Endstation Krasnokamensk - Ein Heimatbesuch (2012)

OT: Endstation Krasnokamensk - Ein Heimatbesuch - 88 Minuten - Dokumentation / Biographie
Endstation Krasnokamensk - Ein Heimatbesuch (2012)
Kinostart: 02.08.2013
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
Will ich sehen
Liste
19279
Bewerten:

Filmkritik zu Endstation Krasnokamensk - Ein Heimatbesuch

Von am
Krasnokamensk liegt kurz vor der chinesischen Grenze in der sibirischen Steppe. Die Stadt wurde in den späten 1960ern eigens für den Uranabbau erbaut und war lange Zeit auf keiner Landkarte zu finden. 2005 wurden die Medien durch die Inhaftierung des Oligarchen Chordorkowskij auf die Stadt aufmerksam und Krasnokamensk war für kurze Zeit in der Weltpresse. Olga Delane ist in Krasnokamensk geboren und aufgewachsen und verbrachte dort 16 Jahre ihres Lebens und 16 Jahre später kehrt sie wieder in ihre Heimatstadt zurück. Sie will nicht nur erfahren wie die Menschen heute dort Leben und mit der Strahlenbelastung umgehen, sondern macht sich auch auf die Suche nach ihrem Vater.

In Endstation Krasnokamensk. Ein Heimatbesuch. Macht sich Olga Delane zunächst auf die Suche nach ihren Vater, doch während sie mit den verschiedensten Leuten über ihren Vater spricht, bleibt auch das Thema des Uranabbaus und dessen Folgen nicht unangesprochen. Nicht nur weil ihr Vater selbst im Werk gearbeitet hatte, sondern auch weil es für Delane wichtig ist zu wissen, wie die Leute heute darüber denken. Allerdings haben sich die beiden Rechercherinnen das Ganze einfacher Vorgestellt, denn gleich zu Beginn ihrer Nachforschungen werden sie von einem Polizisten auf Anordnung des Bürgermeisters auf Schritt und tritt überwacht.

Anfangs scheint es als wäre für die Stadtbewohner das Strahlenproblem kein Thema und auch als wüssten sie nichts von der Gefahr, mit der sie Leben. Besonders der Bürgermeister will von der Strahlenbelastung nichts wissen und sieht Krasnokamensk als eine schöne saubere Stadt mit guten Lebensbedingungen und redet seine Stadt in Interviews auch dementsprechend schön. Je länger Delane und Kapfer sich jedoch in der Stadt aufhalten und je mehr sie sich mit den Leuten unterhielten, erfahren sie immer mehr über die Skepsis der Bewohner. Es gibt nur wenige alte Leute in der Stadt, viele Sterben sehr früh und die häufigste Todesursache ist Krebs. Allerdings ist es für die meisten Einwohner aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und mangelnder Berufsausbildung nicht so einfach die Stadt zu verlassen. Die Dokumentation lebt vor allem von den Interviews von Olga mit den Einwohnern über ihren Vater, das Leben in der Stadt und den Uranabbau. Besonders schockierend ist dabei, die Unwissenheit der Bevölkerung und die Vertuschung über gesundheitliche Gefährdung in Krasnokamensk seitens der Regierung.

Fazit:
Endstation Krasnokamensk. Ein Heimatbesuch. Ist eine interessante Dokumentation über eine Stadt die eigens für den Uranabbau errichtet wurde und deren Existenz lange verschwiegen wurde.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
10 /10
0%
9 /10
0%
8 /10
0%
7 /10
100%
6 /10
0%
5 /10
0%
4 /10
0%
3 /10
0%
2 /10
0%
1 /10
0%
Vielleicht interessiert dich auch
Keine Empfehlungen gefunden!
Der Film ist in diesen Listen
Keine Listen gefunden!