Stromberg - Der Film (2014)

OT: Stromberg - Der Film - 123 Minuten - Komödie
Stromberg - Der Film (2014)
Kinostart: 21.02.2014
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Stromberg - Der Film

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Seit der Ausstrahlung der ersten Folge 2004 der Büroserie „Stromberg“ wuchs die Fangemeinde, im Alter zwischen 14 und 49, immer weiter an. Mittlerweile gibt es fünf Staffeln, die millionenfach verkauft werden. Die TV-Serie ist nicht mehr vom Erfolgskurs abzubringen. Den Plan einen Film daraus zu machen stand schon länger, allerdings fehlten bisher die nötigen Gelder. Es kam die Idee auf, die Fangemeinde, via Webseite, darum zu bitten, das Projekt zu unterstützen. Innerhalb einer Woche war der Erfolg zu sehen: die Fans investierten 1 Million Euro in den Film und mit Unterstützung einiger Fördergelder stand dem Drehbeginn nichts mehr im Wege.

CAPITOL Versicherung wird 50 Jahre! Zu diesem Anlass gibt es in einem Landhotel eine große Firmenfeier. Nach anfänglichem Zögern entschließt sich Stromberg, mit seinen Mitarbeitern, auch hinzufahren. Aber nicht nur die Vorplanung und die Reise dorthin ergeben schon einige Schwierigkeiten für den Leiter des Büros, denn Stromberg hat erfahren, dass seine Filiale geschlossen werden soll. Und jetzt gilt es Eindruck beim Vorstand zu machen. Aber auch „Ernie“ weiß von der Sache und strebt dasselbe Ziel an.

Aus TV-Serien Filme zu machen kann gut gehen. Es kann aber auch falsch laufen und die Fans sind enttäuscht, da ihre Erwartungen nicht erfüllt werden können. Besonders bei dem Format „Stromberg“ ist dieses Risiko hoch. Denn wie schafft man es, einen zweistündigen Film über den Büroalltag, der zugegebenermaßen in der CAPITOL Versicherung alles andere als „normal“ verläuft, so zu drehen, dass man nicht nach einer Stunde im Kinosessel einschläft? Man verfrachtet die kompletten Büroangestellten, mit Filialleiter und Kinder in ein Landhotel auf eine Firmenfeier. Langeweile ist da ausgeschlossen. Die Mitarbeiter und Stromberg müssen ein „Abenteuer“ nach dem nächsten überstehen und die Nerven werden arg in Anspruch genommen. Beim Kinozuschauer hingegen werden die Lachmuskeln beansprucht.

Denn in „Stromberg - Der Film“ sind alle so, wie es die Fans in der Serie lieben: Stromberg, Ernie, Ulf usw.: Bernd Stromberg ist der „schlimmste Chef Deutschlands“, der nicht wirklich das Feingefühl besitzt, das man als Chef gegenüber seinen Angestellten haben sollte. Mit einem ungeheuren Selbstbewusstsein fegt er wie ein Tornado durch sein Büro und hinterlässt zumeist eine Schneise der Verwüstung. Besonders beliebt bei den Zuschauern sind die eher derben Sprüche und Rhetorik des Filialleiters. Christoph Maria Herbst kann seine Figur im Film weiter so umsetzten, wie es die Fans gewohnt sind, ohne dass er einem nach einer Stunde auf die Nerven geht und seine Art nicht mehr auszuhalten wäre.

Auch Bjarne Mädel schafft es „Ernie“, der noch nie beliebt war und auch im Büro gerne das Mobbingopfer ist, in seiner unvergleichlich Art weiterzuspielen: er hat eigentlich nie Spaß und ist im Grunde IMMER nervös. Trotzdem hat er es auf der Karriereleiter immerhin bis zum Leiter der Abteilung geschafft. Auch Ulf, Tanja und Jennifer, die das Stammensemble der Serie darstellen, verlieren nicht an Authentizität. Besonders wichtig ist auch die Umsetzung des Formats. Charakteristisch für die Serie ist die Umsetzung als Mockumentary , d.h. eine fiktive Dokumentation. Das Büro und die Umgebung in der Serie und im Film werden so gezeigt, als wäre es real und mit einem Kamerateam für eine Dokumentation über Büroleben begleitet. Spricht jemand, wird der Name und die Position in der Firma eingeblendet. Es gibt immer wieder Interviews mit den Büroangestellten, bzw. gibt man ihnen die Chance sich zu äußern.

Der Umstand, dass es keine Veränderungen in der Besetzung und in der Umsetzung des Formats gegeben hat, sorgt dafür, dass der Film sehr viel Spaß macht. Im Grunde sieht der Zuschauer eine zweistünde Folge der Serie, mit allem was man sich erwartet. Auch die Handlung wird nicht langweilig und für den Zuschauer steht das Fremdschämen, dank Stromberg, wie in der Serie bereits gewohnt, von der ersten Minute an im Fokus. Man kann nur vergnügt den Kopf schütteln über die derben Sprüche und die Sachen, die er anstellt. Er tritt in jeden Fettnäpfchen, das es gibt und der Zuschauer zuckt voller Freude zusammen, wenn er wieder eines übersieht.

Fazit:
Stromberg, wie er leibt und lebt! „Der schlimmste Chef Deutschlands“ beweist, dass er auch im Film eine gute Figur macht und seinem Mann stehen kann.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.9/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 7
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