Snitch - Ein riskanter Deal (2013)

OT: Snitch - 112 Minuten - Action / Drama / Thriller
Snitch - Ein riskanter Deal (2013)
Kinostart: 07.06.2013
DVD-Start: 10.10.2013 - Blu-ray-Start: 10.10.2013
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Filmkritik zu Snitch - Ein riskanter Deal

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Wer sich von Ric Roman Waugh in der Regie ein Actionhighlight wünscht, wird mit „Snitch“ nur bedingt zufrieden gestellt. Zwar hat man Dwayne Johnson und Jon Bernthal ("The Walking Dead") an Bord, dennoch ist der Film wie ein Flugzeug auf einer endlosen Landebahn, das einfach nicht abhebt.

John Matthews (Johnson) Sohn Jason (Rafi Gavron) bekommt von einem vermeintlichen Freund ein Drogenpaket zugestellt, und unglücklicherweise die Polizei gleich mitgeliefert. Trotz seines schneeweißen Strafregisters stehen dem Jungen nun 10 Jahre Haft bevor. Der Gerichtsbeschluss scheint unumgänglich, bis sich John mit der Staatsanwältin Joanne Keeghan (Susan Sarandon) arrangieren kann. Sie verspricht sich für Jason einzusetzen, wenn ihr dafür jemand anderes, (wenn möglich Größeres) aus der Drogenszene geliefert werden kann. Daraufhin lässt sich John von seinem Angestellten Daniel (Bernthal), welcher Kontakte in der Szene hat, als Kurier einschleusen, und riskiert für seinen Sohn Kopf und Kragen. Das Ende ist absehbar. Durch Johns aufopfernden Einsatz, gelingt ein großer Schlag gegen die Drogenmafia und die karriereorientierte Staatsanwältin, hält ihr Versprechen ein.

Snitch ist ein Film, der sich einfach nicht entscheiden kann, was er nun darstellen will. Er basiert auf wahrer Begebenheit, was die Thematik und Kritik am amerikanischen Rechtssystem unterstreicht. Dabei wird viel mit doppelseitiger Moral jongliert, auch wenn es darum geht, wie weit der Vater für den Sohn geht. Denn, welche anderen Familien er damit in den Ruin treibt, ist für ihn völlig zweitrangig. Seine Entscheidungen trifft er hauptsächlich aus der Emotion heraus, was zumindest den Charakter der Figur etwas interessant macht. Die diskutierbare Ungerechtigkeit des amerikanischen Rechtssystems, - bei dem ein Unschuldiger „zum Handkuss“ kommt, wird ja in vielen Filmen thematisiert.

Meistens dreht sich die Message allerdings um die Todesstrafe, was (als Film verpackt) im Endeffekt deutlich gewichtiger wirkt. Um die Botschaft und Kritik in Snitch hervorzuheben, hätte man das Ganze anders verpacken müssen. Mit der Intensität wie die Kritik in Filmen wie „Dead Man Walking“ oder „Das Leben des David Gale“ zu Tage kommt, kann man hier nicht trumpfen. Somit gibt die Idee dahinter zwar ein wenig Würze, - die Suppe rettet sie aber nicht. Als pures Action-Spektakel geht der Film ebenso wenig durch. Er ist zwar auf jeden Fall zügig, doch immer wieder durch die Story gebremst, welche nun nicht gerade mit Überraschungs- und Wendepunkten glänzt. Es wäre sicher vorteilhaft gewesen, sich hier nur auf einen Schwerpunkt zu konzentrieren.

Fazit:
Wenn man mit einem Film auf wahre Missstände hindeuten möchte, ihn aber mit unglaubwürdiger Action verpackt, ist das Projekt zum Scheitern verurteilt. Weder kann man hier von einem Actionhighlight sprechen, noch von einem inhaltlich bereichernden Film. Glücklicherweise ist trotz allem etwas Geschwindigkeit im Spiel, was zumindest die Gefahr der Langeweile im Kinosaal eindämmt. Und nur hierfür gibt es Punkte. Hätte man mehr raus holen können? Ja.

Wertung:
5/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 8
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