Die Unfassbaren - Now You See Me (2013)

OT: Now You See Me - 115 Minuten - Thriller
Die Unfassbaren - Now You See Me (2013)
Kinostart: 12.07.2013
DVD-Start: 05.12.2013 - Blu-ray-Start: 05.12.2013
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Filmkritik zu Die Unfassbaren - Now You See Me

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Filme, in denen es um Magie geht, spalten oftmals die Gemüter. Die einen sind fasziniert, die anderen eher abgeneigt. Dass das Thema Magie aber auch fesselnd sein kann, bewies schon Christopher Nolan mit Prestige. Befindet sich das Drehbuch also in den richtigen Regiehänden, kann ein Magiefilm durchaus zum Kassenschlager avancieren. Regisseur Louis Leterrier hatte nicht nur ein gelungenes Drehbuch, er bewies mit Die Unfassbaren - Now you see me durchaus, dass es sich bei Magie nicht immer nur um faulen Zauber handeln muss.

Eine Bank auszurauben ohne selbst anwesend zu sein? Klingt unmöglich. Nicht jedoch, wenn man Mitglied der „Four Horsemen“ ist. Daniel (Jesse Eisenberg), der sich selbst für den besten Magier hält, seine ehemalige Assistentin und Entfesselungskünstlerin Henley (Isla Fisher), der Mentalist Merrit (Woody Harrelson) und Trickbetrüger Jack (Dave Franco) verblüffen das Publikum durch ihre spektakulären Live-Shows. Bereits bei ihrem ersten Auftritt in Las Vegas lassen sie einen Zuschauer verschwinden, der sich Sekunden später in einem Pariser Banktresor wiederfindet. Er wird Zeuge, als mehrere Millionen Euro sich in Luft auslösen und nur wenig später als plötzlicher Geldregen im Zuschauersaal niederprasselt. FBI-Agent Dylan Rhodes (Mark Ruffalo) und seine Interpol-Kollegin Alma Dray (Mélanie Laurent) stehen vor einem scheinbar unlösbaren Rätsel. Die Jagd nach einem unfassbaren Quartett beginnt.

Leterrier ist sprichwörtlich bekannt dafür Großes zu verfilmen. Nach Der unglaubliche Hulk und Kampf der Titanen gibt er sich auch diesmal nicht mit kleinen Taschenspielertricks zufrieden. In Zusammenarbeit mit einem außergewöhnlichen Team von Produzenten und Drehbuchautoren, kam ein Actionfilm zustande, der um das Thema Magie kreist. Die meisten kennen wohl das Dilemma. Einerseits möchte man sich vom Zauber faszinieren lassen, andererseits möchte man unbedingt hinter die Kulissen blicken und erfahren, wie die Tricks gemacht werden. Und genau darum geht es in Die Unfassbaren. Den Zuschauern wird ein aufwendiges Showspektakel gezeigt, nur um bald darauf die Lösung hinter dem Hokus-Pokus zu erfahren. Thaddeus Bradley (Morgan Freeman) hat sich auf die Enthüllung magischer Tricks spezialisiert und ist bereit gegen ein großzügiges Honorar dem FBI unter die Arme zu greifen. Die Auflösung tut jedoch weder der Illusion noch der Spannung einen Abbruch. Denn Leterrier zieht bis zum Schluss immer wieder einen Trumpf aus dem Ärmel und der eigentliche Coup vollzieht sich ohnehin auf einer ganz anderen Bühne.

Auch wenn es danach aussieht, Die Unfassbaren ist weit mehr als ein gewöhnlicher Verfolgungsfilm, in dem das FBI versucht die Übeltäter zu schnappen. Der Film basiert auf einer Robin-Hood-Geschichte, bei der nicht der Diebstahl an sich, sondern vielmehr die Art und Weise wie der Raub begangen wurde im Vordergrund steht. Das eigentliche Motiv dazu wird erst am Ende gelüftet. Allerdings erscheint dies so überraschend, dass es schon fast an das aus dem Hut gezauberte Kaninchen erinnert. Zudem handelt es sich aber auch um eine Superheldengeschichte. Vier Persönlichkeiten mit speziellen Kräften kommen zusammen, um sich für das einzusetzen woran sie glauben. Jedes der einzelnen Mitglieder wird gleich zu Beginn vorgestellt und bekommt dadurch die Möglichkeit sein individuelles Talent dem Zuschauer zu präsentieren.  

Nicht zuletzt ist es aber auch die Auswahl der Darsteller, die ihr Übriges tut, um den Film sehenswert zu machen. Morgan Freeman und Michael Caine stehen nach den Batman-Filmen bereits zum vierten Mal gemeinsam vor der Kamera. Zudem bringt Caine bereits Erfahrungen aus der Welt der Magie mit (Prestige). Schon damals versorgte er einen Magier mit den neuesten Zaubertricks. Vor allem aber ist es die Mischung etablierter Hollywoodgrößen und unverbrauchter Gesichter. Auf der einen Seite „The Four Horsemen“ – eine charismatische und selbstbewusste Truppe. Auf der anderen Seite die unermüdlichen Verfolger mit einem notorischen Einzelkämpfer als leitenden FBI-Agenten. Beide Seiten vereinen findige und markante Charaktere, die alle bis zu einem gewissen Grad geheimnisvoll und undurchschaubar bleiben. Gleichzeitig aber wirkt jeder Einzelne auf seine oder ihre ganz persönliche Art und Weise sympathisch, was letztendlich dazu führt, dass mal für die eine, mal für die andere Seite mitgefiebert wird.

Fazit:
Filme, die von Magie handeln, sind längst nicht mehr so schlecht wie ihr Ruf. Leterrier schaffte es mit vielen neuen Ideen dem magischen Treiben Leben einzuhauchen, ohne dabei zu viel zu verraten oder langweilig zu werden. Überzeugende Charaktere, starke visuelle Effekte, atmosphärische Schauplätze und ein Quartett, dass seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus ist. All diese Eigenschaften zusammengenommen, bringen eine Dynamik zustande, die den ganzen Film über anhält. Alles in allem handelt es sich um ein magisches Filmerlebnis, das Realität und Wirklichkeit für eine Weile ineinander verschwimmen lässt.  

Wertung:
8/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 7.3/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 23
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