Love, Rosie - Für immer vielleicht (2014)

OT: Love, Rosie - 102 Minuten - Komödie / Romantik
Love, Rosie - Für immer vielleicht (2014)
Kinostart: 31.10.2014
DVD-Start: 07.05.2015 - Blu-ray-Start: 07.05.2015
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Filmkritik zu Love, Rosie - Für immer vielleicht

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Dass man von Phil Collins etwas Neues gehört hat, ist mittlerweile schon eine Zeit lang her. Im Gegensatz dazu machte seine Tochter Lily Collins mit Filmen wie Atemlos (2012) mit Twilight-Star Taylor Lautner oder Spieglein, Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen (2012) an der Seite von Julia Roberts in den letzten Jahren schon eher von sich Reden. Nun ist sie wieder auf der großen Kinoleinwand zu sehen und beweist sich in der Romantiktragödie von Christian Ditter als Rosie, die von Schicksalsschlägen getroffen immer wieder zu ihrer großen Liebe zurückfindet – ihrem besten Freund. Nach der Vorlage Erfolgsromans der irischen Schriftstellerin Cecilia Aheran „Für immer vielleicht“ (Originaltitel: „Where Rainbows End“) stellte sich Ditter damit der Herausforderung, eine, größtenteils aus Briefen, Emails und SMS bestehende Erzählung visuell zu verarbeiten und der Geschichte der Autorin dabei treu zu bleiben.

Rosie Dunne (Lily Collins) und Alex Stewart (Sam Claflin) sind seit Kindertagen beste Freunde. Als sie ins Teenager-Alter kommen und sich langsam entscheiden müssen, was sie mit ihrem weiteren Leben anfangen wollen, kommen erste Anzeichen für gegenseitig gehegte Gefühle füreinander zum Vorschein, doch als sich beide dazu entschließen, mit jemand anderem zum Abschlussball zu gehen, scheint ihr Schicksal besiegelt. Während Alex nach Amerika aufs College gehen will, muss Rosie diesen Traum nach der chaotischen, aber folgenschweren Abschlussballnacht mit ihrem eher ungeschickten Date Greg (Christian Cooke) erstmal begraben. Rosie sieht sich mit der harten Realität als junge Mutter konfrontiert, Alex versucht Karriere und Beziehungen unter einen Hut zu bringen. Dabei verlieren die beiden jedoch nie den Kontakt oder den Draht zueinander und begegnen sich trotz Schicksalsschlägen, Höhen und Tiefen immer wieder. Doch ist ihre Freundschaft stark genug, um daraus eine Liebe entstehen zu lassen?

Es ist die Geschichte zweier Freunde, die sich seit Kindertagen kennen und mögen. Doch ganz das typische Klischee, Männer und Frauen könnten nicht befreundet sein, bedienend, liegt auch hier von Anfang an etwas in der Luft. Mit der freundschaftlichen Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptprotagonisten erinnert der Film stark an Zwei an einem Tag (2011), ebenfalls eine Romanverfilmung, mit Anne Hathaway und Jim Sturgess in den Hauptrollen, die genau wie Rosie und Alex zwar trotz örtlicher Trennung immer füreinander da sind, aber bis zum Schluss nur über Umwege zueinander finden. Eine Thematik, die also nicht unbedingt innovativ daherkommt, aber umso mehr Potential für emotionale Empathie bereithält. Genau diese schaffen es sowohl Autorin Aheran als auch Regisseur Ditter einzufangen. Wenngleich an der ein oder anderen Stelle durchaus ein Hauch Kitsch durchblitzt, gelingt es den Machern des Films mit all seinen Wendungen den Handlungsbogen authentisch und dadurch gewissermaßen auch mitreißend zu gestalten.

Aheran liegen romantische Erfolgsgeschichten scheinbar im Blut. Bereits mit P.S. Ich liebe dich, ihrem ersten, 2004 veröffentlichten Roman feierte sie einen Bestseller, der schließlich mit Hillary Swank und Gerard Butler 2007 in die Kinos kam und das Publikum weltweit berührte, zum Lachen brachte und begeisterte. In ähnlicher Art und Weise gelingt es Christian Ditter, die, auf zwischenmenschlichen Nachrichten basierende Geschichte, leicht und ungezwungen auf die Leinwand zu bringen. Love, Rosie vereint ganz nach dem Vorgänger-Roman sowohl tragische als auch komödiantische Elemente. Auch wenn eine ähnliche Geschichte prinzipiell schon geschätzte hundert Mal erzählt wurde, sticht Love, Rosie mit Leichtigkeit und Charme heraus. Dennoch schlagen hier vermutlich vor allem weibliche Herzen höher.

Mit der Besetzung von Lily Collins als Rosie und Sam Claflin als Alex setzt Regisseur Ditter aufzwei junge, aber aufstrebende Schauspieler. Claflin konnte sich bisher mit Filmen wie Die Tribute von Panem – Catching Fire (2013) und The Riot Club (2014) beweisen. In Love, Rosie überzeugt er in der Rolle des treuen Freundes und Mädchenschwarms. Die beiden waren bereits in Spieglein, Spieglein zusammen vor der Kamera, nun konnten sie aber auch ihre besondere Chemie zueinander als Co-Stars unter Beweis stellen.

Fazit:
Mit Love, Rosie gelingt es dem deutschen Regisseur Christian Ditter, den, aus Emails und Textnachrichten aufgebauten Bestseller von Cecilia Aheran „Für immer vielleicht“ für die große Kinoleinwand zu adaptieren. Mit Lily Collins und dem weitestgehend noch unbekannten Sam Claflin sehen sich die beiden Hauptprotagonisten, zwei Freunde seit Kindertagen, die aber vielmehr verbindet, nicht zuletzt durch ihre besondere Chemie würdig vertreten. Nach der Verfilmung von Aherans erstem Roman P.S. Ich Liebe Dich schuf Ditter nun auch nach der Vorlage des Nachfolgers der irischen Autorin eine tragisch-komische Geschichte, die vor allem, wenn auch nicht ausschließlich das weibliche Publikum lockt.

Wertung:
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Liste von Sarah_Luisa
Erstellt: 28.11.2014