Getaway (2013)

OT: Getaway - 90 Minuten - Action / Krimi
Getaway (2013)
Kinostart: 28.11.2013
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 25.04.2014
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Filmkritik zu Getaway

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Der Fluchtwagenfarher - ein faszinierendes Wesen. Zuletzt wurde dem “getaway driver” in Nicolas Winding Refns faszinierendem Crime-Meisterwerk Drive ein Denkmal gesetzt und nun darf auch Regisseur Courtney Solomon seinen Beitrag zum Genre leisten. Aber Ethan Hawke ist nicht Ryan Gosling und Getaway ist nicht Drive, und wer den fatalen Fehler machen sollte sich dieser Tatsache nicht von Anfang an bewusst zu sein, der wird mit Getway wohl eine noch größere Enttäuschung erleben als der Film ohnehin schon von alleine liefert.

Brent Magna (Ethan Hawke), seines Zeichens alternder Rennfahrer, wird auf die schiefe Bahn gezogen: Ein anonymer Anrufer (Jon Voight) teilt ihm mit, dass er seine Frau Leanne (Rebecca Budig) entführt hat und erpresst ihn nun. Brent soll sich einen Shelby GT stehlen und danach die Forderungen des Anrufers erfüllen. Dazu gehören unter anderem das Provozieren von Crashes und Verfolgungsjagden mit der Polizei. Schließlich muss sich Brent auch noch mit der eigentlichen Besitzerin seines Wagens (Selena Gomez) auseinander setzten und es endlich schaffen seine Frau zu befreien…

Die Projektion läuft an und das große Gähnen kann beginnen. Getaway ist ein dermaßen schlaffer und inspirationsloser B-Film am unteren Ende der Nahrungskette, der so unglaublich wenig zu bieten hat, dass man sich schon sehr stark fragen muss wie es dem Studio gelungen ist Ethan Hawke für das Projekt zu gewinnen. Die Karriere des oscarnominierten Darstellers kann in Anbetracht seiner letzten Arbeiten eigentlich noch gar nicht so sehr am Boden liegen, dass es seinen Weg nach Sofia (wo der Film produziert wurde) erklären würde.

Mit dem gleichnamigen Kultfilm von Sam Peckinpah, mit Steve McQueen in der Hauptrolle hat das Actiondebakel zum Glück nichts zu tun, allerdings tröstet dies nur wenig wenn man sich in der konfusen Stahlkarossenschlacht gefangen sieht. Die Prämisse erinnert an genau das, was der Film auch sein möchte: Ein am Reißbrett entworfenes High-Concept Spektakel, das versucht die Zielgruppe ins Kino zu locken. Doch selbst die eingefleischtesten Actionfans, sollten sich den Film, selbst bei stärksten Entzugserscheinungen, lieber sparen.

Grund ist, dass es Courtney Solomon versäumt hat auch nur ein Quäntchen Qualität aus dem Filmsalat zu quetschen. Sein durch unzählige Schnitte zerstückelter Film erzeugt weder Atmosphäre, noch wird es dem Zuseher ermöglicht in die Geschichte abzutauchen. Das unausgegorene Erzähltempo lässt kein Gespür für Pacing erkennen und die recht banale Story alleine wird ohnehin niemanden ins Kino locken. Zwischen Special-Effect-Fingerübungen und Genreversatzsstücken, bleibt also kaum Lebensraum für kreative Einfälle über. Was herausgekommen ist, ist klassisches, ideenlosses Gaga-Kino über das man nicht weiter nachdenken sollte.

Fazit:
Ein desaströses Filmgemetzel. Zwischen tausenden Schnitten, der banalen Geschichte und den ideenlosen Figurenzeichnungen bleibt nicht viel Raum um irgendetwas sehenswertes einzuweben. Von Anfang an sorgt Getaway eigentlich nur für Kopfschütteln und Unverständnis. Wie es gelungen ist dieses eigentlich völlig misslungene Debakel auf die Beine zu stellen erschließt sich nicht so ganz.

Wertung:
2/10 Punkte
Filmering.at
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