Alvin und die Chipmunks

OT: -  91 Minuten -  Komödie
Alvin und die Chipmunks
Kinostart: 21.12.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Alvin und die Chipmunks

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Die Karriere der drei berühmten Chipmunks Alvin, Simon und Theodore begann ursprünglich dadurch, dass der eher mäßig erfolgreiche Musiker Rick Bagdasarian Senior einen Song suchte, mit dem er voll durchstarten konnte. Auf der Suche nach einem kreativen Lied, experimentierte er mit der typischen, verlangsamten Aufnahmetechnik, die normal abgespielt zu den charakteristischen Stimmen der Chipmunks führt. Der Rest ist Geschichte: „The Chipmunk Song (Christmas Don´t Be Late)" wurde zu einem Welthit, und von einer riesigen Marketingmaschine, bis hin zu weiteren Songs, und TV-Serien wurde alles aufgefahren um den Ruhm der beliebten Chipmunks zu vergrößern. Zwar wurde es in letzter Zeit etwas ruhig um das Trio, aber dennoch schafft es nun der erste Kinofilm in unsere Lichtspielhäuser. Der Erfolg wird zeigen ob er es schafft der Franchise neues Leben einzuhauchen.


Alvin, Simon und Theodore sind gerade dabei ihre Vorräte für den Winter aufzustocken, aber abgesehen davon, dass ohnehin alles schief läuft, werden sie überrascht, als der Baum auf dem sie leben plötzlich gefällt wird und sie, ehe sie sich versehen, auf einem Weihnachtsbaum in einem Bürogebäude leben. Wie der Zufall so will kommt dort der erfolglose Musiker Dave Seville (Jason Lee) vorbei, der seit langem versucht einen Song an den Musikproduzenten Ian Hawk (David Cross) zu verkaufen. Die drei Chipmunks springen in Daves Korb und begleiten ihn nach Hause.

Dort können sie sich selbstverständlich nicht lange vor dem Hausherrn verstecken, und so kommt es zu einem ersten, denkwürdigen Aufeinandertreffen, welches noch zusätzlich an Spannung gewinnt, da die Chipmunks sprechen können und Dave somit mit einem Ereignis konfrontiert ist, mit dem er niemals gerechnet hätte. Zunächst will er das Trio vor die Tür setzen, aber sein weiches Herz hindert ihn daran. Doch als er dann hört wie die Chipmunks singen, kommt ihm die Idee sie zu vermarkten, sodass er Ian vielleicht endlich einen besonderen Song verkaufen kann. Natürlich schlägt die Nachricht von den singenden Chipmunks ein wie eine Bombe, doch Ian verfolgt schmutzige Pläne: Während Dave nur das Beste für die drei will, versucht Ian Zwietracht zu verbreiten, und will die Chipmunks für sich gewinnen...

Alvin und die Chipmunks ist ein Film, der in jeder Hinsicht schwer zu besprechen ist. Denn die große Diskrepanz ist, dass die Leute, die versuchen müssen diesen Film zu bewerten, absolut nicht zu seiner Zielgruppe zählen. Hier handelt es sich nämlich durch und durch um einen Kinderfilm, für den sich die Erwachsenen wohl kaum interessieren werden. Das Schauspiel ist schlecht, die Story nicht der Rede wert, und wenn sich alle Fäden am Ende in Richtung des vorhersehbaren, und klischeehaften Endes zusammenfügen, dann ist es unumgänglich, dass man dies in einer Filmkritik erwähnt. Dennoch wird dies den Kindern alles vollkommen egal sein.

Man kann sogar noch einen Schritt weiter gehen: Denn obwohl Alvin und die Chipmunks voll mit Schwächen versehen ist, und in keiner Sekunde in Schlagweite zu solch Filmen wie Ice Age, Ab durch die Hecke oder gar Ratatouille kommt, und man sich als Erwachsener allen Schwächen bewusst ist, schaffen es die drei Chipmunks immer wieder eine herzliche Stimmung zu verbreiten. Natürlich ist klar, dass die Produzenten den Schwerpunkt des Films auf den Niedlichkeitseffekt der drei putzigen Sänger gelegt haben, und so unnötig viele Dämpfer in den Film gebracht haben, aber überraschenderweise funktioniert Alvin und die Chipmunks  dennoch auf einigen Ebenen, und so werden auch die erwachsenen Begleiter manchmal ihre Freude haben.

Es ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen, dass der Film über viele Schwachstellen verfügt. So ist die Story eigentlich von A-Z vorhersehbar, und man kann die einzelnen Wendungen schon sehr früh, punktgenau vorraussagen. Auch das Schauspiel fällt sehr schwach aus, und besonders Jason Lee, beschränkt sich eigentlich darauf herumzugrinsen, und wirkt so an manchen Stellen etwas deplatziert. Wirklich schlimm ist allerdings der Versuch der Macher, die Chipmunks mit Zwang in unsere Zeit zu pressen und erzwungen cool zu inszenieren. Eigentlich würden die drei vor allem durch ihren liebenswertes Aussehen punkten, aber wenn sie möglichst stylisch auf Rapper machen müssen, dann wirkt dies so, als wollte man mit allen Mitteln die heutige Jugend erreichen, ohne einen Hauch von Gefühl für die eigene Geschichte aufzubringen.

Wie geht man nun vor wenn man Alvin und die Chipmunks bewerten muss? Zunächst sei erwähnt, dass der Film, nach dem missratenen Trailer, eine durchaus positive Überraschung war, und die charmanten Streifenhörnchen ohne Probleme die Herzen der Zuseher für sich gewinnen. Natürlich steht am Ende ein völlig durchschaubares Happy-End, aber bei einem solchen Film wäre es ja schon fast eine Enttäuschung wenn es anders wäre. Auch die allzu plakative Werbung für den Familienzusammenhalt kann man kritisieren, aber gerade in der vorweihnachtlichen Zeit kann man sich auch einmal an soetwas erfreuen. Leider fehlt dem Film jedoch der richtige Witz und das besondere Etwas, sodass eine höhere Bewertung ganz einfach nicht möglich ist. Kinder werden dennoch ihre Freude am Film haben, und auch so mancher Erwachsener wird sich dabei erwischen, wie sich die niedlichen Chipmunks in sein Herz arbeiten.

Fazit:
Alvin und die Chipmunks ist ein Film, den ich mit Sicherheit nicht gerne bewertet habe. Denn eigentlich ist diese Kritik ziemlich unfair. Sie ist unfair weil der Film aus objektiver Sicht über so viele Schwächen verfügt, dass man ihn unmöglich höher bewerten kann. Sie ist auch unfair, weil der Film an Kinder adressiert ist, und ich somit ganz deutlich nicht der Zielgruppe entspreche. Weiters ist sie unfair, weil Alvin und die Chipmunks irgendwie trotz seinen Schwächen Charme hat, und sich die niedlichen Streifenhörnchen doch in das Herz des Zusehers arbeiten. Doch irgendwie ist diese Kritik dennoch fair, denn drei niedliche Tierchen machen eben den fehlenden Witz, die schwache Story und die unzähligen anderen Schwächen auch nicht wett.

Wertung:
5/10 Punkte

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Ø Wertung: 5/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
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