A Million Ways to Die in the West (2014)

OT: A Million Ways to Die in the West - 116 Minuten - Komödie / Western
A Million Ways to Die in the West (2014)
Kinostart: 29.05.2014
DVD-Start: 09.10.2014 - Blu-ray-Start: 09.10.2014
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Filmkritik zu A Million Ways to Die in the West

Von am
Seth MacFarlane ist gerade äußerst angesagt in Hollywood. Nachdem er Jahre lang schon auf den TV-Bildschirmen der Welt mit seinen Hit-Comedies Family Guy und American Dad für Aufsehen sorgte, gelang ihm mit Ted auch der Durchbruch auf der Kinoleinwand und er durfte sogar als Host der Oscar-Verleihung auftreten. Bevor er mit Ted 2 nachlegen wird, versucht er sich nun mit seiner Western-Komödie A Million Ways To Die In The West auch selbst als Hauptdarsteller (nicht nur als Sprecher) - leider muss jedoch gesagt werden, dass der Film Charme und Timing über weite Strecken vermissen lässt und deshalb leider schlicht nicht lustig genug ist um als Komödie zu überzeugen.

Albert (Seth MacFarlane) ist ein gutmütiger Schafzüchter, der nicht so recht in die knallharten Welt der Cowboys im Wilden Westen passt. Darum wird er auch von seiner Freundin Louise (Amanda Seyfried) abserviert, denn sie sehnt sich nach einem richtigen Kerl, den sie glaubt in Form des örtlichen Schnurrbartladenbesiters Foy (Neil Patrick Harris) gefunden zu haben. Doch Albert will sich nicht so schnell geschlagen geben und da kommt es ihm gerade recht, dass mit der bildhübschen Anna (Charlize Theron) eine wahre Revolverheldin in die Stadt gezogen kommt, die ihm beibringen kann wie er ein richtiger Kerl wird um seine Louise zurück zu erobern. Dumm nur, dass sich Anna und Albert immer mehr annähern und Anna ihm verschwiegen hat, dass sie eigentlich mit dem knüppelharten Gangster Clinch (Liam Neeson) verheiratet ist, der bereits auf dem Weg in die Stadt ist…

Zunächst das Positive: Die schräge Welt die Seth MacFarlane bereits von Beginn an etabliert hat großes Potential. Rein konzeptionell gesprochen übernimmt die Figur von Seth MacFarlane nämlich quasi den Part des Fremdenführers für den Zuseher. Man hat förmlich das Gefühl als wäre sein Charakter ein zynischer Amerikaner aus der Gegenwart, der durch den Wilden Westen streift und uns alles vor Augen führt was in der damaligen Zeit so verrückt und gefährlich war. Und diese Momente des Films sind auch wirklich gut gelungen - genau wie die teilweise wirklich tollen Nebenfiguren.

Leider hat der Film aber ein grundlegendes Problem: Seth MacFarlane macht sich auf der eine Seite über Westernklischees und vor allem auch Westernhelden lustig, im weiteren Verlauf der Handlung versucht er aber immer mehr seiner Figur eine klassische Heldenreise auf den Leib zu schreiben, was aber natürlich unter diesen Voraussetzungen nicht funktionieren kann. Nicht nur, dass Seth MacFarlane schlicht der völlig falsche Darsteller für eine solche Rolle ist, ganz besonders im Kontext des restlichen Films erscheint dieser Handlungsverlauf schlicht unauthentisch und Fehl am Platz.

Aber auch ansonsten fallen immer wieder Ungereimtheiten auf, die den Filmspaß etwas trüben. Das Timing der Gags scheint oftmals nicht genau zu sitzen, manche Ideen schießen auch einfach nur am Ziel vorbei und so hat man immer wieder das Gefühl, dass zwar der Versuch gestartet wird unzählige Gags zu landen, aber von diesen zünden schlussendlich nicht einmal die Hälfte wirklich. Auf Grund der Tatsache, dass der Film storytechnisch auch eigentlich nichts bietet, ausgenommen von dem Versuch ein Gerüst zu erschaffen durch das die einzelnen Gags miteinander verbunden werden, sorgt dies natürlich für grobe Probleme, denn als Zuseher hat man immer wieder das Gefühl, dass der Film ohne wirkliche Höhen vor sich her plätschert.

Allerdings besitzt A Million Ways To Die In The West auch tatsächlich so manche Stelle über die man wirklich genüsslich Lachen kann. Abgesehen von den herrlichen Hasstiraden die MacFarlane über den Wilden Westen ablässt sind dies unter anderem die Szenen mit Giovanni Ribisi oder so mancher Moment mit der schrägen Figur von Neil Patrick Harris, der sich ausschließlich über seinen Schnurrbart definiert. Seth MacFarlane ist ja generell eher der Typ, der unzählige Gags aus der Hüfte schießt und danach mal sieht was funktioniert hat - dieses Konzept hat allerdings in Ted besser funktioniert als in A Million Ways To Die In The West.

Fazit:
A Million Ways To Die In The West kann leider nicht an den Unterhaltungswert von Ted anschließen. Seth MacFarlane feuert unzählige Gags ab von denen allerdings nicht einmal die Hälfte zündet, sodass es immer wieder etwas langatmige Pausen zwischen zwei gelungenen Augenblicken gibt. Zwar gibt es auch wirklich gute Momente und Ideen im Film, aber in Summe gesehen sind diese zu selten um den Film wirklich weiterempfehlen zu können.

Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 13
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Liste von Don Draper
Erstellt: 01.10.2012