Percy Jackson 2: Im Bann des Zyklopen (2013)

OT: Percy Jackson: Sea of Monsters - 106 Minuten - Action / Abenteuer / Drama / Familie / Fantasy
Percy Jackson 2: Im Bann des Zyklopen (2013)
Kinostart: 15.08.2013
DVD-Start: 12.12.2013 - Blu-ray-Start: 12.12.2013
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Filmkritik zu Percy Jackson 2: Im Bann des Zyklopen

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Schon der erste Teil hatte nicht gerade ein gutes Standing bei vielen (Kritiker, wie Publikum): Und ja, Percy Jackson war sicher keine Sternstunde des Genres, aber Chris Columbus (Harry Potter 1+2) ist es zumindestens gelungen die Stärken der Reihe zu betonen und für einen unterhaltsamen Kinoabend zu sorgen. Nun folgt allerdings der zweite Teil und am Regiestuhl sitzt nicht länger Chris Columbus, sondern der mit einem weit weniger beeindruckendem Oeuvre ausgestattete Thor Freudenthal. Und eben dieser Regisseur lässt leider jedes Gespür für ein großes Abenteuer für Jugendliche vermissen und inszeniert stattdessen einen völlig lieblosen und auch tendenziell sehr langweiligen Rohrkrepierer, der leider kaum überzeugt.

Percy Jackson (Logan Lerman) leidet an einer Sinnkrise: Er hat noch immer kein zweites Abenteuer erlebt und spielt hinter Clarisse (Leven Rambin) nur die zweite Geige im Camp. Als dann auch noch sein Halbbruder, Tyson (Douglas Smith), ein Zyklop, auftaucht, beginnt er völlig an sich zu zweifeln. Erst durch den neuerlichen Auftritt seines Gegenspielers Luke (Jake Abel) und einer Prophezeihung, die ihm vorhersagt den Olymp enteweder zu retten, oder zu vernichten, wird er wieder aus seiner Lethargie gerissen. Denn Luke ist es gelungen die magische Barriere rund um das Halbgottcamp zu schwächen, sodass ein Team losgeschickt werden muss um das Goldene Vlies zu finden, dass sie alle retten kann...

Der Vergleich mit der Harry Potter Saga ist wohl unvermeidlich: Die Percy Jackson Reihe hat sich ganz offensichtlich bei zahlreichen Motiven und Erzählkniffen beim großen Vorbild bedient, reichert dies alles mit Versatzstücken aus der griechischen Mythologie an und generiert daraus eine eigene Geschichte. Doch eben jener Vergleich tut der Reihe leider auch alles andere als gut, denn Harry Potter steht qualitativ doch ein paar Ebenen über Percy Jackson. Chris Columbus ist es zumindestens noch gelungen über diese Tatsache hinwegzutrösten und ein recht launiges Abenteuer zu formen, aber unter der Regie von Thor Freudenthal gelingt dieses Unterfangen leider nicht mehr.

Und das wird auch bereits recht bald klar. Bereits die ersten Szenen des Films, innerhalb eines Ausbildungswettkampfes und der anschließende Überfall eines feuerspeienden Bullens, zeigen eines deutlich: Freudenthal hat keinerlei Gespür für die Dynamik eines filmischen Kampfes. Das Pacing ist desaströs und der Versuch Bedrohung zu erzeugen versinkt dank peinlicher Oneliner und einem nicht existenten, räumlichen Verständnis eher in unfreiwilliger Komik. Aber auch auf Charakterebene, kann er das Ruder nicht herumreißen, erinnern doch die Figuren eher wie Laien aus einem Kinder-TV-Programm, als an Kinohelden - vom Gegenspieler, der direkt aus einer Soap-Opera zu stammen scheint, gar nicht erst zu reden.

Da auch Versuch für Humor zu sorgen, auf peinlichste Art und Weise scheitert, und abgesehen vom routinierten Nathan Fillion, der mit einem amüsanten Kurz-Auftritt für launige Abwechslung sorgt, kann leider kaum ein Schauspieler überzeugen - was angesichts der Tatsache, dass selbst der abgebrühte Stanley Tucci dilletantisch erscheint, eher dem Regisseur angekreidet werden muss. Hinzu kommt, dass es nie gelingt ein Gefühlt für die Größe oder Tragweite des Abenteuers zu erzeugen. Man beruft sich zwar auf legendäre Elemente der griechischen Mythologie, kann mit diesen aber rein gar nichts anfangen, sodass man diesen eher enttäuschenden Versuch wirklich nur für ein recht junges Publikum empfehlen kann (auch wenn dieses mit Harry Potter sicher mehr Freude haben dürfte).

Fazit:
Percy Jackson geht in die zweite Runde, aber in Abwesenheit von Regisseur Chris Columbus, ist leider ein noch enttäuschenderer Film dabei herausgekommen, als der erste schon für viele war. Das Pacing ist katastrophal, die Darsteller schwach, die Atmosphäre mangelhaft und der Humor lässt stark zu wünschen übrig. Es funktioniert hier leider kaum etwas und man muss schon sehr gutmütig sein um nicht von einem misslungenen Harry Potter Rip-off zu sprechen. Empfehlen kann man den Film nur für ein wirklich junges Publikum.

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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Liste von fette_sau
Erstellt: 13.08.2013