Gloria (2012)

OT: Gloria - 110 Minuten - Drama
Gloria (2012)
Kinostart: 09.08.2013
DVD-Start: 31.01.2014 - Blu-ray-Start: 31.01.2014
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Filmkritik zu Gloria

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Auf der Berlinale dieses Jahr räumte Sebastián Lelio mit seinem jüngsten Werk GLORIA einen Silbernen Bären für die beste Darstellerin ab. Und auch allgemein wurde der Film auf der Berlinale zum Liebling bei den Kritikern und beim Publikum. Mit der Geschichte über die ins Alter gekommene Gloria, traf der Regisseur ins Schwarze.

Gloria (Paulina García) ist 58 Jahre alt und lebt alleine, seit sie sich von ihrem Mann vor einigen Jahren scheiden ließ. Da ihre Kinder bereits erwachsen sind und ihre eigenen Wege gehen und die Mutter nicht sonderlich beachten, fristet Gloria ihren Alltag in der Arbeit und abends alleine in ihrer Wohnung. Ab und zu geht sie in ein Tanzlokal für Singles und verbringt dort ihren Abend. Als sie dort den Rentner Rodolfo (Sergio Hernández) kennenlernt, glaubt sie, dass sie nochmal von vorne anfangen könnte. Denn aus einem anfänglichen One-Night-Stand entwickelt sich im Laufe der Zeit mehr zwischen den beiden. Rodolfo ist auch seit einem Jahr geschieden. Jedoch steht die Familie den beiden frisch verliebten im Weg. Denn Rodolfo kann sich nicht von seiner Ex-Frau und den beiden Töchtern lösen. Regelmäßig rufen sie ihn an und bitten ihn um, zum Teil unsinnige, Kleinigkeiten.

Diese Sache führt letztlich zum Eklat, als Rodolfo auf der Geburtstagsfeier von Glorias Sohn einfach die Gesellschaft verlässt. Nach dieser bitteren Enttäuschung will Gloria nichts mehr von ihm wissen. Doch sein betteln und flehen wird von ihr erhört und sie starten in ein neues Abenteuer. Doch das geht nicht so gut aus, wie Gloria sich das wünschen würde.

Lelio stellt Gloria, eine taffe und starke Frau, dem Publikum vor. Sie hat schon einige Niederlagen erlebt und hat es auch so nicht einfach im Leben. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen. Sie kämpft für ihre Vorstellungen und entwickelt sich im Film zu einer immer selbstbewussteren Frau. Gloria ist die Hauptfigur im Film und das wird dem Zuschauer deutlich vor Augen geführt. Nichts passiert ohne sie. Sie ist ständig präsent und man kann sich in jeder Situation mit ihr identifizieren. Jedoch muss an feststellen, dass sie eigentlich nur die Nebenrolle spielt. Denn alles was wirklich passiert, passiert den Menschen um sie rum, nicht zwingend ihr. Jedoch wird sie zur Hauptfigur, da der Zuschauer die Geschehnisse aus ihrer Perspektive miterlebt.

Das Publikum bekommt ihr Leben mit und auch ihre Eigenarten. So zum Beispiel das Mitsingen von Liedern während dem Autofahren. Oder auch der Kampf mit der Nachbarskatze ist ein alltägliches Ritual, das man als Zuschauer bereits erwartet. Auch ihren Wandel kann man Schritt für Schritt mit ansehen. Der Film wurde ohne Skrupel gedreht. Besonders bei den Sexszenen mit Rodolfo, wird dem Zuschauer kein Pardon genehmigt. Zwar wird nicht „alles“ gezeigt, doch hatten die Filmemacher keine Scheu vor dem Körper. Besonders die Tatsache, dass nur die beiden, in die Jahre gekommenen Protagonisten, sich nackt zur Schau stellen, ist bemerkenswert. Sie haben keine Skrupel, was dem Publikum umso mehr die Möglichkeit gibt, sich damit zu identifizieren.

Fazit:
GLORIA zeigt eine starke Frau, die nicht aufgibt und trotz Niederlagen immer wieder neu anfängt!

Wertung:
7/10 Punkte
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Erstellt: 18.09.2012