The Necessary Death of Charlie Countryman (2013)

OT: The Necessary Death of Charlie Countryman - 108 Minuten - Action / Komödie / Romantik
The Necessary Death of Charlie Countryman (2013)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu The Necessary Death of Charlie Countryman

Ist es eine kluge Entscheidung im Titel des Films bereits zu verraten, dass der Hauptcharakter sterben wird? Welche Funktion hat dann noch der Cliffhanger, der in der Anfangsszene vorgeführt wird? Muss Charlie Countryman (Shia LaBeouf) doch nicht am Ende sterben? Mit diesen Fragen konfrontiert der Regiedebütant Fredrik Bond, der das Drehbuch von Matt Drake (Projekt X, 2012) in Szene gesetzt hat, seinen Zuseher zu Beginn seines Films The Necessary Death of Charlie Countryman. Dabei verleiht er seinem Zuschauer stets das Gefühl ein Musikvideo oder einen Werbefilm zu sehen. Das ist auch kein Zufall, denn der schwedische Regisseur wurde 2011 in Cannes für seine Arbeit als Werbefilmer mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Dies ebnete ihn den Weg in die Filmindustrie, sodass er Schauspieler wie Shia LaBeouf (Transformers, 2007), Mads Mikkelsen (Die Jagd, 2012) und Rupert Grint (Harry Potter und der Halbblutprinz, 2009) für sein Regiedebüt gewinnen konnte. Bond hat letztendlich den erhaltenen Preis zu ernst genommen und damit einen Film in Szene gesetzt, der das Produkt Liebe vermarkten soll.

Charlie verliert seine Mutter (Melissa Leo), kann sie aber dennoch vor sich sehen. Die verstorbene Frau, beziehungsweise ihr Geist, ist auch der Grund, weshalb Charlie in ein Flugzeug steigt und nach Bukarest fliegt. Dort begegnet er Gabi (Evan Rachel Wood) und verliebt sich Hals über Kopf in die schöne Rumänin. Später erfährt er, dass er sich auf einen gefährlich Weg befindet, denn Gabi hat weiterhin Kontakt mit ihrem Ex Nigel (Mads Mikkelsen) und dieser mag es nicht wenn Gabi von Männern umkreist wird. Charlie schreckt trotzdem nicht zurück und versucht weiterhin das Herz der jungen Frau für sich zu gewinnen, verwickelt sich damit aber immer mehr in ein fatales Netz…

Fredrik Bond hat für sein Regiedebüt viele Ideen auf seiner Liste gehabt. Beim Betrachten seines Films fällt aber auf, dass er diese nicht richtig verknüpfen konnte. Deswegen ist kein roter Faden entstanden. Beispielsweise spielt Bond im Film auf verschiedene Kultfilme wie The Sixth Sense (1999) an, lässt den Zuschauer aber nicht den Grund dafür erkennen. Hier kann die Idee angeknüpft werden, welche es ermöglicht, dass Charlie tote Menschen sieht. Vor allem weil dieser Ansatz zu Beginn eingeführt wird und später dann lieblos fallen gelassen wird. Auch der Erzähler des Films bleibt unbekannt. Seine Funktion ist es am Ende dem Zuseher die Moral von der Geschichte unter die Nase zu reiben.

Ferner werden Nebenplots nicht zu Ende erzählt. Das Verbleiben zweier Charaktere kann sich der Zuschauer damit selbst ausdenken. Allgemein legen Bond und der Drehbuchautor Drake keinen großen Wert auf ihre Nebenfiguren. Diese erhalten nämlich ohne bedenken den Stempel „Klischees“. Dabei hat es besonders die Charaktere Nigel und Darko erwischt, die von Mads Mikkelsen und Til Schweiger (Schutzengel, 2012) gespielt werden. Mads Mikkelsen erneut als Bösewicht zu sehen ist nichts Neues und nach diesem klischeehaften Auftritt sollte diese Rolle für den Darsteller ein für allemal ausgebrannt sein. Darüber hinaus hat man bei Til Schweiger das Gefühl, dass er einfach jedes Rollenangebot annimmt, welches ihm aus dem Ausland zugeschickt wird. Allein Rupert Grint überzeugt in seiner Rolle als guter Freund von Charlie und hinterlässt demnach einen sympathischen Eindruck.

Auch Shia LaBeouf gelingt es den verliebten und entschlossenen Charlie glaubhaft zu porträtieren. Aufgrund dessen kann man sich mit dem Titelhelden identifizieren und im Hinblick auf die Liebesgeschichte mitfiebern. Positiv fällt auch das Zusammenspiel zwischen LaBeouf und Evan Rachel Wood (The Wrestler, 2008) auf, sodass letztendlich über einige Drehbuchschwächen hinweggesehen werden kann. Fredrik Bond ermöglicht dies, indem er Bild und Ton in Einklang bringt. Zum Beispiel untermalt er Actionszenen und Glücksmomente mit elektronischer Musik und verleiht dem Film infolgedessen einen Schuss Popkultur. Im Zuge dieser Inszenierung erhalten diese Szenen einen werbefilmartigen Charakter. Die Liebe hat darüber hinaus nicht nur ihre positive Seite und demnach kann das Verhalten einer Figur am Ende nicht nachvollzogen werden. Aus diesem Grund entsteht auch hier ein negativer Beigeschmack beim Rezipienten.

Fazit:
Das Regiedebüt von Fredrik Bond ist ein Werbefilm über die Liebe in Spielfilmlänge. Sinn und Zweck des Films ist es ohne Rücksicht auf Verluste das Produkt Liebe zu vermarkten. Daraus lässt sich schließen, dass viele Ansätze nur Mittel zum Zweck sind und somit in den Startlöchern stecken bleiben. Dadurch entsteht auf inszenatorischer und erzählerischer Ebene kein roter Faden. Es bilden sich lediglich einzelne Stränge, die nur isoliert betrachtet funktionieren. Im Endeffekt gelingt es Bond mithilfe seiner Hauptdarsteller Shia LaBeouf und Evan Rachel Wood die Lovestory zum Rollen zu bringen und somit einige kurzweilige Momente zu kreieren. Allerdings reicht dies nur für eine durchschnittliche Bewertung aus.

Wertung:
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