Tin Cup

OT: -  135 Minuten -  Komödie
Tin Cup
Kinostart: 10.10.1996
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Tin Cup

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Die Karriere von Kevin Costner verhält sich ungefähr wie ein EKG welches das nahende Ende eines Patienten anzeigt. Zuerst war er ganz oben mit Filmen wie The Untouchables, Der mit dem Wolf tanzt, JFK oder Perfect World. Danach drehte er von Kritikern eher belächelte Filme, die aber dennoch beim Publikum recht gut weg kamen und dann näherte er sich dem fatalen Totalabsturz der von seinem finanziellen Desaster Waterworld  im Jahr 1995 eingeläutet wurde. Seit damals konnte er keinen Hit mehr landen und er versucht sich nun wieder krampfhaft nach oben zu kämpfen was ihm nun mit The Guardian wohl auch ansatzweise gelingen dürfte. Doch Tin Cup ist ein Film der genau in die Todesperiode von Costner, nach Waterworld fällt. Dennoch erweist er sich als überraschend unterhaltsam.

 

Der alternde Driving Ranch Profi Roy 'Tin Cup' McAvoy (Kevin Costner) verdient sich sein Geld damit Golfstunden zu geben. Sein Ehrgeiz reicht nicht aus um sein gigantisches Golftalent richtig zu nützen und seine Hitzköpfigkeit erweist sich auch nicht unbedingt als Positiv für seine Karriere. Doch Roy hat sich damit abefunden und genießt mit seinem Partner Romeo (Cheech Marin) und anderen Freunden ein ruhiges Leben. Doch alles ändert sich als die junge Dr. Molly Griswold (Rene Russo) bei ihm Unterricht nimmt. Sie ist die Freundin von Roys Erzrivalen David Simms (Don Johnston) und hat Roy den Kopf verdreht. Er versucht sie zu beeindrucken und nimmt an den US Open teil...

 

Auf den ersten Blick wirkt Tin Cup wie eine typische Kevin Costner Romanze. Und das ist der Film auch im wesentlichen. Er nimmt die Elemente des klassischen Sportfilms und kombiniert sie mit Romantik Elementen. Es ist überraschend dass der Film dennoch wirklich gut funktioniert.

 

Tin Cup ist so ein Film bei dem ich eigentlich nicht weiß warum ich ihn immer wieder ansehe. Vermutlich liegt es an den sympathischen Charakteren und der entspannenden Feel-Good Atmosphäre des Films. Tin Cup  bietet zwar in keinem wesentlichen Element etwas wirklich innovatives, aber dennoch funktioniert der Film als Gesamtwerk sehr gut.

 

Natürlich werden bei Tin Cup sämtliche Standartfäden einer typischen romantischen Komödie gezogen, aber dennoch hat der Film eine magische Ausstrahlung an sich, die vielen anderen Romanzen fehlt. Es ist einfach so dass es nun mal kein Patentrezept für einen gelungenen Film gibt. Bei manchen Filmen funktioniert ein Konzept, dass bei anderen die es fast genau gleich anwenden nicht aufgeht.

 

Dies trifft ebenso auf die Musik des Films zu, die zwar in jeder Situation relativ Klischeehaft eingesetzt wird, aber dennoch einfach wunderbar passt. Kevin Costners sympathische und etwas rustikale Darstellung tut ihr übriges dazu um den Film sehr gut funktionieren zu lassen.

 

Negativ kann man dem Film natürlich seine Vorhersehbarkeit, seine Klischeehaftigkeit und seine Nichtigkeit vorwerfen. Diese Punkte sind allesamt vorhanden, wirken sich jedoch nicht gravierend auf den Filmgenuss aus. Das einzige das man wirklich ankreiden kann ist dass der Film mit 135 Minuten etwas zu lange für seine dünne Story geworden ist.

 

Tin Cup ist zwar kein Meilenstein der Filmgeschichte, kann jedoch auf Unterhaltungsebene voll und ganz überzeugen. Jeder der einen netten Unterhaltungsfilm mit Humor und Herz sucht ist hier richtig beraten.

 

Fazit:

Charmanter Unterhaltungsfilm

 

Wertung:

6,0/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 6.2/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 5
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