Guardians of the Galaxy (2014)

OT: Guardians of the Galaxy - 121 Minuten - Action / Abenteuer / SciFi
Guardians of the Galaxy (2014)
Kinostart: 28.08.2014
DVD-Start: 08.01.2015 - Blu-ray-Start: 08.01.2015
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Filmkritik zu Guardians of the Galaxy

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Es wär kein richtiger Sommer, wenn Comic-Riese Marvel nicht einen neuen Blockbuster in die Kinos bringen würde. Waren es im letzten Jahr noch die jeweiligen Fortsetzungen von „Iron Man“ und „Wolverine“, so betreten wir in diesem Jahr komplettes Neuland und das in Form der „Guardians of the Galaxy“. Marvel startet damit ein neues Franchise und befördert sich mit Schallgeschwindigkeit durch das Weltall.

Peter Quill (Chris Pratt) war noch ein Junge, als er von außerirdischen Outlaws entführt wurde. Im Laufe der Jahre ist er zu einem typischen Draufgänger mit überdimensionalen Ego geworden, der sich darüber hinaus auch noch selbst den Namen Star-Lord verpasst hat. Als Peter ein kugelförmiges Artefakt stiehlt, wird er schnell vom Jäger zum Gejagten. Bösewicht Ronan (Lee Pace) ist hinter ihm und der geheimnisvollen Kugel her. Dem gesamten Universum droht große Gefahr, doch eine Schar an Außenseitern formt sich zur letzten Hoffnung der Galaxie. Gebildet wird diese Hoffnung rund um Gamore (Zoe Saldana), einer ehemaligen Gefährtin von Ronan, dem rachsüchtigen Drax (Dave Bautista), dem baumähnlichen Wesen Groot (Vin Diesel), dem Waschbären Rocket (Bradley Cooper) und ihrem Anführer Star-Lord. Gemeinsam werden sie zu den „Guardians of the Galaxy“.

In Hollywood bahnt sich ein Generationenwechsel an. Auffällig ist nämlich, dass die großen Filmstudios immer mehr auf jüngere, teils sehr unbekannte Regisseure setzen. Immerhin sind aktuelle Blockbuster wie „Planet der Affen: Revolution“, „The Amazing Spider-Man 2“ oder „Captain America – The Return of the First Avenger “ gänzlich aus der Feder von jungen, sehr aufstrebenden Regie-Talenten. Bei „Guardians of the Galaxy“ schlägt Marvel den gleichen, bereits eingeleiteten Weg ein und hat Regisseur James Gunn die Verantwortung übertragen. Wenn es nach dem in den USA ausgelösten Hype und den Rekordverkaufszahlen geht, dann ist das in James Gunn gesetzte Vertrauen, absolut gerechtfertigt. Rein aus persönlicher Sicht herrscht aber ein wenig die Ernüchterung und die aufkommende Frage, wie dieser immense Hype entstehen konnte.

Von Marvel ist man es in den letzten Jahre immer ein wenig gewöhnt, dass ein Konzept entweder komplett auf- oder untergeht. Bei „Guardians of the Galaxy“ ist es eine Mischung aus beiden Richtungen. Einerseits ist es positiv zu erwähnen, dass man mit neuen Charakteren, teils unbekannten Schauspielern und einer neuen Umgebung ein gewisses Risiko eingegangen ist (zumal alles nicht so richtig wie ein Marvel-Film wirkt, sondern eher wie eine Einstimmung auf „Star Wars VII“). Andererseits ist es einfach nichts Neues, sondern altbekannte Handlungsstränge und Situationskomik, die man schon aus zig anderen Comic-Verfilmungen kennt und denen man letztendlich nur eine neue, zugegebenermaßen, aufregende Optik verpasst hat. Zudem fällt es einem schwer, Verbindung zu der Überzahl an neuen Charakteren herzustellen, die den Film zwar begleiten, jedoch nicht stützen können. Jeglicher charakteristische Tiefgang wird mehr oder weniger im Keim erstickt.

Die auffälligsten Erscheinungen sind eindeutig Chris Pratt als Star-Lord und Lee Pace als Ronan. Ersterer ist nicht nur der Mann von Schauspieler-Kollegin Anna Faris, sondern auch ein Darsteller, dem wohl die Zukunft Hollywoods gehört. Im Film erinnert seine charismatische Art an eine Mischung aus Han-Solo und Indiana Jones. Es braucht einem nicht verwundern, dass seine Karriereleiter steil nach oben ragt. Neben dem Überraschungserfolg von „The Lego Movie“, bei dem er dem Hauptcharakter Emmet seine Stimme geliehen hat, ist er u.a. auch für die lang erwartete „Jurassic Park“ Fortsetzung bereits als Hauptdarsteller bestätigt.

Lee Pace dagegen verkörpert den Bösewicht Ronan nahezu perfekt. Hier wurde allerdings nicht nur große Arbeit vor der Kamera geleistet, sondern auch dahinter. Kostüm und Maske, gepaart mit dem Schauspiel von Pace, macht Ronan zum furchterregendsten Marvel-Schurken der letzten Jahre.

Fazit:
Bei Marvels neuestem Werk wartet man ständig darauf, dass der Film so richtig zündet – jedoch vergebens. Trotz neuen Looks, einer sympathischen Darstellerriege und eines kultverdächtigen Retro-Soundtracks, ist es nicht mehr als ein gut gemeinter, jedoch schwächelnder Versuch, neuen Schwung in die Comicfilm-Szene zu bringen.

Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 7.7/10 | Kritiken: 2 | Wertungen: 33
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