Klick

OT: -  107 Minuten - Komödie
Klick
Kinostart: 28.09.2006
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Klick

Von am

Adam Sandler ist mittlerweile auf der ganzen Welt als Garant für durchaus unterhaltsame Filme bekannt. Jeder der sich eine Karte für einen seiner Filme kauft weiß im Grunde genommen was ihn erwartet: Primitivsten Humor der untersten Schublade, ohne irgendwelche Botschaft und vielleicht noch einen Schuß Romantik. Zwar wird ihn diese Art des Filmemachens nie in den Filmolymp hieven, allerdings haben Filme wie Billy Madison, Happy Gilmore, Mr. Deeds oder Waterboy durchaus ihre Berechtigung um einmal für einen Abend abzuschalten und sich nur zu unterhalten. Klick beinhaltet jedoch neben dem klassischen Sandler Humor noch eine, zwar durchaus respektable, aber dennoch maßlos überinszinierte Botschaft. Doch die mit viel Pathos aufgedrückte Aussage des Films wird sicher nicht jedermans Sache sein.

 

Michael Newman (Adam Sandler) ist Architekt und so etwas wie der persönliche Lakai seines Chefs Mr. Ammer (David Hasselhoff). Der Wunsch nach geschäftlichem Erfolg verwandelt Michael in einen Workaholic, der seine Familie des öfteren vernachlässigt. Seine Kinder Ben (Joseph Castanon) und Samantha (Tatum McCann) und seine Frau Donna (Kate Beckinsale) verstehen Michael zwar, wünschen sich allerdings dennoch mehr Aufmerksamkeit von ihm. Um sich sein privates Leben zu erleichtern kauft sich Michael eine Allzweckfernbedienung vom diffusen Verkäufer Morty (Christopher Walken). Doch schon bald entdeckt Michael dass diese Fernbedienung nicht nur für Elektrogeräte, sondern wirklich für alles verwendet werden kann. Doch der anfänglichen Freude über das Überspringen eines Streits mit seiner Frau folgt schon bald die bittere Ernüchterung: Die Fernbedienung merkt sich alle Dinge die Michael einmal übersprungen hat und spult vor sobald dieser wieder eine ähnliche Situation erreicht...

 

Um es kurz zu sagen: In Klick versucht Adam Sandler in gewisser Hinsicht seinen Horizont zu erweitern. Er fügt seinen gewöhnlichen Blödeleien eine Aussage hinzu: Die Familie ist das Wichtigste und man sollte sich nicht durch die Arbeit von seinen Geliebten wegführen lassen. Zwar ist diese Botschaft schon sehr abgenutzt aber dennoch ist es schön dass zumindest versucht wurde dem Film einen gewissen Sinn zu geben. Doch leider wird diese Aussage sehr pathetisch und ohne Feingefühl übermittelt, sodass sie im Endeffekt nur sehr dezent in Erinnerung bleibt. Es stellt sich dadurch nämlich die Frage ob das ungeschickte Implementieren dieser Möchtegernaussage dem Film nicht mehr schadet als sie ihm bringt. Denn durch den schwermütigen Endteil bleiben die Lacher am Schluß mehr oder weniger aus und der Unterhaltungsfaktor wird deutlich zurückgeschraubt. Wirklich ernstzunehmen ist dieser Teil hingegen auch nicht und deshalb ergibt sich im letzten Drittel eine Leerschleife die keinem wirklich etwas bringt.

 

Technisch gesehen kann man an Klick wenig bemängeln. Die Effekte der Fernbedienung wurden wirklich wunderschön umgesetzt und der gesamte Film kann mit einer wirklich überzeugenden Optik aufwarten. Jedoch wird das Aussehen des Film auch nicht in Erinnerung bleiben, da es einfach viel zu gewöhnlich ist. Ohne Ecken und Kanten wird in Klick die klassische Mainstreamoptik eigesetzt, die natürlich nicht negativ bewertet werden kann, da sie einfach zu perfekt ist, allerdings auch nicht positiv zu erwähnen ist, da sie viel zu konventionell dargestellt wird.

 

Die Darsteller tun genau was von ihnen erwartet wird. Adam Sandler ist natürlich auch in Klick kein hervorragender Mime, allerdings besitzt er diesen gewissen naiven Charme, der ihn in allen seinen Filmen rettet und ihn einfach sympathisch wirken lässt. Alle anderen sind nicht besonders erwähnenswert. Zwar spielt Christopher Walken natürlich grundsolide, allerdings erwartet man von ihm auch gar nichts anderes. David Hasselhoff dürfte die akurate Lächerlichkeit seiner Person erkannt haben und sorgt mit seiner primitiven Darstellung durchaus für Lacher. Doch diese dürften eher seinem gescheiterten Selbst, als seiner Leistung gelten.

 

Unterhaltsam ist Klick allemal, mehr sollte man sich aber keinesfalls von dem Film erwarten. Ein durch und durch glattgebügelter Mainstreamfilm, der Adam Sandler Fans wohl gefallen wird. Alle anderen werden ihn sowieso meiden und versäumen im Endeffekt auch nichts wichtiges.

 

Fazit:

Ein Film der sicher für einige Lacher sorgt aber unter Garantie nicht in Erinnerung bleiben wird.

 

Wertung:

5,0/10 Punkte

Filmering.at
Community
Ø Wertung: 5.4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 34
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