Lone Survivor (2013)

OT: Lone Survivor - 121 Minuten - Action / Biographie / Drama / Thriller / Krieg
Lone Survivor (2013)
Kinostart: 20.03.2014
DVD-Start: 22.07.2014 - Blu-ray-Start: 22.07.2014
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Filmkritik zu Lone Survivor

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Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller des ehemaligen US Navy SEALs Marcus Luttrell entführt uns Regisseur und Drehbuchautor Peter Berg nach Afghanistan ins Jahr 2005. Verfilmt wurde eine Mission, deren Ziel die Ermordung eines gefährlichen Taliban-Oberhauptes war. Um Stoff für die Leinwand zu werden, musste diese natürlich erwartungsgemäß, unplanmäßig verlaufen.

Petty Officer Marcus Luttrell (Mark Wahlberg) und seine Kameraden Michael Patrick (Taylor Kitsch), Matthew Axelson (Ben Foster) und Danny P. Dietz (Emile Hirsch) sind in ausgelassener Stimmung, als ihnen von Lieutenant Commander Erik Christensen (Eric Bana) verkündet wird, dass die Operation Red Wings grünes Licht bekommen hat. Es soll ein ranghohes Taliban-Mitglied ausfindig gemacht werden, das sich in der Gebirgsregion Kunar versteckt hält. Doch die Pläne der optimistischen SEALs werden bereits kurz nach Beginn der Mission durchkreuzt. Als sie vor dem Dorf auf der Lauer liegen, taucht plötzlich eine Ziegenherde auf und quert ihr Versteck. Die Tiere sind von drei Afghanen begleitet, die nun von den US-Soldaten gezwungener Maßen gefesselt werden müssen. Da kein Funkkontakt mit dem Stützpunkt gegeben ist, müssen die Männer jetzt - auf eigene Faust – die weitere Vorgehensweise beschließen. Die Problematik liegt auf der Hand und die Entscheidung scheint wahrlich nicht einfach: Entweder die Mission gefährden und die Gefangenen befreien, oder drei Zivilisten (darunter einen Jugendlichen) erschießen und danach planmäßig fortfahren. Nach derartigem Mord in den Weltnachrichten zu kursieren, scheint den Männern schließlich dann doch das größere Übel zu sein und sie brechen den Auftrag ab. Kaum auf freiem Fuß, läuft der afghanische Junge - auf Teufel komm raus – zurück in sein Dorf und schlägt Alarm. Die vier SEALs schaffen den beschwerlichen Aufstieg auf den Gipfel oberhalb des Dorfes, um festzustellen, dass es auch dort keinen Funkempfang gibt. Sie bereiten sich also auf die bevorstehende Höllenfahrt vor, die auch nicht lange auf sich warten lässt. Ein Heer von Taliban-Soldaten macht sich auf und das Inferno beginnt.

Peter Berg hält sich gut an die Buchvorlage und den Wunsch Luttrells seine Kameraden heldenhaft hochleben zu lassen. Ehrgefühl, Zusammenhalt und Opferbereitschaft sind die Tugenden der Soldaten. Ein Film der das Herz Amerikas trifft, und dort selbstverständlich auch boomt. Die Stärken des Films beruhen hauptsächlich im Bereich des Sounds, wo auch zwei Oscar®-Nominierungen rauszuholen waren. Gezielt eingesetzt, verstärken Musik und Soundeffekte die gut transportierten Bilder eines Kriegsschauplatzes und geben dem Zuseher ein authentisches Gefühl des Kampfes. Man muss es aber auch tatsächlich dabei belassen, dieses Ergebnis Sound und Schnitt zuzuschreiben, - denn auch wenn Marc Wahlberg und auch ein spielfreudiger Ben Foster in ihren Heldenrollen vollends aufgehen – ist der Erfolg des Films kein schauspielerischer. Fairerweise sei hier aber erwähnt, dass dies die Rollen und die nur bedingt ausgebauten Charaktere auch schlecht zulassen. Da es sich um eine wahre Begebenheit handelt, wirkt das Ende besonders emotional nach, und krönt sich selbst mit dem alt bewährten Stilmittel, den Abspann mit Originalbildern zu schmücken. Dadurch bleibt der letzte Eindruck des Films emotional und intensiv in den Köpfen des Publikums hängen, und die Tatsache, dass er mit einer Länge von 121 Minuten hauptsächlich nichts anderes war, als eine gefühlt ewig andauernde Actionszene, - wird vergessen.

Interessant wäre da eher der Hintergrund Luttrells schlussendlicher Rettung von zwei Afghanen, die ihr ganzes Dorf gefährden, um dem Amerikaner zu helfen. Da man sich aber fast ausschließlich auf die Gefechtsszenen konzentriert hat, war kaum Zeit, darauf einzugehen. Man erlebt die Rettung, die genauen Gründe stehen hinten an.

Fazit:
Im Großen und Ganzen, ist Lone Survivor sicher seit längerem wieder einmal ein sehenswertes Leinwandschauspiel des Genres. Dieselbe Begeisterungswelle wie in den USA wird er hierzulande vielleicht nicht auslösen, was natürlich auch mit dem nichtvergleichbaren Bezug zum Afghanistankrieg zusammenhängt. Doch Genre-Fans werden den Kinosaal nicht enttäuscht verlassen. Der Rest wird wohl aus Interesse an der wahren Begebenheit ins Kino pilgern und das wird mit einem emotionsreichen Ende belohnt.

Wertung:
7/10 Punkte
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