Weekend (2011)

OT: Weekend - 97 Minuten - Drama / Romantik
Weekend (2011)
Kinostart: 26.07.2013
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Weekend

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Liebesfilme gibt es wie Sand am Meer, gerade in Hollywood werden sie am Fließband produziert - doch richtig gute, die tatsächlich im Gedächtnis bleiben sind nur sehr selten: Weekend ist einer davon. Vergleichbar mit Before Sunrise und Before Sunset sind es auch in Weekend lediglich 48 Stunden im Leben zweier Menschen, die wir zu sehen bekommen - ein einziges Wochenende an dem sie sich verlieben.

Russell (Tom Cullen) ist Mitte 20, lebt in Nottingham und arbeitet als Bademeister, seine Freizeit verbringt er mit seinen besten Freunden, die allesamt heterosexuell sind. Als er nach einem der Abende mit seinen Freunden noch in eine Schwulenbar geht, lernt er Glen (Chris New) kennen. Glen ist das Gegenteil von Russell, er redet gern und viel, unter anderem über seine Homosexualität, die er auch zum Politikum macht. Er ist ein junger Künstler, gutaussehend und sein Freundeskreis umfasst viele Lesben und Homosexuelle. Die Beiden verbringen eine Nacht miteinander und am nächsten Morgen holt Glen seinen Kassettenrekorder heraus um Russell für ein Kunstprojekt aufzunehmen: er soll über die gemeinsame Nacht sprechen. Sie beschließen, sich auch am folgenden Tag wiederzusehen und Glen gesteht, dass er noch am selben Wochenende in die USA zieht.

Weekend ist eine bezaubernde aber überraschend unkitischige Liebesgeschichte, die die kleinen Momente hochleben lässt und trotz weniger Entwicklungen in der Geschichte die Zuseher an der Stange hält. Gesten und Gesprächsfetzen - die wenigen Momente die die Beiden miteinander haben - stehen im Zentrum. Dank Andrew Haighs Regiekünsten gelingt es, die Chemie zwischen zwei Menschen auf Leinwand zu bannen. Die Funken springen förmlich von der Leinwand ins Publikum über. Die Kamera bewegt sich nicht zu viel, lange Kameraeinstellungen und Close ups von den Gesichtern der Beiden dominieren.

Nicht zuletzt ist es aber auch den überzeugenden Schauspielleistungen von Tom Cullen und Chris New zu verdanken, dass der Film so ein Juwel geworden ist. Dass die beiden Protagonisten schwul sind, spielt garnicht so eine große Rolle, auch wenn Glen ein überzeugter Homosexueller ist, der hart gegen Diskriminierung vonseiten Heterosexueller auftritt. Vordergründig sind Glen und Russell zwei höchstsensible Figuren, die beide einige Rückschläge im Leben erlebt haben und sich nur zögernd füreinander öffnen- eine Situation mit der sich ein breites Publikum identifizieren kann.

Fazit:
Dank einer fantastischen Regie- und Kameraarbeit und vor allem zwei mehr als überzeugenden Hauptdarstellern gelingt es, ein intensives Wochenende im Leben zweier Menschen, die sich in einander verlieben so darzustellen, dass einem als Zuseher der Atem wegbleibt. Man geht aus dem Kino, als hätte man das Gesehene am eigenen Leib erfahren. Zwar hat der Film mit der Darstellung einer homosexuellen Liebesgeschichte einiges für die Queer Community beigetragen, doch steht nicht die sexuelle Orientierung im Vordergrund, sondern etwas Menschliches, das alle Menschen, egal welcher Nationalität, Religion und sexueller Orientierung sie angehören, gleichermaßen erleben können. Der intensivste und intimste Liebesfilm des Jahres - nicht verpassen!

Wertung:
9/10 Punkte
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 8/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 3
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