Erbarmen (2013)

OT: Kvinden i buret - 97 Minuten - Krimi / Mystery / Thriller
Erbarmen (2013)
Kinostart: 07.02.2014
DVD-Start: 25.09.2014 - Blu-ray-Start: 25.09.2014
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Filmkritik zu Erbarmen

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Die „Millennium Trilogie“ aus Schweden ist wohl eine der bekanntesten Krimi-Reihen aus Skandinavien. Auch durch die amerikanische Verfilmung „Verblendung“ wurde, die erste Geschichte der Krimireihe, weltweit bekannt. Nun erscheint eine weitere skandinavische Literaturverfilmung in den weltweiten Kinos. Die erste Verfilmung der dänischen Buchkrimireihe von Jussi Adler-Olsen, soll in die Fußstapfen der „Millennium Trilogie“ treten und für ähnliche filmische Erfolge sorgen.

Nach einem katastrophal gescheiterten Einsatz wird Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) in die neu gegründete Sonderabteilung Q abgeschoben. Sein Auftrag ist klar: Er darf nicht mehr selbst ermitteln, sondern soll ungelöste Fälle möglichst schnell und geräuschlos zum Abschluss bringen. Doch es dauert nur wenige Tage, bis seine Sturheit ihn und seinen Assistenten Assad (Fares Fares) auf die Spur von Merete Lynggaard (Sonja Richter) führt. Die bekannte Politikerin ist vor Jahren auf mysteriöse Weise von einer Passagierfähre verschwunden. Und der einzige Zeuge, ihr Bruder, ist nicht vernehmungsfähig. Der Fall wurde als wahrscheinlicher Selbstmord zu den Akten gelegt, doch Carl und Assad finden Hinweise, die sie an dieser Version zweifeln lassen. Trotz anders lautender Anweisungen nehmen sie eigene Ermittlungen auf, tauchen in die Tiefen von Merete Lynggaards Vergangenheit ein – und beginnen langsam aber sicher zu verstehen, dass das Böse manchmal nur auf den richtigen Zeitpunkt wartet, bis es sich voller Grausamkeit und Horror in ein Leben drängt...

Eines sei gleich erwähnt: „Erbarmen“ kann nicht ganz mit seinem großen Vorbild mithalten. Jedoch konnte Mikkel Norgaard einen spannenden und atmosphärisch dichten Film schaffen, dem es vor allem gelingt, zu unterhalten und den Zuseher bei Laune zu halten. Dies ist zum einen dem Spannungsbogen des Films zu verdanken. Regisseur Mikkel Norgaard gelingt es nämlich geschickt, lange die Spannung aufrechtzuhalten. Nach der Auflösung des Falles, gibt es in diesen Bereich zwar einen starken Knick, bis dahin läuft das Getriebe aber wie geschmiert. Zwar werden viele schon relativ früh wissen, was los ist, trotzdem macht es einfach Spaß, mit den beiden ungleichen Detektiven, zusammen auf Spurensuche zu gehen. Denn die Erzählweiße, die kurzen Rückblenden sowie die Dialoge der beiden Polizisten, laden richtig dazu ein, mit zu schnüffeln.

Ebenfalls Laune, machen die beiden Detektive, die sich geschickt miteinander ergänzen, und obwohl sie klischeehafte Züge an sich haben, können die gut agierenden Schauspieler (Nikolaj Lie Kaas, Fares Fares) ihren Figuren eine sympathische Note geben. Auch die düstere Atmosphäre des Filmes, sorgt für Spannung und durch die regelmäßig wiederkehrenden Sequenzen, in welche das Opfer in ihrer Gefangenschaft gezeigt wird, erhält das Ganze, auch noch eine funktionierende dramatische Note. Hier gelingt es den Zuseher, aus seiner sachlichen „Detektivrolle“, in die des mitfühlenden Beobachters zu katapultieren. Abwechslung und der bereits erwähnte Unterhaltungswert, sind somit noch stärker gegeben.

Wenn es dann zum großen Showdown kommt, ist die größte Spannung jedoch schon verflogen. Und auch die uninspirierte und einfallslose letzte „Actionszene“, kann für eine Erhöhung der Spannung, nicht sorgen.

Fazit:
„Erbarmen“ kann als der kleinere und gesamt etwas weniger überzeugende Bruder des schwedischen Filmes „Verblendung“ beschrieben werden. Die Atmosphäre und der Unterhaltungswert überzeugen größtenteils. Allerdings ist die Geschichte leicht zu durchschauen und nicht alle Klischees können durch gute Regie und Darsteller überspielt werden. Aber alles in allem, kann man den Film durchaus weiterempfehlen. Vor allen, diejenige die das Buch nicht gelesen haben, werden teilweise gefesselt sein. Für die anderen, wird es wie so oft, eine eher enttäuschende Literaturverfilmung sein.

Wertung:
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Ø Wertung: 6.5/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 2
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