Deine Schönheit ist nichts wert (2012)

OT: Deine Schönheit ist nichts wert - 86 Minuten - Drama
Deine Schönheit ist nichts wert (2012)
Kinostart: 12.04.2013
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Deine Schönheit ist nichts wert

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In „Deine Schönheit ist nichts wert“ befasst sich Hüseyin Tabak („Das Pferd am Balkon“) mit dem Flüchtlingsthema und bringt es aus der Perspektive eines kurdisch-türkischen Jungen auf die Leinwand.

Der 12-jährige Veysel (Abdulkadir Tuncer) musste mit dem älteren Bruder Mazlum (Yüsa Durak) und seinen Eltern aus der Heimat flüchten und wohnt nun seit rund einem halben Jahr in Wien. Während Mazlum rebelliert und versucht, sich auf der Straße durchzuschlagen, muss der schüchterne Veysel täglich seinen Schulalltag meistern. Da er nach wie vor kein Wort Deutsch kann, ist es ihm so gut wie unmöglich dem Unterrichtsstoff zu folgen. Vor allem die Hausaufgabe, ein deutsches Gedicht zu lernen und vorzutragen, stellt sich als unüberwindbare Hürde heraus. Motiviert durch die Liebe zu seiner Mitschülerin Ana (Milica Paucic), bittet er seinen machohaften Nachbarn Cem (Orhan Yildirim) solange um Hilfe, bis dieser sich erweichen lässt. Cem spricht Türkisch wie Deutsch und übersetzt Veysel nicht nur sein türkisches Gedicht, sondern hilft ihm auch dabei, es einzustudieren. Doch gerade als der Junge soweit ist, Ana sein Liebesgedicht vorzutragen, fährt ein einziges Wort, wie eine messerscharfe Klinge in sein Leben: „Abschiebung!“

Hüseyin Tabak konzentriert sich auf die charakterliche Darstellung des Veysel. Ein Junge, der vor allem durch ein Kommunikationsdefizit gezeichnet ist. Innerhalb der Familie fällt es ihm schwer sich einzubringen oder über seine Probleme zu sprechen. Seine Introvertiertheit hindert ihm ebenso daran, auf seine Mitschüler – insbesondere Ana- zuzugehen, und seine fehlenden Sprachkenntnisse tun dann den Rest dazu. Er neigt deshalb dazu, sich in Tagträumen zu verlieren,  und erschafft so seine eigene Realität an der uns der Regisseur teilhaben lässt. Auch Anas Familie ist zugewandert und kämpft mit dem Problem wieder ins Heimatland zurück zu müssen, was die beiden Schüler gleichermaßen verbindet, wie schlussendlich auch trennt.

Fazit:
Ob man den Film nun als sozial-politische Kritik sieht, oder einfach am Leben eines schüchternen Jungen mit außergewöhnlicher Situation teilnimmt, wird jeder Zuseher selbst entscheiden. Zu loben ist mit Sicherheit die Inszenierung des Themas und die – auf mehreren Ebenen diskutierte „Sprachlosigkeit“ eines Schulkindes. Und das ganze noch schön verpackt mit einem rührenden Liebesgedicht von einem türkischen Künstler, macht den Film zwar sympathisch – auf der großen Leinwand muss er aber nicht gesehen werden.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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