Zwei vom alten Schlag (2013)

OT: Grudge Match - 113 Minuten - Komödie / Sport
Zwei vom alten Schlag (2013)
Kinostart: 10.01.2014
DVD-Start: 22.05.2014 - Blu-ray-Start: 22.05.2014
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Filmkritik zu Zwei vom alten Schlag

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Vor mittlerweile 7 Jahren feierte Sylvester Stallone ein Comeback als Rocky Balboa - bereits damals sorgt die Rückkehr in den Ring altersbedingt für einige Verwunderung (zu unrecht wie sich später herausstellte, war der Film doch überraschend gelungen). Doch wie sieht es nun aus? Stallone soll erneut in den Boxring steigen, zwar nicht direkt als Rocky, aber wenn Stallone in den Ring steigt, dann ist es halt doch immer auch ein bisschen Rocky Balboa der kämpft. Noch dazu gegen Robert de Niro. Ein 67 jähriger kämpft gegen einen 70 jährigen. Wozu soll das eigentlich gut sein? Doch auf Grund der von Beginn an augenzwinkernden Ausgangslage und den beiden gut gelaunten Hauptdarstellern macht ihr “Grude Match” überraschend viel Spaß.

Henry 'Razor' Sharp (Sylvester Stallone) und Billy 'The Kid' McDonnen (Robert de Niro) sind zwei Erzfeinde im Ring. Beide waren große Champions, beide haben nur einmal verloren (jeweils gegeneinander). Doch bevor ein finales Duell die Rivalität entscheiden kann, tritt Henry als Sportler zurück. Knapp 30 Jahre später verbindet die beiden noch immer eine tiefe Feindschaft und nachdem eine Auseinandersetzung zwischen ihnen auf Youtube die Runde macht, wittert Boxpromoter Dante Slate Jr. (Kevin Hart) seine große Chance und will die beiden noch einmal in den Ring schicken…

Zwei vom alten Schlag ist ein geradliniger und simpler Unterhaltungsfilm, der letztendendes überraschend gut funktioniert. Grund ist, dass die Filmemacher scheinbar recht genau einschätzen können was die Leute sehen wollen und ansonsten nicht allzu viel riskieren. Das ist zwar weder innovativ, noch besonders einprägsam, sorgt aber trotzdem für solide Unterhaltung. Lediglich ein kleines Problem könnte sich einschleichen: Denn die Ausrichtung der Erzählung schwankt vielleicht an manchen Stellen etwas zu sehr zwischen oldschool und modernen Elementen, sodass sich manche vielleicht über die fehlende Fokusierung beschweren könnten.

Doch wen das nicht stört, der bekommt genau das, was der Film von Anfang an versprochen hat: Ein herrliches Duell zwischen de Niro und Stallone, wobei das eigentliche Duell im Boxring nur das Sahnehäubchen ist. Denn bereits in den Vorgeplänkeln lassen es die beiden Altstars ordentlich krachen. Sei es bei einem schlagfertigen Promoauftritt bei der modernen Trendsportart MMA, oder auch beim gemeinsamen Fallschirmsprung, wo es schon einmal passieren kann, dass der eine den anderen aus dem Flugzeug wirft. Stallone und de Niro spielen kurz gesagt zwei ewige Kleinkinder, deren größte Freude es ist dem anderen eines auszuwischen.

Aber parallel dazu muss der Film natürlich auch noch die Vorbereitung auf den Kampf schildern. Und die fällt denkbar unterschiedlich aus: Während sich Stallone mit zahlreichen Rocky-Anspielungen und Variationen plagt und dabei von seinem kauzigen Trainer (formidabel verkörpert von Alan Arkin) angestachelt wird, muss sich de Niro mit seinem (bislang unbekannten) Sohn arrangieren und wird von ebendiesem gecoacht. Die daraus entstehende Familienstory, samt Bezug zur Vergangenheit und der Figur von Stallone gehört zwar sicher nicht zu den stärksten Aspekten des Films - aber sie ist auch nicht so deplatziert wie man es normal von einer solchen Ergänzung gewohnt ist.

Was schlussendlich dabei herausgekommen ist, kann man als netten Film von der Stange bezeichnen, der für den Fans der Hauptdarsteller durchaus einen spaßigen Abend garantiert. Blödeleien, eine unterhaltsame Rivalität und eine im Grunde genommen recht klassisch erzählte Geschichte, samt großem Abschlussduell, wird geboten und es gelingt immer wieder auf humorvolle Art und Weise die großen Boxrollen der beiden Hauptdarsteller (Stallone: Rocky, de Niro: Jake LaMotta) in Erinnerung zu rufen und sie humoristisch zu variieren. Man sollte sich zwar keinen herausragenden Film erwarten, aber ein kurzweiliger Spaß für Zwischendurch wird geboten.

Fazit:
Fans der Darsteller, bzw. ihrer Vergangenheit werden mit Sicherheit ihren Spaß haben. Stallone und de Niro spielen mit großer Leidenschaft und mit Augenzwinkern zwei ewige Kindsköpfe, die sich nur zu gerne gegenseitig eins auswischen. Der Film ist zwar sehr formelhaft und konventionell in seiner Konzeption, aber das mindert den Unterhaltungswert nur gering. Allerdings sollte man schon eine gewisse Sympathie für Rocky und Co. mitbringen um mit der Variation der Erzählung seinen Spaß zu haben.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 7.3/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 3
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