The Equalizer (2014)

OT: The Equalizer - 132 Minuten - Action / Krimi / Thriller
The Equalizer (2014)
Kinostart: 10.10.2014
DVD-Start: 19.02.2015 - Blu-ray-Start: 19.02.2015
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Filmkritik zu The Equalizer

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The Equalizer ist ursprünglich eine US Amerikanische Fernsehshow die von 1985-1989 produziert wurde. Der Titelheld dieser Krimiserie ist ein ehemaliger CIA-Agent, der sein Potential nützt, um guten Menschen aus ihrem Schlamassel zu retten. Anoine Fuqua und Denzel Washington scheinen große Fans dieser Serie zu sein, denn nach dem erfolgreichen Copthriller Training Day aus dem Jahre 2001, finden sie wieder zusammen um genau dieser Serie einen gleichnamigen Film zu widmen. Mit Denzel Washington holt sich Fuqua auch einen seiner erfolgreichsten Schützlinge ins Boot. Denn immerhin erhielt dieser für seine herausragende Darstellung eines skrupelhaften Cops in Training Day den Oscar als bester Hauptdarsteller. Dabei ist die Serie nur ein Anhaltspunkt, denn Fuqua nimmt sich viele Freiheiten und gestaltet seine ganz eigene Version von The Equalizer.


Bob McCall (Denzel Washington) führt ein ruhiges Leben. Er arbeitet in einem Baumarkt in Boston, er liest viel und seine Kollegen kennen ihn als korrekten, freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Niemand ahnt, dass McCall früher als Spezialagent tätig war – und er war einer der Besten, so gut sogar, dass es ihm gelang, seinen eigenen Tod zu fingieren und ein neues, ganz bescheidenes Leben anzufangen. Als er jedoch miterlebt, wie die junge Prostituierte Teri (Chloë Grace Moretz) von ihrem Zuhälter brutal misshandelt wird, weckt das seinen Gerechtigkeitssinn. Er rettet sie, doch dabei legt er sich mit der russischen Mafia an...

The Equalizer beginnt mit ruhigen Tönen und einem behutsamen Kennenlernen der Hauptfigur. Washington kann dabei mit seiner gottgegebenen Ausstrahlung und seinem schon oft dargebotenen Können, den Film mit Leichtigkeit auf seinen Schultern tragen. Durch das Geheimnisvolle und das Mysteriöse an seiner Figur, ist beim Zuseher durchaus das Interesse und die Neugier an dem Fortgang der Geschichte gegeben.

Auch wenn es dann zum ersten Mal richtig zur Sache geht, wird einiges geboten. Fuqua bedient sich dann einem ähnlichen Stil, wie man es schon aus Guy Richies Sherlock Holmes kennt. Bevor es zur Eskalation kommt, wird mittels Slowmotion und Nahaufnahme von Washingtons Auge, gezeigt, wie er die Situation genauestens analysiert und bereits im Vorhinein exakt weiß, was gleich passieren wird. Die Kampfszenen dann können als beinhart und kreativ zusammengefasst werden.

So weit so gut. Doch im Laufe des Filmes schleichen sich dann einige Leerläufe ein. Überflüssige Nebenhandlungen, sowie klischeehafte Nebenfiguren drücken etwas aufs Nervenkostüm. Das Geheimnisvolle an Washingtons Figur, kann nicht sehr lange bewahrt werden und auch wenn es an seine Performance nichts auszusetzen gibt, wird man das Gefühl nicht los, dass Washington diesmal nicht sein ganzes Potential ausschöpfen kann/darf.

Der Film verliert auch nach und nach an Ernsthaftigkeit, welches seinen absoluten Höhepunkt spätestens dann erreicht, wenn Washington mit Superslowmotion und 1000 Kameraperspektiven, sich einer hinter ihm stattfindenden riesigen Explosion langsam entfernt und dabei (wie es coole Typen nun mal so machen) nicht zurückblickt. Eine Szene die man schon lange nicht mehr in Actionfilmen gesehen hat, weil sie einfach total ausgelutscht ist. Das Fuqua damit ein Schmunzeln, eine Übertreibung oder was auch immer erzeugen wollte, ist klar, aber es passt einfach gar nicht zum bisher gesehenen. Denn bis dahin philosophiert Washington ernsthaft über Bücher, über das Leben, und gibt den knallharten geheimnisvollen Vertrauten. Und dann folgt diese absolut überspitzte Szene, die den ganzen Film eigentlich ins Lächerliche zieht. Danach geht’s nur noch bergab. Die kreativen Kampfszenen in einem Bauhausgeschäft, in denen Denzel, in „MacGyvermarnier“, Bauhausprodukte für kreative Kills nützt, sind noch die unterhaltsamsten. Ansonsten schaltet der Film auf Reserve, genauso wie es der Zuseher spätestens nach dieser Explosionsszene mit seinem Gehirn gemacht hat.

Fazit:
Fuqua und Washington - eigentlich ein Traumduo. Denn 2001 schufen sie mit Training Day nicht nur einen starken Thriller, sondern Denzel Washington erhielt sogar den Oscar für den besten Hauptdarsteller. Für The Equalizer wird Washington sicherlich keine Nominierung erhalten und auch der Film selbst ist nicht besser als Durchschnitt. Starke Actionszenen können nicht über viele Ungereimtheiten und Leerläufe hinwegtrösten und gesamt gesehen ist der Film auch um einiges zu lang ausgefallen.

Wertung:
5/10 Punkte
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