Love Steaks (2013)

OT: Love Steaks - 89 Minuten - Komödie / Drama / Romantik
Love Steaks (2013)
Kinostart: 11.07.2014
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Love Steaks

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Love Steaks war dieses Jahr in diversen Filmfestivals ein großer Renner. Jakob Lass' zweiter Spielfilm ist ein Werk, dass durch seine unkonventionelle und leidenschaftlich Inszenierte Art und Weise, die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zieht. Und dies nicht zu Unrecht. Denn Love Steaks provoziert, schockiert und macht dabei sogar Spaß.

"Du schwitzt, bisschen eklig, aber auch okay.“ Mit diesem Satz der Köchin Lara, im Fahrstuhl eines Luxushotels, beginnt die große Liebesgeschichte zwischen ihr und dem schüchternen Clemens. Clemens (Franz Rogowski) ist höflich und gerade mit seiner Ausbildung zum Masseur fertig. Lara (Lana Cooper) gestaltet ihren Alltag in der Hotelküche nach eigenen Regeln. Sie massiert Steaks und will Spaß. Er massiert Speckröllchen und liebt Ruhe. Bei ihren verrückten Aktionen macht er nicht mit. Doch dann knallt es heftig zwischen diesem ungleichen Paar, sie verlieben sich mit Haut und Haaren, hemmungslos, wild entschlossen, einen Platz im Leben des anderen zu finden. Auch wenn das heißt, den Gegensatz zu reizen, um ihn weich zu kneten – bis die Sache aus dem Ruder zu laufen droht und beide eine Entscheidung treffen müssen...

Dass Love Steaks ein sehr unkonventioneller Film geworden ist, konnte man auch schon aus der Art seines Entstehens schließen. Denn anstelle eines Drehbuches gab es nur dramaturgische Vorgaben, die in 18 unterschiedlichen Szenen verteilt waren. Dadurch gab es viel Raum für Improvisationen, was man dem Film auch teilweise anmerkt. So sind manche Szenen wirklich gelungen, andere treffen dann jedoch nicht voll ins Schwarze. Aber gerade das macht den Film sogar spannend. Denn nicht die Handlung ist es, was den Zuschauer an der Leine hält, sondern vielmehr ist man gespannt, was einen in der nächstens Szene erwartet. Denn Love Steaks ist vieles, aber sicherlich nicht vorhersehbar.

Der Film ist auf seine Art einzigartig. Es fehlt ein klarer dramaturgischer Handlungsstrang und doch werden einige Themen auf unterschiedlicher Art und Weise behandelt. So wird Sexualität aus einem sehr ironischen Blickwinkel behandelt. Allerdings geht man etwa mit dem Problem Alkoholsucht, sehr seriös um.

Ein weiterer Grund, warum der Film so gut funktioniert, sind die der großartig aufspielenden Hauptdarsteller Lana Cooper („Bedways“, „Fleisch ist mein Gemüse“) und Franz Rogowski („Frontalwatte“). Jakob Lass legt teilweise alles auf eine Waagschalle und kann mit wenig Drum und Dran, ausschließlich auf das Zusammenspiel der beiden Hauptcharaktere setzen.

Fazit:
Love Steaks ist ein einzigartiges und sehr gelungenes Werk des jungen Regisseur Jakob Lass geworden. Der Film brennt sich aufgrund seiner unkonventionelle Art tief in die Köpfe der Zuseher ein und wird einen sicherlich länger beschäftigen. Durch zahlreiche gelungene Szenen, großartige Schauspieler und raffinierten Humor ist Love Steaks, vor allem für Cineasten, sehr zu empfehlen.

Wertung:
8/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.3/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 3
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