau wie der erste Rocky Film ist Creed primär eine Charakterstudie und nur sekundär ein Boxfilm - und tatsächlich schlägt sich der Film auf beiden Ebenen so gut, dass er sich absolut mit dem Kultklassiker messen kann. Ähnlich wie Star Wars: Das Erwachen der Macht ist auch Creed ein ultimativer Fan-Service Film, der genau weiß was das Publikum will und der es perfekt versteht das Alte mit dem Neuen zu verbinden.

Um den Anschluss an die Reihe zu schaffen wäre da die Geschichte von Rocky Balboa, die glaubwürdig weiter erzählt wird. Denn ausnahmsweise darf sich Rocky nicht im Ring kloppen, sondern darf altersgemäß endlich als Trainer agieren. Anders als im absolut miserablen Rocky 5 funktioniert dieser Ansatz in Creed allerdings ausgezeichnet. Wir sehen wie aus dem aufstrebenden Boxer aus Rocky ein alter Mann geworden ist der sich so durchs Leben schlägt - und es wird wohl keinen Fan der Serie geben der nicht von dessen Geschichte berührt wird. Sylvester Stallone verleiht der Figur genau den richtigen Mix aus emotionalem Gewicht und viel Humor und spielt Rocky Balboa mit soviel Herz dass es eine wahre Freude ist.

Doch neben der alten Geschichte hat Creed auch eine neue Figur einzuführen und tatsächlich gelingt es Michael B. Jordan auf Augenhöhe mit Rocky zu agieren und er verleiht seiner Figur eine Menge Elan und Tiefgang. Unterstützt wird dieser Ansatz natürlich vom Talent von Ryan Coogler der es ausgezeichnet versteht mit einem rauen, aber wunderschönen Independent-Look durch die Straßen zu flanieren und dabei den Spirit der Community einzufangen.

Ebenfalls überzeugend sind die Kampfszenen die es sehr gut schaffen den Zuseher mitten ins Geschehen zu werfen und auf sehr dynamische Art und Weise eine hohe Intensität verströmen. Rocky-typisch darf natürlich auch das Zelebrieren der Trainings-Montage nicht fehlen und im Zusammenspiel mit Sylvester Stallones gefühlvollem Schauspiel und den hervorragend platzierten Nostalgie-Momenten ist Creed tatsächlich ein unglaublich guter Film geworden, der Fans der Rocky-Reihe restlos begeistern wird.

Fazit:
Creed führt die Rocky-Reihe meisterhaft in eine neue Generation. Der Film liefert die perfekte Verbindung zwischen alt und neu und überzeugt mit seiner dynamischen Inszenierung und den großartigen Schauspielleistungen von Sylvester Stallone und Michael B. Jordan. Mit viel Herz, Witz und Tempo schafft es der Film so gut wie alles richtig zu machen und avanciert mit seinem frischen Ansatz zum besten Franchise-Beitrag seit dem ersten Rocky.

Wertung:
9/10 Punkte
Filmering.at
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