Mademoiselle Populaire (2012)

OT: Populaire - 111 Minuten - Komödie
Mademoiselle Populaire (2012)
Kinostart: 19.04.2013
DVD-Start: 05.09.2013 - Blu-ray-Start: 05.09.2013
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Filmkritik zu Mademoiselle Populaire

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Régis Roinsard bringt uns mit seiner Komödie „Mademoiselle Populaire“ die 60iger Jahre zurück auf die Leinwand und schafft es damit, sich so von der Masse positiv und erfrischend abzuheben.

Die hübsche Rose (Déborah Francois) weigert sich dem Wunsch ihres Vaters nachzugeben, sich zu verloben und Hausmütterchen zu werden. Stattdessen will sie den Traum vieler Frauen der damaligen Zeit leben, und Sekretärin eines großen Geschäftsmannes werden. So bewirbt sie sich bei Louis Échard (Romain Duris) und verlässt ihr kleines Dorf um Karriere zu machen. Ihre Qualifikationen für den Job halten sich aber eher in Grenzen, bis auf die eine Sache, die sie wirklich gut beherrscht: das Maschineschreiben. Eine Tatsache, die auch Chef Louis schnell erkennt und sie tatsächlich einstellt. Allerdings will er es keineswegs dabei belassen Roses Talent in seinem Büro versauern zu lassen, sondern meldet sie kurzerhand zu einem Schnellschreibwettbewerb an. Und er erkennt: nach oben gibt es für sie wohl keine Grenzen. Vom Ehrgeiz gepackt, -  das Mädchen an die Spitze zu bringen, ignoriert er ihre Gefühle zu ihm, bis sie sich schließlich nicht mehr sicher ist, ob Louis auch an ihr – oder nur an ihrem Erfolg interessiert ist.

Mit Romain Duris und Déborah Francois hat sich Regisseur Roinsard nicht nur zwei hervorragende Schauspieler an Bord geholt, sondern regelrechte „Originale“, denn besser hätte man den Flair der 60er Jahre nicht mehr transportieren können. Eine liebenswert inszenierte Zeitreise, die uns in eine „heil“ wirkende Welt entführt, die frei von Smartphones und Computer einen Huldigungsruf an die Errungenschaft der Schreibmaschine darstellt. Charmante und originelle Pointen setzten die Thematik des Geschlechterkampfes in ein harmlos flackerndes Licht und treffen ins Herz. So fällt es gar nicht erst ins Gewicht, dass der Story gegen Ende des Films langsam die Luft ausgeht, da es einem eigentlich schon genügt, sich vom Retro-Look verzaubern zu lassen.

Fazit:
Wer im Stress unseres heutigen Alltags unterzugehen droht, wird sich freuen mit Rose und Louis für eine kurze Zeit in die 60er Jahre abtauchen zu können, um die Erinnerungen an die gute, alte Schreibmaschine noch einmal hochleben zu lassen. Alleine wegen Roinsards Bemühen, uns eine Komödie in Form von nostalgischer Liebenswürdigkeit auf die Leinwand zu zaubern, darf man sich schon auf zukünftige Filme von ihm freuen.

Wertung:
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Liste von Hriss Zagoudis
Erstellt: 06.09.2012