Oblivion (2013)

OT: Oblivion - 126 Minuten - Action / Abenteuer / SciFi / Thriller
Oblivion (2013)
Kinostart: 12.04.2013
DVD-Start: 30.08.2013 - Blu-ray-Start: 30.08.2013
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Filmkritik zu Oblivion

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Nach Tron – Legacy wagt sich Regisseur Joseph Kosinski an das Projekt, seine Graphic Novel „Oblivion“ auf die Leinwand zu bringen. Doch wie bereits beim filmischen Vorgänger zeichnen sich auch hier Mängel ab, die sich nicht einfach in ein Schwarzes Loch werfen lassen.

In nicht allzu ferner Zukunft  blüht unserer Erde ein Alien Angriff mit fatalen Folgen. Die fremde Lebensart zerstört unseren Mond und stürzt die Erde in die absolute Zerstörung. Obwohl die Menschheit den Krieg schlussendlich gewonnen hat, ist der Planet nicht mehr bewohnbar, und die Überlebenden mussten in eine Raumstation über den Wolken evakuiert werden. Ein paar Wenige sind zurückgeblieben, um von Stützpunkten aus wichtige Ressourcen zu sammeln und die Drohnen zu überwachen, welche dazu konzipiert wurden, die letzten Aliens in den Trümmern zu vernichten. Jack Harper (Tom Cruise) ist zusammen mit Victoria (Andrea Riseborough) auf der Erde stationiert und täglich unterwegs um Drohnen zu reparieren. Während Victoria bereits dem langersehnten Ende ihrer Mission entgegenfiebert, kämpft Jack mit eigenartigen Erinnerungsfetzten die er nicht zuordnen kann. Als er dann einen Absturz beobachtet, und auf die Überlebende Julia (Olga Kurylenko) trifft, überkommt ihm das eigenartige Gefühl, weniger zu wissen, als er bisher dachte. Und als folglich auch noch Malcom Beech (Morgan Freeman) auf unerwartete Art und Weise in sein Leben tritt, ist er langsam auf dem Weg, einem dunklen Geheimnis aufzuspüren, welches seine komplette Existenz ins Wanken bringt.

Mit Tom Cruise hat Kosinski regelrecht seine Traumbesetzung gefunden. Die Rolle steht ihm wunderbar und harmoniert nicht nur perfekt mit Ex-Bond Girl Olga Kurylenko sondern zeigt ihm erstmals zusammen mit Morgan Freeman auf der Leinwand. Doch erstklassige Besetzung garantiert noch keinen Topfilm.

Die Story zeichnet sich zwar durch ihre gut situierten Plotpoints aus, scheitert aber kläglich am Ende. Man wird wohl den einen oder anderen Science-Fiction Film vor Augen haben, wenn man die Aufklärung präsentiert bekommt. Das wird dann auch noch von einem erzwungenen Happy-End an die Spitze getrieben. Eine Tatsache, die absolut bedauernswert ist, bei einem Film, der visuell und in seiner Diegese wirklich vielversprechend scheint. Kosinski ist ein großartiger Erschaffer neuer, spannender Welten und hat kein Problem damit, seine Vorstellungen bestmöglich umzusetzen. Alleine das Design, welches in Oblivion geboten wird, macht den Film zu einem regelrechten Augenschmaus. Inmitten der Trümmer einer zerstörten Welt, lässt der Regisseur die Schönheit unserer Erde hochleben. Und es sei hier groß angemerkt, dass er dabei auf 3D verzichtet und solide zeigt, was man auch ohne diesem neuen Laster unserer Zeit, auf der Leinwand verwirklichen kann. Jack Harpers elegantes und flexibles „Bubble-Ship“, mit dem er seine Kontrollflüge tätigt, gilt als ein weiteres Filmhighlight. Es wurde vollkommen harmonisch auf die wunderbaren Landschaftsaufnahmen abgestimmt, so dass man es wohl nicht so schnell wieder vergessen wird. Auch die gläserne Station, welche Jack und Victoria bewohnen ist originell inszeniert worden. Durch Aufnahmen von Sonnenauf- und -untergängen, die Kosinski auf einem Vulkan gedreht hat, darf man sich auf intensive Bilder freuen, die einem das Leben über den Wolken beeindruckend nahe bringen. Nachdem man dann ausreichend Zeit hatte, sich mit dieser Welt vertraut zu machen, kommt die Story endlich ins Rollen.

Und die vorangelaufene Euphorie wird nun gleich einmal abgebremst, - denn bei soviel visueller Feinheit schockiert einem das plumpe Erscheinungsbild der auftretenden Aliens zunächst regelrecht. Das Vorangehen der Geschichte dämmt diese Enttäuschung, dann aber wieder ein wenig ein. So sehr man Kosinski für diese erschaffene Welt auch loben kann, muss man die Story aber einfach kritisieren. Nichts dagegen einzuwenden, sich von den großen Science-Fiction Filmen der vergangenen Zeit inspirieren zu lassen, aber am Ende von Oblivion befinden wir uns dann schon eher in einer Suppe aus zusammengewürfelten Standartphrasen dieses Genres. Und ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen - wird man sich doch fragen, ob man beim Ende nicht ein bisschen Kitsch gegen eine Brise Drama tauschen hätte können.

Fazit:
Joseph Kosinski versteht sich definitiv darin, neue Welten zu kreieren und ihnen Leben einzuhauchen. Oblivion kommt ohne 3D aus, und lässt trotzdem – oder gerade dadurch keine visuellen Wünsche offen. So stört es erst einmal nicht, dass die Story nur schleppend ins Rollen gerät, da man sich voll und ganz auf diese neue Welt einlassen kann. Kosinskis Absicht den Science Fiction Film wieder ans Tageslicht zu bringen verfehlt sein Ziel keineswegs. Was aber vielversprechend anfängt, endet leider nicht ganz so originell wie erhofft und wird alle zu hohen Erwartungen mit Sicherheit dämpfen. Mit Tom Cruise und Morgan Freeman an Bord, - den starken Leinwandbildern, und gelungenen Ideen im Hintergrund – wird er bei den Genrefans wohl dennoch punkten können.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 6.9/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 29
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