Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003)

OT: The Lord of the Rings: The Return of the King - 201 Minuten - Fantasy
Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (2003)
Kinostart: 18.12.2002
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs

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Isengard liegt in Trümmern, Helms Klamm wurde verteidigt und Aragorn (Viggo Mortensen) ist auf dem besten Weg sein Erbe als König von Gondor anzutreten und die freien Völker Mittelerdes unter einem Banner zu vereinigen. Sauron plant unterdessen die Stadt Minas Tirith anzugreifen, und dem Erdboden gleich zu machen. Gandalf (Ian McKellen) reist nach Gondor um die Menschen vor dem bevorstehenden Angriff zu warnen und Aragorn versucht Theoden (Bernard Hill) davon zu überzeugen Gondor zu Hilfe zu eilen. Die Entscheidungsschlacht rückt immer näher, und den hoffnungslos in Unterzahl stehenden Menschen bleibt nur noch die Hoffnung auf Frodo (Elijah Wood). Doch dieser hat immer mehr mit dem Ring zu kämpfen und wird anfällig für Gollums Intrigen gegenüber Sam (Sam Astin)...

Das Finale der imposantesten Trilogie aller Zeiten wird auf gleich hohem Niveau wie die ersten beiden Teile weitergeführt. Die Geschichte wird konsequent und spannend fortgeführt und die Schlacht um Minas Tirith ist die wohl spektakulärste der Filmgeschichte. Die Bilder sind wie schon in den Vorgängern vom aller Feinsten und die epischen Sets versetzen immer wieder in Staunen. Peter Jackson ist das Unmögliche gelungen: Er hat die detailverliebte Welt von JRR Tolkien würdig auf die Leinwand gebracht.

Doch Die Rückkehr des Königs bringt leider auch etwas negatives mit sich:

Zum Einen hinterlässt dieser Teil eine Lücke die nicht so schnell wieder zu füllen ist. Von 2001 bis 2004 ist jedes Jahr ein neuer Teil ins Kino gekommen, doch nun wird dies für immer zu Ende sein. An diesen Stoff darf sich nie wieder ein anderer Regisseur heranwagen. Jeder Remakegedanke, sei er auch noch so imposant, gehört sofort im Keim erstickt. Man kann diese Vorlage nicht besser verfilmen als Peter Jackson dies getan hat. Alle drei Teile bilden zusammen eine Reise die über neun Stunden dauert, aber über die volle Laufzeit unterhaltsam ist. Dabei ist das Kunststück gelungen dass kein Teil wirklich besser oder schlechter als die anderen ist. Das Niveau wird über die gesamte Trilogie gleich hoch gehalten.

Zum Anderen wäre da noch das man wohl nie wieder mittelalterliche Schlachten in einem Film zeigen können wird. Es würde immer wieder ein Vergleich zu Der Herr der Ringe entstehen, den wohl kein Film standhalten wird. Die Schlachten in diesem Film sind einfach perfekt und können eigentlich nicht mehr besser gestalten werden. Weder von der Dramaturgie, noch von den Effekten her sehe ich noch eine Steigerungsmöglichkeit.

Peter Jackson hat sich mit Der Herr der Ringe ein eigenes Denkmal geschaffen. Dieser Film wird ihn unsterblich machen. Eigentlich darf man die Trilogie nicht in Einzelteile zerlegen, da es ja im Prinzip nur ein sehr langer Film ist.

Die Bilder sind natürlich auch im Finale noch perfekt, die Effekte die besten aller Zeiten und die Ausstattung und die Sets suchen ihres gleichen. Wenn man Bilanz zieht hat jeder Film seine Eigenheit:

Die Gefährten faszinierte vor allem durch das unglaublich starke Gruppenangehörigkeitsgefühl. Der Zuseher fühlte sich auf Grund der unglaublich dichten Atmosphäre direkt in die Gemeinschaft des Ringes hineinversetzt. Dies kam auf Grund der sich trennenden Handlungsverläufe in keinem Teil mehr so stark vor. Die Zwei Türme war das große Abenteuer der Trilogie. Der Film überzeugte vor allem durch seine gigantischen Bilder. Durch die drei verschiedenen Handlungsstränge bekam der Zuseher außerordentlich viel von Mittelerde zu sehen und bekam einen optischen Eindruck des ganzen Landes. Die Rückkehr des Königs besticht nun vor allem durch die besten Schlachten der Filmgeschichte und bietet von allen Teilen die meisten dramatischen Szenen.

Der Herr der Ringe ist eine in sich perfekte Trilogie, die man nicht besser gestallten hätte können. Peter Jackson zeigt sich als sehr detailverliebt und seine gigantischen Sets lassen diese fiktive Welt zum Leben erwecken.

Die Darsteller können im großen und ganzen auch im Finale noch überzeugen. Viggo Mortensen verkörpert Aragorn ausgezeichnet, Ian McKellen verleiht seinem Gandalf die nötige Würde und Orlando Bloom und John Rhys-Davies können ihre Elbisch-Zwergische Freundschaft sehr sympathisch darstellen. Leider ist Elijah Wood nicht fähig Frodo die nötige Tiefe zu verleihen. Wie schon in den vorigen Teilen beschränkt er sein Schauspiel auf arm schauen und Mitleid erregen. Den Handlungsstrang um die Zerstörung des Ringes können nur der genial animierte Gollum und der groß aufspielende Sean Astin retten.

Zu den Oscars:
Es ist eine beherzte Diskussion über die 11 Oscars, die der Film bekam, ausgebrochen. Viele Leute behaupten dass diese nie und nimmer gerecht waren. Aber wenn man sich wirklich Zeit nimmt und diese analysiert wird man feststellen das diese Anzahl gar nicht so unrealistisch ist:

Die Oscars die zu 100% klar sind, und über jede Diskussion erhaben sind, sind:

-Beste Regie: Peter Jackson hat unglaubliches Talent bewiesen und seine Liebe zum Detail sucht seines gleichen. Zusätzlich waren Inszenierung und Dramaturgie des Films einfach atemberaubend.

-Beste Ausstattung: Noch nie zuvor konnte ein Film mit einer derartig opulenten Ausstattung protzen.

-Beste Kostüme: Die Kostüme in Der Herr der Ringe waren wirklich sehr gut und es war bis auf Last Samurai auch keine Konkurrenz vorhanden.

-Bestes make-up: Bis auf Fluch der Karibik war ebenfalls keine Konkurrenz vorhanden. Und Der Herr der Ringe war noch um einiges besser als Fluch der Karibik

-Bester Score: Howard Shore liefert für Der Herr der Ringe einen der besten Scores aller Zeiten.

-Bester Song: Ebenfalls auf Grund mangelnder Konkurrenz gerecht.

-Bester Sound: Diese Sounduntermalung war nicht zu schlagen

-Beste Special Effects: Herr der Ringe hat Hollywood vorgemacht wie Effekte aussehen müssen. Nämlich nicht so wie sie George Lucas erzeugt, sondern als reines Mittel zum Zweck. Es werden viele grandiose Effekte eingebaut, die aber nie aus reiner Effekthascherei eingesetzt werden, sondern nur weil sie eben benötigt werden um die Geschichte zu erzählen.

Oscars die definitiv nicht verdient waren, sind:

-Bester Schnitt: Hier hätte klar City of God gewinnen müssen, dessen Schnitttechnik visionär ist.

-Bestes Adaptiertes Drehbuch: Hätte ebenfalls an den brillanten City of God gehen müssen

Zusätzlich hätte sich der Film noch den Oscar für die beste Kamera verdient. Warum er diesen nicht bekommen hat ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Somit wären wir schon bei neun verdienten Oscars. Über den Oscar als Bester Film kann man streiten. Sicher ist City of God ein wunderbarer Film, und Mystic River sollte man auch nicht unterschätzen, aber ich finde das auch dieser Oscar sehr gerecht war. Meiner Meinung nach ergeben das 10 hochverdiente Oscars. Wenn man noch bedenkt dass die ersten beiden Teile einfach übergangen wurden, kann man den einen Oscar noch als Geschenk betrachten!

Nun ist die Saga um den Ringkrieg leider zu Ende. Aber sogar die beste Filmreihe aller Zeiten muss irgendwann ihren Abschluss haben. Eigentlich kann man kaum etwas in diesem Meisterwerk entdecken das man kritisieren könnte. Seht euch alle drei Teile an. Sie sind auch noch nach mehrmaligem Sehen ausgezeichnet und überzeugen voll und ganz.

Fazit:
Die gesamte Herr der Ringe Trilogie ist die perfekte Umsetzung eines genialen Buches. Unterhaltung vom Feinsten, die jeder gesehen haben sollte!

Wertung:
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Filmering.at
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Ø Wertung: 8.6/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 156
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