Veronica Mars (2014)

OT: Veronica Mars - 107 Minuten - Komödie / Krimi / Drama
Veronica Mars (2014)
Kinostart: 28.03.2014
DVD-Start: 24.07.2014 - Blu-ray-Start: 24.07.2014
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Filmkritik zu Veronica Mars

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Veronica Mars ist eine Serie, die eindeutig zu früh von den Mattscheiben dieser Welt verschwand. Die grandiose Crime/Drama/Comedyserie von Rob Thomas brachte es leider nur auf drei Staffeln, die von 2004 bis 2007 ausgestrahlt wurden. Jahrelang versuchte Serienschöpfer Rob Thomas den Rechteinhaber Warner Bros. davon zu überzeugen, einen Veronica Mars-Film zu machen. Leider ohne Erfolg, da es dem Studio anscheinend zu kostspielig war. Nach einer unheimlich erfolgreichen Kickstarter-Kampagne (91,585 Backer spendeten insgesamt 5.702.153 Dollar!) gab Warner Bros. grünes Licht und die Dreharbeiten konnten beginnen.

Neun Jahre nach den Ereignissen der dritten TV-Staffel lebt Veronica Mars (Kristen Bell) in New York und hat ihre Heimatstadt Neptune hinter sich gelassen. Sie ist in einer glücklichen Beziehung mit Stosh “Piz” Piznarski (Chris Lowell) und hat ein Jobangebot der erfolgreichen Anwaltskanzlei Truman-Mann and Associates vorliegen. Doch sie kann ihrer Vergangenheit in Neptune scheinbar nicht entrinnen. Ihr Ex-Freund Logan Echolls (Jason Dohring) steht unter Verdacht seine Freundin, das Popsternchen Carrie Bishop (Andrea Estella) ermordet zu haben. Um ihm zu helfen reist sie zurück nach Neptune, um den wahren Mörder zu finden. Und dann steht auch gerade das Klassentreffen an, bei dem viele alte Bekannte auf sie warten.

Dem Film merkt man das viele hineingesteckte Herzblut in jeder Sekunde an. Ständig gibt es Referenzen auf Ereignisse der Serie, die bei Fans zu einem Dauergrinsen führen dürften. Auch hat Rob Thomas es geschafft, fast den gesamten Seriencast in den Film zu quetschen. An jeder Ecke wartet ein bekanntes Gesicht. Es wirkt zwar ein bisschen konstruiert, dass jede Storyentwicklung neue Gastauftritte mit sich bringt, doch das Fanherz frohlockt. Zu den alten Serienhasen gesellen sich neue Figuren, die sich perfekt in das Ensemble einfügen und der eine oder andere Gaststar, deren Auftritte zu witzig sind um sie zu verraten.

Auch die Dialoge sind noch genauso flott und witzig wie zu alten TV-Zeiten. Besonders Veronicas verbale Schlagabtäusche mit ihrem Vater Keith Mars (Enrico Colantoni) sind herzerwärmend wie eh und je. Leider scheint aber die Zeit in Neptune stehen geblieben zu sein. Trotz der neun im Film vergangenen Jahre scheinen alle Charaktere mehr oder weniger dieselben wie früher zu sein und sich bis auf neue Jobs kaum weiterentwickelt zu haben.

Fazit:
Am Ende des Films hat man mehr denn je das Gefühl, dass die TV-Serie wieder produziert werden müsste. Kein Wunder, denn der Film zeigt einerseits alles auf, was an Veronica Mars liebenswert ist, andererseits etabliert er einen neuen Status Quo, der in einer auf den Film folgenden Romanreihe aufgegriffen wird. Der erste Band mit dem Titel The Thousand-Dollar Tan Line erscheint bereits am 25. März auf Englisch. Kristen Bell hat auch schon Interesse bekundet, in einer Fortsetzung wieder Veronica Mars zu spielen. Hoffentlich lässt ein Sequel nicht lange auf sich warten, denn dieser Ausflug nach Neptune war zu gut um der letzte gewesen zu sein!

Wertung:
8/10 Punkte
Filmering.at
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Liste von julian
Erstellt: 16.10.2014