Die Eiskönigin - Völlig unverfroren (2013)

OT: Frozen - 108 Minuten - Animation / Abenteuer / Komödie / Familie / Fantasy / Musical
Die Eiskönigin - Völlig unverfroren (2013)
Kinostart: 28.11.2013
DVD-Start: 03.04.2014 - Blu-ray-Start: 03.04.2014
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Filmkritik zu Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

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Mit Walt Disney verbinden die meisten höchstwahrscheinlich immer noch den klassischen Zeichentrickfilm. Auch Disney selbst scheint das erkannt zu haben und besann sich im Jahr 2009 wieder der eigenen Wurzeln. Mit Küss den Frosch, kam wieder die gute alte Zeichentricktechnik auf die Kinoleinwand und erntete große Zustimmung. Aber schon im darauffolgenden Jahr kehrte Disney mit Rapunzel – Neu verföhnt – dem 50. Animationsfilm der Walt Disney Studios - nur allzu eifrig zur CGI-Technik zurück. Auch Die Eiskönigin- Völlig unverfroren setzt die Folge weiter fort – und diesmal sogar in 3D.

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren erzählt die Geschichte der beiden Königstöchter Elsa und Anna. Als Elsa das Königreich Arendelle durch ihre außergewöhnliche Gabe in ewigem Schnee und Eis gefangen hält, macht sich die tatkräftige Anna mit dem schroffen Naturburschen Kristoff und dessen treuem Rentier Sven auf eine abenteuerliche Reise. Gemeinsam wollen sie Elsa finden und sie dazu bringen den Sommer wieder einkehren zu lassen. Bei ihrer Mission begegnen sie jedoch nicht nur Gefahren und Turbulenzen, sondern auch recht eigenwilligen und sympathischen Wegbegleitern.

Die Macher haben sich nicht nur technisch am Vorgänger orientiert, auch insgesamt tauchen immer wieder Parallelen zu anderen Animationsfilmen vor dem geistigen Auge auf. Vor allem die Figuren erinnern in ihrer Ähnlichkeit stark an denen aus Rapunzel – Neu verföhnt. Sogar das Pferd, das sich für einen Hund hält, kommt wieder vor (mit dem einen Unterschied, dass es sich diesmal um ein Rentier handelt). Wie schon in Merida, ist auch die Landschaft selbst von großer Bedeutung, denn sie bietet die Grundlage und den Raum in dem die Figuren entstehen und sich bewegen. Schneebedeckte Berge, vereiste Fjorde, ein winterliches Postkartenidyll nach norwegischem Vorbild. Hier zeigen die Macher, was sie wirklich können, denn in der Gestaltung von Schnee und Eis wurde die Messlatte wieder ein Stück nach oben versetzt. Die Landschaft ist nicht nur integrativer Bestandteil der Geschichte, sondern auch zum heimlichen Hauptdarsteller avanciert.

Ein immer häufiger werdendes Merkmal sind vor allem die charakterfesten Frauenfiguren. Sowohl Anna als auch Elsa sind zwei starke Persönlichkeiten, die im Geschichtsverlauf mehr und mehr zu ihrem wahren Selbst finden. Die Wandlung der beiden, wird besonders durch kraftvolle Songs ausgedrückt. Annas Song „Zum ersten Mal“ und Elsas Song „Lass jetzt los“ markieren wichtige Wendepunkte und bringen das auf den Punkt, was in 30 Filmminuten nur schwer zu schaffen wäre. Wie alle anderen Titel der Songliste, kommunizieren sie punktgenau die Gefühle des ganzen Filmes. Beeindruckend ist vor allem auch der Verzicht auf den obligatorischen Traumprinzen, der sich als Retter und Erlöser erweist. Dieser Umstand bezeichnet besonders die Selbstbestimmtheit von Prinzessin Anna, bewahrt den Zuseher aber auch vor dem sonst so klischeebehafteten Disney-Ende. Übrig bleiben jedoch die Fragen, wie Elsa überhaupt zu ihrer außergewöhnlichen Fähigkeit kommt und wieso Annas Erkennungsmelodie ausgerechnet traditionelle afrikanische Klänge sind?

Was wäre aber der beste Animationsfilm ohne die legendären Sidekicks? Die liebenswerten Nebenfiguren, die die Geschichten ungemein bereichern und gewöhnlich die meisten Lacher auf ihrer Seite haben. In Die Eiskönigin – Völlig unverfroren wäre das eindeutig Schneemann Olaf. Immerhin nimmt der Animationsfilm erst richtig Fahrt auf, als dieser auf der Bildfläche auftaucht und sich Anna und Kristoffs Rettungsmission anschließt. Olafs kindliche Aufgeschlossenheit und seine Neigung, in allen möglichen Situationen einen oder mehrere Körperteile zu verlieren, führt immer wieder zu irrwitzigen Momenten. Zweifelsohne ist er die originellste und witzigste Figur und wird auch am längsten im Gedächtnis der Kinobesucher hängen bleiben.

Fazit:
Die Eiskönigin – Völlig unverfroren ist ein charmantes Wintermärchen mit herzerwärmender Geschichte. Der Film ist eine gelungene Mischung aus altbewährten Disney Zutaten wie Gefühl, Witz und liebenswerte Charaktere und neuen Elementen. So gibt es weder den obligatorischen Traumprinzen, noch den ultimativen Bösewicht. Nicht der Sieg über das Böse steht im Mittelpunkt, sondern die Überwindung von Angst und unerschütterliche Schwesternliebe. Dadurch ist eine frische, unkonventionelle Erzählung gelungen. Die gewohnt liebenswerten Figuren und kraftvollen Musicalnummern runden das Ganze ab. Dass der Film etwa erst ab der Hälfte so richtig Fahrt aufnimmt und kleinere inhaltliche Frage offen bleiben, sei ihm verziehen, da er sonst alle Erwartungen zur Genüge erfüllt. Für die Adventzeit immer noch eine warme Empfehlung für Jung und Alt.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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