Die Möbius-Affäre (2013)

OT: Möbius - 103 Minuten - Drama / Thriller
Die Möbius-Affäre (2013)
Kinostart: 09.08.2013
DVD-Start: 10.10.2013 - Blu-ray-Start: 10.10.2013
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Filmkritik zu Die Möbius-Affäre

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Dreht man einen Papierstreifen um 180 Grad und klebt dann die Enden zusammen, erhält man das sogenannte „Möbius-Band“. Wenn man der Oberfläche mit dem Finger folgt, wird man am Ende auf der anderen Seite landen. Das Phänomen dieses Bandes fasziniert wegen seiner schwierigen Berechenbarkeit nicht nur Mathematiker. Auch der französische Regisseur Éric Rochant ließ sich davon inspirieren. Und es gelingt ihm zweifelsfrei, einen Agententhriller zu servieren, der (wie das Band selbst) Assoziationen wie „unberechenbar“ und „spannend“ evoziert. Er überrascht uns mit frischem Wind in einem Genre, das für gewöhnlich nicht mehr viel Neues ans Tageslicht bringt. Mit Jean Dujardin („The Artist“) und Cécile de France („Hereafter“) an Bord, spinnt er uns (vor wunderbarer Kulisse) ein immer größer werdendes Geheimdienst-Netz auf die Leinwand. Überraschungen fehlen genauso wenig wie eine verhängnisvolle Liebesaffäre. Und schlussendlich ist die Story-Line selbst ein Möbius-Band, das uns an einem anderen Ende aussetzt, als es uns abgeholt hat.

Grégory Lioubov (Jean Dujardin) arbeitet als Spion für den russischen Geheimdienst. Sein Ziel ist es belastendes Material gegen den Oligarchen Ivan Rostovsky (Tim Roth) zu sammeln. Unter dem Deckmantel einer Finanzbehörde Monacos, wirbt Lioubov alias Moise, die attraktive Bankerin Alice (Cécile de France) ab, um als Undercover-Agentin zu agieren. Was er nicht weiß ist, dass sie ursprünglich für den amerikanischen Geheimdienst in Monaco Informationen über Rostovsky ausforschen soll. Als er ihr gegenüber skeptisch wird, nähert er sich Alice und begibt sich auf dünnes Eis. Denn zwischen den zweien entwickelt sich eine leidenschaftliche und intensive Liebesgeschichte, die zwischen den doppelten Spielen der Geheimdienste zum Minenfeld wird...

Im Film geht es einerseits um Blickwinkel und einem Wechselspiel zwischen Gut und Böse, und andererseits um eine unglaublich geschickt eingebaute Liebesgeschichte, die sich von einem kitschigen Ende gleichermaßen entfernt, wie auch nähert. Jean Dujardin spielt seine Rolle ebenso hochkarätig wie Cécile de France, - sie schaffen es beide eine zweite Spannungslinie zu schaffen. Die Beiden transportieren die Affäre zweier Agenten - in mitten einem Strudel aus Täuschung – mit einer Intensität, dass man als Zuseher von dieser Liebe zweifellos überzeugt wird. Eine verbotene Liebe, die voller Lügen und Intrigen steckt, und es doch schafft, bis zum Schluss ihre Unschuld zu bewahren.

Fazit:
So komplex der Film mit seinen Verstrickungen verschiedener Geheimdienste und seiner eingebetteten Liebesgeschichte auch sein mag, - spiegelt der Titel „Die Möbius Affäre“ (orig. „Möbius“), bereits gekonnt die Story-Line wieder. Er offenbart sich als französische Perle im Genre des Agententhrillers, vor allem weil er mit zwei glänzenden Hauptdarstellern besticht. Man muss dem Genre natürlich zugeneigt sein, wer aber Erfrischung nach James Bond sucht, ist gut beraten sich auf die filmische Fahrt über das Möbius-Band einzulassen.

Wertung:
8/10 Punkte
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Liste von sara_van
Erstellt: 19.09.2012