Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr (2013)

OT: Olympus Has Fallen - 120 Minuten - Action / Thriller
Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr (2013)
Kinostart: 14.06.2013
DVD-Start: 15.11.2013 - Blu-ray-Start: 22.11.2013
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Filmkritik zu Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr

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Wenn man Antoine Fuquas bisherige Regiearbeiten betrachtet (Tränen der Sonne, King Arthur, Shooter) kann man auf folgendes schließen: Er bevorzugt die kantigen charmanten Action Heros wie es eben Clive Owen, Bruce Willis und Mark Wahlberg sind. Der Unterhaltungswert des Filmes steht im Vordergrund, für tiefgehende Figurenzeichnung gibt es in seinen Filmen nur wenig Platz. Dies ändert sich auch nicht bei seinen neuen Werk, den Terroristen-Actioner „Olympus has Fallen“. Ganz im Gegenteil, er legt sogar noch eine Schippe drauf und überschüttet den Film mit Klischees, geballter Action und (besonders schmerzvoll) mit einen hohen Grad Patriotismus.

Ein Tag wie jeder andere in Washington D.C. Tausende Touristen drängen sich wie immer auf der Pennsylvania Avenue vor dem Weißen Haus. Sie wissen nicht, dass gleich die Hölle losbrechen wird: Ein bestens vorbereitetes und bis an die Zähne bewaffnetes Kommando nordkoreanischer Extremisten beginnt bei helllichtem Tag mit der Stürmung des Amtssitzes des amerikanischen Präsidenten Asher (Aaron Eckhart), nehmen den mächtigsten Mann der Welt und seine Berater in seinem Bunker als Geisel. Der Plan ist perfekt ausgeklügelt und wird kaltblütig umgesetzt. Nur mit einem haben die Terroristen nicht gerechnet: Der in Ungnade gefallene Secret-Service-Agent Mike Banning (Gerard Butler) versieht unerwartet seinen Dienst im Weißen Haus. Und er ist nicht bereit, die Waffen zu strecken, ohne den Angreifern die Hölle so richtig heiß zu machen

Bei „Shooter“ etwa, nahm sich der afroamerikanische Regisseur noch ein wenig Zeit für die Figurenentwicklung. So brachte er uns vor allem in der ersten Hälfe des Filmes den Scharfschützen Bob, gespielt von Mark Wahlberg, näher und lies das Publikum die Chance sich mit der Titelfigur vertraut zu machen. Zwar ließ er es dann in der 2. Hälfte bezüglich (auch ab und zu übertriebener) Action auch ordentlich krachen, aber alles wurde noch in Grenzen gehalten. Bei „Olympus has fallen“ lässt er die Grenzen aber mal ganz weg und es darf drauf los geballert werden was das Zeug hält. So wirkt der Angriff der „bösen“ Koreaner zwar durchaus spektakulär, aber fühlt man sich aufgrund der unglaublich hohen „Ballerintensität“ und der fast noch höheren Sterberate eher wie in einem Computer-Shooter-Spiel als in der Realität.

Auch wenn sich dann Gerard Butler in „Stirb langsam“ Manier alleine durchs Weiße Haus fightet, hat man nicht wirklich das Gefühl etwas Authentisches zu beobachten. Zu überlegen ist Butler seinen Gegnern, so dass man nie das Gefühl bekommt, ihm könne etwas zustoßen oder er gerät in eine aussichtslose Situation. Gerard Butlers physischer Präsenz und seinen natürlichen Charme ist es aber zu verdanken, dass der Unterhaltungswert trotzdem nicht völlig ausbleibt.

Was aber am meisten am Nervenkostüm der Zuseher saugt, ist die geballte Ladung an amerikanischen Patriotismus die dem Film angeheftet wird. Der große Feind, die Nordkoreaner, bekommen hier deutlich ihr Fett ab. Der junge amerikanische Präsident, ist ein  Held wie er im Buche steht. Dazu der besorgte Regierungsstab, allen voran mit Morgan Freeman als mitfühlender und kompetenter „Aushilfepräsident“. Hier wird wirklich kein Klischee ausgelassen und am Ende weht die amerikanische Flagge über die Kinoleinwand.

Fazit:
Vergleicht man „Olympus has Fallen“ mit „Stirb langsam (1-4)“ so versagt dieser fast auf allen Linien. Die Action erinnert zu Beginn an ein Action-Shooter-Game und ist dann im Laufe des Filmes eher unspektakulär. Auch das Spannungslevel und der Unterhaltungswert kann zu keiner Zeit mit „Stirb langsam“ mithalten. Zudem wird an Klischees und Patriotismus nicht gespart. Einzig Gerard Butler macht seine Sache gut und sorgt für einen gewissen Unterhaltungswert. Hirn aus und anschauen oder noch besser: Einfach nicht anschauen.

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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