Nachts im Museum - Das Geheimnisvolle Grabmal (2014)

OT: Night at the Museum: Secret of the Tomb - 97 Minuten - Abenteuer / Komödie / Familie / Fantasy
Nachts im Museum - Das Geheimnisvolle Grabmal (2014)
Kinostart: 19.12.2014
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Nachts im Museum - Das Geheimnisvolle Grabmal

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Manchmal sind aller guten Dinge leider nicht drei. Im Fall der Nachts im Museum-Reihe, hätten auch zwei Teile mehr als ausgereicht. Stattdessen entschied man sich für eine Trilogie, die der Geschichte von Nachtwärter Larry Daley (Ben Stiller) zu einem runden Ende verhelfen sollte. Und so saß auch diesmal wieder – wie auch schon für die ersten beiden Teile - Shawn Levy im Regiesessel, der abermals mit einem mehr als schwachen Drehbuch zu kämpfen hatte.

Die goldene Tafel, die Museumsstücke jede Nacht zum Leben erweckt, droht ihre Magie zu verlieren. Um dies zu verhindern, reist Larry Daley nach England ins British Museum, um dort den ägyptische Pharao (Ben Kingsley) zu treffen. Dort angekommen, stoßen Larry und sein Sohn Nick (Skyler Gisondo) gemeinsam mit ihren alten Bekannten Teddy Roosevelt (Robin Williams), Sacajawea (Mizuo Peck), Ahkmenrah (Rami Malek), Jedediah (Owen Wilson) und Octavius (Steve Coogan) auf verschiedenste Museumsbewohner. Unter ihnen: der legendäre Sir Lancelot (Dan Stevens), der sich der Truppe nur zu gerne anschließt.

Der Film beginnt mit einer kurzen Vorgeschichte im Ägypten der 30er Jahre. Der Einstieg erinnert zunächst besonders an die Die Mumie-Trilogie, weckt aber auch die Erwartung, dass man sich für Nachts im Museum 3 – Das geheimnisvolle Grabmal etwas Neues ausgedacht hat. Doch weit gefehlt. Die Geschichte wurde diesmal zwar nach Übersee ins British Museum verlegt und eigentlich böte dieses neue Umfeld genügend Raum für kreative Ideen und um neue Charaktere einzuführen. Doch leider wurde dieses Potenzial nur mäßig ausgeschöpft. Statt frischem Humor und unterhaltsamen Museumsbewohnern, wie man es teilweise noch im zweiten Teil erleben durfte, ist hier nichts zu merken. Vielmehr quält sich der Zuseher mit platten, aufgesetzten, sich wiederholenden Gags und einem schalen Drehbuch. Auch der Subplot rund um die Vater-Sohn-Beziehung ist belanglos und erweckt den Anschein als wolle man den Zuseher noch unbedingt mit einer tiefsinnigen Message zwangsbeglücken.

Aus unerklärlichen Gründen, wurden hier dieselben Fehler wiederholt, die auch schon bei Nachts im Museum 2 gemacht wurden. Es wird krampfhaft an einer Formel festgehalten, die einfach zu keinem guten Ergebnis führt. Die wenigen neu hinzugekommenen Attraktionen wie Rebel Wilson als irre englische Nachtwärterin, der Cameo-Auftritt von Hugh Jackman, zum Leben erweckte Sternbilder sowie ein Miniatur-Pompeii und ein Handgemenge in einem M.C. Escher Bild (und damit ist die Liste beinahe vollständig), können nicht vermeiden, dass der Film den Gesamteindruck eines ausgezehrten Relikts hinterlässt. Eine seltsam melancholische Färbung bekommt der Film schließlich noch durch die traurige Tatsache, dass sowohl Robin Williams als auch Mickey Rooney (hat als früherer Nachtwärter Gus einen Kurzauftritt) in ihrer letzten Leinwandrolle zu sehen sind.

Um aber nicht alles ganz so schwarz zu sehen, soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass auch diesmal wieder für genügend Action gesorgt wurde und auch die Special Effects äußerst gelungen sind. Eine Lanze lässt sich auch gut und gerne für Stevens als Sir Lancelot brechen. Nicht nur ist er (neben dem nervenden Neandertaler Laa) die einzig neue Hauptattraktion aus dem British Museum, er sorgt auch für die meisten Lacher und stiehlt Stiller damit mühelos die Show. Nach all den ernsten Rollen, steht Stevens sein komödiantisches Talent erstaunlich gut zu Gesichte.

Fazit:
Nachts im Museum 3 – Das geheimnisvolle Grabmal birgt leider kaum neue Ideen und wirkt daher wie eine Wiederholung der ersten beiden Teile. Die neue Location wird nicht für neue Gags und Charaktere genutzt wie es noch in Teil 2 der Fall war. Allein Dan Stevens überrascht noch positiv in seiner ersten lustigen Rolle und ist auch für die meisten guten Szenen verantwortlich und rettet damit den Film vor dem ganz großen Desaster. Den letzten Teil der Trilogie kann man demnach getrost im Kino auslassen und sich früher oder später noch im Fernsehen ansehen.

Wertung:
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Filmering.at
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