Sabotage (2014)

OT: Sabotage - 109 Minuten - Action / Krimi / Drama / Thriller
Sabotage (2014)
Kinostart: 11.04.2014
DVD-Start: 28.08.2014 - Blu-ray-Start: 28.08.2014
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Filmkritik zu Sabotage

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Viele Regisseure verleihen ihren Filmen ihren eigenen Stil und haben somit einen hohen Wiedererkennungswert. Bei David Ayer ist es weniger sein Stil als vielmehr die immer gleiche Grundthematik, welche seine Filme prägt. Mit „Training Day“ und „S.W.A.T“ etablierter er sich zunächst als Drehbuchautor in Hollywood. Später begann er dann auch den Regiestuhl zu übernehmen. Sei es bei den eben genannten oder bei „Street Kings“, und „End of Watch“. Alle diese Filme handeln vom Polizeiwesen und der Verbrechensbekämpfung.

Dies ist wenig überraschend, wenn man bedenkt, dass er in einer der gefährlichsten Gegenden von Los Angeles aufgewachsen ist und so selbst oft Zeuge von gefährlichen Verbrechen und Bandenkriegen geworden ist. Sein bisher größtes Glanzstück war „End of Watch“. Wo Ayer gekonnt, den Alltag und die Einsätze der Streifenpolizei von Los Angeles, auf die Leinwand brachte. Dass er durch seine bisherigen Arbeiten einen guten Status in Hollywood genießt, erkennt man auch an dem großen Staraufgebot, welches er regelmäßig für seine Filme gewinnen kann. Auch Brad Pitt und Shia LaBeouf gesellen sich demnächst dazu und spielen die Hauptrollen in dem im Oktober erscheinenden Film „Fury“. In „Sabotage“ heißt der ganz klare Star aber Arnold Schwarzenegger.

Arnold Schwarzenegger agiert als Anführer einer Elite-Einsatztruppe der Anti-Drogen-Behörde DEA, die den gefährlichsten Kartellen der Welt den Kampf angesagt hat. Nachdem die eingeschworene Truppe um Teamchef Wharton (Arnold Schwarzenegger) einen riskanten Angriff auf das Geheimversteck eines Kartells ausgeführt hat, erscheint die Mission zunächst erfolgreich beendet – doch dann werden immer mehr Teammitglieder nach und nach auf unerklärliche Weise ausgeschaltet.

Ayer gelingt es auch diesmal wieder, durch gekonnter Kameraführung, starken Schnitten und Detailtreue, die Einsätze der Spezialeinheit authentisch und hautnah auf die Leinwand zu projizieren. Aber ansonsten hat er sich diesmal eindeutig verzockt. In „Sabotage“ passt kaum etwas zusammen und man muss sich fragen, was hier eigentlich der Grundgedanke des Filmes sein soll.

Alles beginnt recht rasant und knallhart. Zwar muss man bei den testosterongeladenen Sprüchen der Agenten schon mal Schlucken, aber ansonsten hat man die Hoffnung, man könnte einen ernsthaften Polizeithriller geboten bekommen. Doch nach und nach wird klar, dass es das nicht spielen wird, denn dafür wäre eine ernsthaft durchdachte Handlung nötig. Und hier fehlt es dem Drehbuch an allen Ecken und Enden. Man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Bei den flachen Dialogen, den misslungenen Versuchen überraschende Wendungen herbeizuführen oder den nicht nachvollziehbaren Vorgehen der Figuren. Hier bekommt man eine Story geboten, die bei den Haaren herbeigezogen scheint, und die alles besitzt, außer Sinn, Logik und Authentizität.

Aber immerhin spielt Schwarzenegger mit und vielleicht ist es, trotz schwacher Story, ein typischer „Arnie“ Film geworden. Soll heißen, Action, Charme, Ironie – einfach pures Entertainment. Doch auch wenn man mit dieser Betrachtungsweise den Film konsumiert, kann er einen kaum überzeugen. Einige Male gibt es Momente, die aufblitzen lassen, dass der Film mit einen Augenzwinkern betrachtet werden soll. Etwa bei den total überzogenen Ende, in dem „Arnie“ seine One Man Show glorifizieren darf. Doch gänzlich scheint sich Ayer nicht auf diese Art von Film einlassen zu wollen. Manche Szenen sind zu brutal und geradlinig für so eine Art von Film und vor allem fehlt diesmal der Charme von Schwarzenegger. Er spielt einen knallharten Cop, der wenig Sinn für Humor und Ironie zu haben scheint. So entstehen vielleicht tatsächlich einige Lacher beim Zuseher, doch nur selten, scheint dies auch die Absicht des Filmes zu sein.

Fazit:
Ein Satz mit X, das war wohl nix. Der neue Film von David Ayer bewegt sich zwischen ernsthaften Thriller und Unterhaltungsblockbuster. Bei beiden versagt er aber größtenteils. Um als seriöse Thriller durchzugehen, fehlt es an einer gut durchdachten Handlung. Und um bei Zweiteren zu Punkten, fehlt es ganz klar an Humor und Ironie. Hoffen wir mal, dass Ayer einfach nur einen Streifen gedreht hat, um die Wartezeit auf seinen nächsten gelungeneren Film „Fury“ zu verkürzen. Aber „Sabotage“ ist bestenfalls für eingefleischte Schwarzenegger Fans, dir vor ihren Besuch im Fitnessstudio noch ein wenig Testosteron aufschnappen wollen, empfehlenswert.

Wertung:
4/10 Punkte
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Ø Wertung: 4.7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 6
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