Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme (2002)

OT: The Lord of the Rings: The Two Towers - 179 Minuten - Fantasy
Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme (2002)
Kinostart: 18.12.2002
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme

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Gandalf (Ian McKellen) ist in die Tiefen von Moria gestützt, Boromir (Sean Bean) ist tot, Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) wurden von Orcs entführt und Aragorn (Viggo Mortensen) hat Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) mit dem Ring ziehen lassen. Die Gemeinschaft des Ringes ist zerbrochen. Doch Aragorn, Legolas (Orlando Bloom) und Gimli (John Rhys-Davies) werden die beiden Hobbits nicht ihrem Schicksal überlassen. Auf ihrer Verfolgungsjagd treffen sie auf einen alten bekannten. Gandalf hat den Sturz überlebt und schließt sich ihnen wieder an. Doch das Bündnis der zwei Türme wird immer mächtiger. Saruman (Christopher Lee) und Sauron wollen als erstes gegen das Volk von Rohan zuschlagen. Währenddessen hat Gollum den Ringträger uns seinen Begleiter aufgespürt...

Die Reise geht weiter. Peter Jackson schickt den zweiten Teil seiner imposanten Herr der Ringe Trilogie ins Kino und muss damit den immensen Erwartungen einer riesigen Anhängerschaft standhalten. Finanziell lastete allerdings kein Druck mehr auf ihm. Alleine der erste Teil der Trilogie hat bei weitem mehr eingespielt als alle drei Teile, die simultan gedreht wurden, gekostet haben. Zwar muss man auch bei diesem Teil wieder anmerken, dass einige Stellen des Buches verändert wurden, doch dies stört den Filmgenuss nicht wirklich. So schickt Peter Jackson zum Beispiel Elben nach Helms Klamm und verändert den gesamten Charakter Faramirs (David Wenham). Doch auch hier funktionieren alle Änderungen prächtig, und Peter Jackson gelingt was kaum einer zuvor geschafft hat: Ein Sequel, das dem ersten Teil in nichts nach steht. Auch der dritte, und abschließende, Herr der Ringe Teil bleibt auf dem selben extrem hohem Niveau wie die ersten beiden. Somit ist der Herr der Ringe kurz gesagt die beste Trilogie aller Zeiten. Dem als unverfilmbar geltenden Buch wurde eine wahrhaft göttliche Leinwandadaption beschert.

Zum Einen tragen den Film die absolut traumhaften und wunderschönen Bilder, die wohl die schönsten Aufnahmen der Filmgeschichte sind. Insgesamt bietet die gesamte Trilogie traumhafte Aufnahmen, doch die aus Die Zwei Türme übertreffen sogar noch die Einstellungen aus den beiden anderen Teilen. Außerdem stellt die Schlacht um Helms Klamm die vielleicht bestinszenierte Schlacht der Filmgeschichte dar. Zwar sind die Schlachten in Die Rückkehr des Königs noch pompöser, doch diese fesselnde Endschlacht besticht vor allem durch die packende Atmosphäre und die elektrisierende Spannung, die man förmlich spüren kann.

Die Zwei Türme bietet den wahrscheinlich komplexesten Teil der Trilogie. Die Geschichte ist in drei Handlungsfäden aufgeteilt worden:

Aragorns, Legolas, Gimlis und Gandalfs Kampf um Rohan
Merrys und Pippins Aufenthalt bei den Ents
Frodos, Sams und Gollums Reise nach Mordor

Der Film ist der bei weitem abenteuerlichste der Trilogie. Dabei vergisst Peter Jackson seine Charaktere in keiner Sekunde. Ein Film bei dem der Zuseher nicht mit den Hauptprotagonisten mitfiebert ist zum Scheitern verurteilt. Dies dürfte sich Peter Jackson sehr zu Herzen genommen haben. Er zeigt uns sehr schön die Beziehungen der Figuren und diese spielen sich direkt ins das Herz des Zusehers. Die aufblühende Freundschaft zwischen Legolas und Gimli wurde ausgezeichnet in Szene gesetzt. Manche mögen die Darstellung Gimlis als Spaßvogel kritisieren, aber ich finde dass dieser Schritt ausgezeichnet in das Gesamtkonzept des Films passt. Er lockert die Stimmung auf und unterstreicht noch einmal das Der Herr der Ringe hauptsächlich ein Unterhaltungsfilm ist. Der Wettkampf Gimli gegen Legolas, als diese zählen wer mehr Gegner tötet, zählte schon im Buch zu einem der Höhepunkte und wurde von Peter Jackson wirklich sehr gut verfilmt. Dann wäre noch die Beziehung zwischen Frodo, Sam und Gollum, in der Elijah Wood leider viel zu blass bleibt. Sean Astin trägt diese Szenen und zeigt in Die Rückkehr des Königs vollends dass er ein ausgezeichneter Darsteller ist.

Gollum ist dagegen in einer völlig anderen Liga. Er stammt zu 100% aus dem Computer und ist eine wahre Augenweide. Durch Motion Capturing wurden die Bewegungen von Andy Jerkins eingefangen, der unter widrigsten Umständen seiner Figur Leben einhauchte. Er musste zum Beispiel durch eiskaltes Wasser kriechen, um die Szene zu drehen als Gollum einen Fisch fangen wollte. Doch nicht nur die Bewegungen sind einen Blick Wert. Seine Mimik lässt einen fast nicht glauben dass man es hier mit einer computergenerierten Figur zu tun hat. Diese Leistung ist ein Höhepunkt in der CGI Technik und wird wegweisend für folgende Filme sein. Dann wäre da noch die wirklich gut gezeichnete Schizophrenie, die den Zuseher immer wieder hin und her reißt. Man weiß nie ob man dieses Wesen hassen oder bemitleiden soll.

Der Herr der Ringe hat im Prinzip keine überragende Story, alles ist klar zwischen Gut und Böse unterteilt. Doch etwas anderes ist auch gar nicht erforderlich. Noch nie wurde der Kampf zwischen Recht und Unrecht packender gezeigt als hier. Die Welt die JRR Tolkien in seinem Buch geschaffen hat findet in der Verfilmung von Peter Jackson ihre würdige Visualisierung. Die Sets und die Ausstattung sind opulenter als jemals zu vor in einem Film und die gesamte Aufmachung und Inszenierung verdient wahrlich das Wort episch. Alle Hauptfiguren sind sehr sympathisch gezeichnet und lassen den Zuseher von Anfang an mitfiebern. Die Kameraarbeit ist ganz einfach die beste aller Zeiten und die eingefangen Bilder sorgen für ausgiebiges Staunen. Peter Jackson hat es geschafft die wahrscheinlich beste Heldensaga aller Zeiten zu verfilmen.

Fazit:
Bombastisch, episch und opulent. Jeder Filmfan muss diese Trilogie gesehen haben!

Wertung:
10/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 8.5/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 148
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