Planes (2013)

OT: Planes - 91 Minuten - Animation / Familie
Planes (2013)
Kinostart: 29.08.2013
DVD-Start: 09.01.2014 - Blu-ray-Start: 09.01.2014
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Filmkritik zu Planes

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Aus der fabelhaften Pixar-Animationswelt sind schon viele Meisterwerke hervorgegangen. Filme wie „Oben“, „Findet Nemo“ oder „Ratatouille“ gelten nicht mehr nur als reine Familienunterhaltung, sondern sind durch ihren gefühlvollen Tiefgang höchst anerkannte Werke, über die man wohl auch noch in ferner Zukunft lachen und weinen kann. Aber da wo viel Licht ist, muss es auch Schatten geben. Diese, zugegebenermaßen dünn besiedelte Schattenseite, wird vor allem von zwei Filmen geprägt: „Cars“ und die Fortsetzung „Cars 2“. Zwar sind auch diese beiden Filme wirtschaftlich als Erfolg zu werten, jedoch können sie in keinster Weise an die emotionale Stärke vorheriger Filme anschließen. Bei „Planes“ schlägt Disney, ganz ohne die Hilfe vom kleinen Bruder Pixar, nun genau in gleiche „Lighning McQueen“-Kerbe und versucht, in der Welt von „Cars“ Höhenluft zu gewinnen.

Dusty ist ein Sprühflugzeug, der jeden Tag damit beschäftigt ist, über riesige Felder seinen Dünger zu verstreuen. Trotz seiner Höhenangst ist es sein größter Wunsch Rennen zu fliegen und am prestigeträchtigen „Wings around the Globe“ teilzunehmen. Um sich diesen Traum zu erfüllen, fragt er beim erfahrenen und am Anfang etwas mürrisch wirkenden Marine-Veteran Skipper an, ob dieser ihn trainieren könnte. Zwar wird Dusty von der Konkurrenz belächelt und nicht ernst genommen, doch dank seiner Freunde, seines Teams und seinem enormen Willen, setzt er seinen Weg unbeirrt fort.

„Planes“ wurde von den DisneyToon Studios gedreht und da diese in der Regel nur Filme produzieren, die ausschließlich für eine DVD/BluRay-Veröffentlichung angedacht sind (meist lieblose Fortsetzungen von erfolgreichen Filmen wie „Bambi“, „Mulan“ oder „Arielle“), war es  doch etwas überraschend, als bekannt wurde, dass der Film einen weltweiten Kinostart erhält. Zumal „Planes“ ein kompletter und leider weitaus weniger kreativer Abklatsch zu „Cars“ ist. Dramaturgie und Charaktere kennt man bereits und wirken nicht nur abgenutzt sondern auch banal. Man ist nicht gewillt zu sagen, dass es ein schlechter Film ist. Jedoch strapaziert man mit der Einfallslosigkeit der Macher die Nerven derer, die nicht nur wissen wie „Originalität“ geschrieben wird, sondern unter diesem Begriff auch etwas verstehen.

Eine positive Erwähnung sei jedoch erlaubt: der Soundtrack von Mark Mancina (u.a. „Speed“ & „Training Day“) geht nicht nur sofort ins Ohr, sondern weiß darüber hinaus auch sehr zu gefallen. Das eindringliche und sehr heroische Hauptthema begleitet durch den kompletten Film und wirkt wie ein sehr angenehmer Nebeneffekt. Der Komponist Mancina vermag es die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wodurch man die schwächelnden Dialoge gekonnt und ruhigen Gewissens ausblenden kann.

Fazit:
Nachdem die Produktionskosten, im Vergleich zu anderen Disney Filmen, sehr gering gehalten wurden, was im Nachhinein betrachtet sich sogar als sehr schlüssig herausstellen sollte, dürfte zumindest der finanzielle (Teil)Erfolg außer Frage stehen. Ob es jedoch wirklich im Sinne Disneys ist, bereits bekannte Konzepte immer und immer wieder in die Kinos zu bringen, sei fraglich dahingestellt. Auch wenn die Zielgruppe in diesem Fall evtl. ein Nachsehen mit den Machern hat, so darf man gespannt sein, wie sich das für die bereits 2014 angekündigte Fortsetzung auswirken könnte.

Wertung:
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