Edge of Tomorrow (2014)

OT: Edge of Tomorrow - 113 Minuten - Action / SciFi
Edge of Tomorrow (2014)
Kinostart: 29.05.2014
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Edge of Tomorrow

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…und täglich grüßt das Murmeltier. Oder im Fall von „Edge of Tomorrow“ - und täglich grüßt der Tod. Jeden Tag sterben zu müssen, ist sicherlich kein Vergnügen, doch genau das ist es, was Tom Cruise im neuen Science-Fiction Blockbuster „Edge of Tomorrow“ täglich von neuem passiert, um immer wieder den gleichen Tag von vorne erleben zu können und so, dem Feind letztendlich einen Schritt voraus zu sein. Regisseur Doug Liman („Die Bourne Identität“, „Mr. and Mrs. Smith“, „Jumper“) hat sich den Roman „All You Need Is Kill“ des japanischen Sci-Fi-Autors Hiroshi Sakurazaka zur Brust genommen und aus dessen Material, ein unterhaltsames, humorvolles und top gestyltes Actionspektakel erschaffen.


Major Bill Cage (Tom Cruise) verfügt über keinerlei Kampferfahrung, als er ohne Vorwarnung zu einem Einsatz abkommandiert wird, den man nur als Selbstmordkommando bezeichnen kann. Cage wird innerhalb weniger Minuten getötet, landet aber unbegreiflicherweise in einer Zeitschleife, die ihn dazu verdammt, das selbe grausige Gefecht ständig aufs Neue zu durchleben: Wieder und immer wieder muss er kämpfen und sterben... Doch mit jeder Auseinandersetzung gewinnt Cage an Erfahrung und reagiert immer versierter auf die Gegner, wobei ihn die Kämpferin Rita Vrataski (Emily Blunt) von den Special Forces tatkräftig unterstützt. Indem sich Cage und Rita dem Kampf gegen die Außerirdischen stellen, ergibt sich aus jedem wiederholten Einsatz eine neue Chance, die Alien-Invasoren zu überwinden...

Eines muss man „Edge of Tomorrow“ hoch anrechnen. Der Film fackelt nicht lange rum, sondern geht von Anfang an eine gerade Linie ohne Umwege. Und das funktioniert auch wirklich gut. Zu Beginn wird die gegenwärtige Situation, durch Nachrichteneinspielungen, schnell und elegant aufgeklärt und schon kann es zur Sache gehen. Dabei wird es nie langweilig oder nervig. Denn eine Stärke von „Edge of Tomorrow“ ist dessen Timing. Nicht zu lange aber auch gerade lang genug, lässt man Tom Cruise wieder und wieder das gleiche zustoßen, bis dann genau zum richtigen Zeitpunkt, eine kleine Wendung dem Film eine leichte Richtungsänderung gibt. Diese kleinen Wendungen verstrickt Doug Liman öfters gekonnt ins Geschehen ein und so ist „Edge of Tomorrow“ zudem relativ abwechslungsreich geworden.

Vor allem die ersten 40 Minuten machen sehr viel Spaß. Hier halten sich Humor und Action die Waage und die Zeit vergeht wie im Flug. Speziell was den Humor angeht, beweist man viel Fingerspitzengefühl und schafft es genug Seriosität zu behalten, um auch einen gewissen Spannungsgrad aufrecht zu erhalten.

Im Gegensatz zu seiner Rolle in „Krieg der Welten“, kann Tom Cruise diesmal seinen Charakter mit mehr Humor und Charme ausstatten, was ihm fraglos sehr gut zu Gesicht steht. Tom Cruise und Emily Blunt funktionieren als Filmpaar hervorragend. Er ist ein charmanter Redner und sie eine knallharte Soldatin und so harmonieren sie wirklich gut miteinander. „Edge of Tomorrow“ hat angeblich um die 180 Millionen Dollar gekostet und das kann man den Film auch ansehen. Die Action ist wirklich spektakulär, die Aliens sind zwar nur Maschinen und etwas phantasielos gestaltet, den tollen Effekten schadet dies aber nicht. Auch sollte man sich diesmal wirklich für die 3D Vorstellung entscheiden, da die Visualisierung mit den 3D Effekten, doch noch um eine Spur spektakulärer wirken wird.

Auch bei den Klischees wird, wider jeglichen Erwartungen, gar nicht mal so dick aufgetragen. Klar, funkt es im Laufe des Filmes zwischen den beiden attraktiven Hauptdarstellern, doch ist es selten kitschig und es gelingt sogar ansatzweise, ein wenig Tiefe in ihre Beziehung aufblitzen zu lassen. Die Handlung selbst ist natürlich nicht lupenrein logisch. Doch man versucht auch nicht, allzu zwanghaft sich in Erklärungen zu vertiefen. Im Vordergrund steht ganz klar die Unterhaltung. Das Ende ist allerdings etwas uninspiriert und mindert das Sehvergnügen ein wenig.

Fazit:
Mit viel Fingerspitzengefühl und spektakulären Effekten hat Regisseur Doug Liman, einen geradlinigen und höchst unterhaltsamen Action-Blockbuster erschaffen.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 7.4/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 23
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