Annabelle (2014)

OT: Annabelle - 98 Minuten - Horror
Annabelle (2014)
Kinostart: 10.10.2014
DVD-Start: 19.02.2015 - Blu-ray-Start: 19.02.2015
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Filmkritik zu Annabelle

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Saw Regisseur James Wan ist letztes Jahr mit seinem formidablen Gruselfilm The Conjuring einer der große Überraschungshits des Jahres gelungen. Aus einem Budget 20 Millionen Dollar spielte der Film über 300 Millionen Dollar ein, was naturgemäß dazu führte, dass beim Studio die Dollarzeichen in den Augen der Manager aufleuchteten und man bereits eine Fortsetzung und das hier besprochene Spin-Off Annabelle in Auftrag gegeben hat. Das Problem an der Sache ist nur, dass Regisseur James Wan nicht mehr dabei ist und es leider nicht gelungen ist einen gleichwertigen Ersatz zu finden. Deshalb ist Annabelle leider nicht mehr als ein atmosphärisch enttäuschender Schnellschuss geworden.

In einem ruhigen Vorort in den USA werden eines Abends in den 60ern plötzlich John Form (Ward Horton) und seine schwangere Frau Mia (Annabelle Wallis) von zwei Eindringlingen überrascht. Die Anhänger einer satanischer Sekte wollen die beiden töten, doch mit viel Glück kommen sie verletzt davon - dabei scheint sich jedoch etwas Böses in einer der Puppen der Familie festgesetzt zu haben. Bald schon häufen sich mysteriöse Ereignisse und auch durch einen Umzug können die seltsamen Kräfte nicht ferngehalten werden…

Was hat The Conjuring so gut gemacht? Ganz einfach, James Wan scheint ein riesiger Fan des Haunted House Genres zu sein und versteht es ausgezeichnet ruhige Momente des atmosphärischen Aufbaus mit blankem Horror zu verschmelzen und so einen formidablen Mix zu erzeugen - sein Nachfolger John R. Leonetti hingegen ist nicht mit diesem Talent gesegnet. Leonetti hat zwar als Kameramann an The Conjuring mitgewirkt, aber als Regisseur scheint dennoch einiges zu fehlen, denn es gelingt ihm niemals dem Genre seinen Stempel aufzudrücken.

So verwundert es auch nicht, dass der Film eigentlich nur aus bekannten Genreversatzstücken besteht und kaum eingeständige Ideen einstreut. Das an sich wäre noch verschmerzbar, aber es muss leider gesagt werden, dass es Leonetti nicht versteht aus der Ruhe seiner Erzählung Spannung zu erzeugen. So sind viele seiner Szenen nicht atmosphärisch, sondern bloß langweilig und da er es abgesehen von wenigen Ausnahmen auch nicht schafft mit Schockern die Lethargie zu durchbrechen wird Annabelle leider zu einem großteils einschläfernden Erlebnis.

Erschwerend hinzu kommt noch, dass man den Eindruck nicht los wird, dass Annabelle nur die B-Version von The Conjuring ist, da man es hier weitgehend mit weniger bekannten (und talentierten) Darstellern, günstigeren Sets und einer durch und durch schlechteren Qualität zu tun hat. Lediglich in einer Handvoll Szenen gelingt es dem Film den angestrebten Horror zu versprühen, sodass man doch sagen muss, dass der Film in der Direct-to-DVD Ecke wohl besser als im Kino aufgehoben wäre.

Fazit:
Annabelle ist leider eine durchgehend enttäuschende Ergänzung zum famosen Horrorfilm The Conjuring. Der Film schafft es weder in seinen ruhigen Momenten Stimmung aufkommen zu lassen, noch wirklich für blanken Horror zu sorgen. Stattdessen schleicht sich bald schon eine gewisse Langeweile ein und dem Film gelingt es eigentlich so gut wie nie richtig zu überzeugen. Wer ihn dennoch unbedingt sehen möchte, sollte sich bis zum DVD-Release gedulden.

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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