Riddick - Überleben ist seine Rache (2013)

OT: Riddick - 119 Minuten - Action / SciFi / Thriller
Riddick - Überleben ist seine Rache (2013)
Kinostart: 19.09.2013
DVD-Start: 14.02.2014 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Riddick - Überleben ist seine Rache

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Die Zeit des großen Klotzens ist vorbei: Nachdem Die Chroniken von Riddick aus einem Budget von 105 Millionen Dollar gerade einmal 115 Millionen wieder eingespielt hat, war das Interesse einen dritten Teil der Saga nachzuschieben gelinde gesagt eher gering. Nur der Leidenschaft von Regisseur und Franchise-Mastermind David Twohy und Hauptdarsteller Vin Diesel, und einer drastischen Reduktion des Budgets auf 38 Millionen Dollar ist es zu verdanken, dass wir heuer in den Genuss des dritten Riddick Films kommen. Und Genuss ist dabei tatsächlich das richtige Wort, denn der Film macht erstaunlich viel richtig und sorgt für einen überraschend kurzweiligen Kinoabend.

Riddick (Vin Diesel) ist nach Jahren des Überflusses als Lord Marshal der Necromonger faul und unvorsichtig geworden. Deshalb gelingt es Vaako (Karl Urban) auch ihn zu überlisten. Schließlich findet sich Riddick auf einem verlassenen Wüstenplaneten wieder, wo er zum Sterben zurückgelassen wurde. Gesellschaft bekommt er nur von wilden Bestien, die ihn töten wollen. Doch diese Behandlung ist genau was der Held braucht, härtet ihn doch die unbarmherzige Natur wieder ab und er ist am besten Weg wieder der alte zu werden. Doch am Horizont braut sich eine noch größere Gefahr zusammen, sodass selbst Riddick gezwungen ist, einen Notruf aus einer verlassenen Station abzusenden. Das dumme ist nur, dass die nun herbeieilenden Kopfgeldjäger vor allem scharf auf Riddicks Kopf sind…

Riddick beginnt unerwartet und schafft es in seinen drei Akten immer wieder geschickt die Erzählperspektive zu verschieben. Der vielleicht eindrucksvollste Aspekt erwartet uns dabei bereits zu Beginn. Die Vorgeschichte wird schnell durchgekaut (man hätte es auch ganz bleiben lassen können) und der Zuseher wird ins Geschehen geworfen: Und dieses Geschehen bedeutet vor allem eines - Überlebenskampf. Gesprochen wird kaum, das Tempo ist hoch und Gefahren lauern an allen Ecken und wenn sich Riddick dann schließlich im Stile eines Weltraum-Neandertalers durchschlägt und beginnt die unwirtliche Natur zu meistern, hat der Film wohl selbst den skeptischsten Zuseher um den Finger gewickelt. Denn eine solche grimmige Konsequenz hätte man kaum noch von der Reihe erwartet.

Auch der Übergang zum zweiten Abschnitt funktioniert noch recht gut, auch wenn sich der Wechsel in der Erzählperspektive zunächst als gewöhnungsbedürftig erweist. Denn plötzlich stehen die Kopfgeldjäger im Mittelpunkt und der unberechenbare Riddick wird zur Bedrohung von außen. Für den Zuseher ergibt das einen spannenden Kontrast, rückt doch der im Survivalbereich des Films klar dominierende Held fast in die Rolle eines Bösewichts. Hier erinnert Riddick mit seinen Onelinern und dem krachenden Kameradschaftselement der Action klar an zahlreiche Genrevertreter und man könnte fast meinen, dass der Film direkt aus den 80ern rausgefallen wäre. Das bietet einen wohltuenden Kontrast zum ansonsten klar effektdominierten Actionkino der letzten Zeit.

Das einzige Problem ist, dass der Film mit seinem letzten Settingwechsel nicht mehr alles so gut macht wie zuvor. Man hat sich klar am Franchisestarter Pitch Black orientiert, auch wenn auffällt, dass die Klasse nicht mehr in dieser Form erreicht wird. Das ist schade, und hinterlässt beim Abspann leider eine etwas schalen Nachgeschmack. Doch davon sollte man sich als Fan von grimmigen SciFi-Actionern der alten Schule (der auch eine Prise B-Movie Charme zu schätzen weiß) nicht abbringen lassen. In den ersten beiden Dritteln macht Riddick nämlich sehr viel richtig und sorgt mit seiner guten Atmosphäre und einem kernigen Vin Diesel in bester Spiellaune für gute Unterhaltung. Besonders der wortkarge Survivaleinstieg in den Film ist wirklich famos gelungen, und rechtfertigt alleine schon den Kinobesuch.

Fazit:
Riddick ist ein gelungener und durchaus unterhaltsamer Film, der besonders durch das von intensiver Survivalatmosphäre geprägte erste Drittel und das kernige zweite Drittel überzeugt. Am Ende sucht man die Konfrontation mit Pitch Black etwas zu sehr und verliert das direkte Duell leider spürbar. Aber nichtsdestotrotz kommen alle Freunde von B-Movie geladener, 80er Jahre durchzogener und ruppig intonierter SciFi-Action hier auf ihre Kosten und könne sich über einen soliden Kinospaß freuen.

Wertung:
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Filmering.at
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