Männerhort (2014)

OT: Männerhort - xx Minuten - Komödie
Männerhort (2014)
Kinostart: 02.10.2014
DVD-Start: 26.03.2015 - Blu-ray-Start: 26.03.2015
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Filmkritik zu Männerhort

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Der deutsche Durchschnittsmann ist 1,79 Meter groß, 79 Kilogramm schwer, wird 71,8 Jahre alt und denkt im Durchschnitt 19 mal pro Tag an Sex. 85 Prozent der Männer, die beim Sex an einer Herzattacke sterben, tun dies in fremden Betten und 71 Prozent würden ihre Partnerin gern mal nackt putzen sehen. Ja, das männliche Geschöpf ist schon ein Phänomen. Dass der Macher eines Filmes über dieses Phänomen, gar kein Macher, sondern eine Macherin ist, ist dabei ein interessantes Detail.

Es heißt nicht umsonst, man soll einen Mann nur so weit vertrauen, wie man ihm imstande ist zu werfen - nicht sehr weit also. Regisseurin Franziska Meyer Price lässt in ihrem Film „Männerhort“ auch nicht viel Zweifel an der Richtigkeit dieses Vorwurfes aufkommen. Allerdings schont sie genau so wenig die weibliche Gattung und so gehen typische geschlechterspezifische Vorurteile Hand in Hand durch diesen Film und erzeugen so einige witzige Momente, ohne dabei aber viel Neues zu bieten.

In einer Welt mit Frauenparkplätzen und Frauenquote gibt es nur noch einen Ort, an dem sich das ehemals starke Geschlecht nach Lust und Laune entfalten darf: den MÄNNERHORT. Der Software-Entwickler Eroll (Elyas M´Barek), der Dixi-Klo-Vertreter Lars (Christoph Maria Herbst) und der Berufspilot Helmut (Detlev Buck) haben im zentralen Heizungskeller ihrer Neubausiedlung eine frauenfreie Zone geschaffen, in der die gestressten Ehemänner heimlich Fußball schauen, Pizza essen, Bier trinken und über Frauen lästern, die nur Shopping, Schwätzen, Sex und Kinder im Kopf haben. Doch als der Facility Manger Aykut (Serkan Cetinkaya) die letzte Bastion der Männlichkeit entdeckt und räumen lassen will, droht die Vertreibung aus dem Paradies.

„Männerherzen“, „Warum Frauen schlecht einparken und Männer nicht zuhören“ „Männersache“,… . Gerade das deutsche Kino scheint sehr viel für Filme übrig zu haben, in denen das Thema „Mann vs Frau“ komödiantisch behandelt wird. Eigentlich sollte man also meinen, dass der Bedarf an solchen Komödien gestillt sei. Andererseits ist es auch ein zeitloses Thema, dass wohl jeden Menschen, der ein soziales Leben führt, permanent beschäftigt. Darum hat eine solche Komödie wohl immer seine Berechtigung und vor allem auch eine hohe Zielgruppe. Männerhort war ursprünglich ein sehr erfolgreiches Bühnenstück vom Deutschen Isländer Kristof Magnussen. Damals glänzten Bastian Pastewka, Christoph Maria Herbst, Michael Kessler und Jürgen Tonkel in den Hauptrollen. In der Filmadaption ist nur noch Christoph Maria Herbst übrig. Die anderen wurden allerdings von nicht minder bekannten deutschen Fernseh-/Filmstars ersetzt.

Neben Herbst geben sich Elyas M´Barek (Fack ju Göthe), Detlev Buck und Serkan Cetinkaya die Ehre. Vor allem werden sich die weiblichen Zuseher freuen, dass Elyas M´Barek nach „Türkisch für Anfänger“ und „Fuck U Goethe“ wieder in den Kinos zu bestaunen ist und mit seinen typischen Charme und nackten Oberkörper, seinen Karriereboom weiter fördern wird. Besonders witzig dabei, dass er eine reinen Deutschen spielt und sehr empfindlich reagiert, wenn man ihn für einen Türken hält. Der Name Eroll sei immerhin nur zufällig entstanden, als er als Baby sich auf den Boden rollend fortbewegte und überhaupt leide er an einer „Dönerallergie“. Auch die anderen Darsteller geben sich gut gelaunt und Christoph Maria Herbst, lässt wieder einige typische „Stromberg“ Sprüche von sich.

Das alles ergibt, eine recht amüsante Komödie. Aber eben nicht viel mehr. Überhaupt wird man das Gefühl nicht los, alles schon mal, auf eine ähnliche Art, gesehen zu haben. Und vergleicht man Männerhort etwa mit Männerherzen, so ist letzteres doch stärker zu empfehlen. Denn Männerhort geht weniger in die Tiefe und kann folglich emotional nicht so überzeugen. Außerdem haben einige Gags schon einen alten Hut und sind sehr vorhersehbar.

Fazit:
Alles in allem kann man sich Männerhort beruhigt anschauen, wenn man mit den richtigen Erwartungen ins Kino geht. Ein Film, der nichts Neues bietet, dafür aber gut gelaunte Stars und einige amüsante Momente. An Männerherzen kommt der Film aber nicht ran, dafür steht einen unterhaltsamen Kinoabend und einer anschließenden Diskussion über zahlreiche geschlechterspezifische Vorurteile, nichts im Wege.

Wertung:
5/10 Punkte
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