Safe Haven (2013)

OT: Safe Haven - 115 Minuten - Romanze
Safe Haven (2013)
Kinostart: 08.03.2013
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Safe Haven

Die Nicholas Sparks Verfilmungen sind im Kino bereits zur Routine geworden. Bisher wurden acht seiner Romane verfilmt. Dazu gehören Message in a Bottle (1998), Wie ein einziger Tag (2004), Das Leuchten der Stille (2010), Für immer der Deine – The Lucky One (2012) und nun Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht. Alle diese Filme haben eins gemeinsam, sie werfen einen utopischen Blick auf die Liebe. Zudem stoßen noch familiäre Probleme hinzu. Ansonsten ist auch das Kriegsthema sehr stark vertreten. Daran kann auch nicht viel ausgesetzt werden. Die Sparks-Verfilmungen haben ihre Zielgruppe gefunden, die sich jedes Mal aufs Neue auf das ähnliche Rezept einlässt. Ein Bestandteil des Erfolgs sind die attraktiven Hauptdarsteller. Egal ob die Liebe auf Teenager oder Erwachsene fällt, die Schauspieler sind stets gut gebaut und schön anzusehen – der Schönheitswahn aus Hollywood eben.

Allerdings muss auch der große Kritikpunkt angemerkt werden. Sparks bedient sich nicht nur der vielen Klischees, die das Genre bereithält, er verfolgt auch dasselbe Prinzip beim Erzählen seiner Liebesgeschichten. Beim Verfassen seines Romans Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht hat sich der Schriftsteller jedoch dazu entschieden Thrillerelemente in die Handlung einzubauen, um dadurch die Spannung zu erhöhen. Trotzdem bleibt der Liebesfilm nur auf durchschnittlichem Niveau, denn auch hier haben sich die Klischees eingeschlichen. Die Handlung ist somit für Kenner der beiden Genre vorhersehbar und der Film zieht sich damit in die Länge.

Katie (Julianne Hough) ist von ihrer Vergangenheit geflüchtet und möchte in Southport, North Carolina, einen Neuanfang wagen. Dort mietet sie sich ein kleines Holzhaus und wohnt damit mitten im Wald. Sie freundet sich mit ihrer Nachbarin Jo (Cobie Smulders) an und arbeitet als Kellnerin in einem Lokal. Ferner besucht sie täglich den Lebensmittelladen und lernt dort Alex (Josh Duhamel) kennen, der zusammen mit seinen zwei Kindern das Geschäft führt. Alex äußert sein Interesse und kriegt Katies kalte Schulter zu spüren. Aufgrund von negativen Ereignissen in ihrer Vergangenheit schenkt sie Männern nicht mehr so einfach ihr Vertrauen. Zugleich sucht Detective Tierney (David Lyons) nach Katie und versucht ihren momentanen Aufenthaltsort aufzuspüren, denn Katie soll jemanden getötet haben…

Eine der bisher gelungensten Nicholas Sparks-Verfilmungen ist Das Leuchten der Stille vom Regisseur Lasse Hallström (Lachsfischen im Jemen, 2012; Chocolat – Ein kleiner Biss genügt, 2000). Aufgrund der guten Zusammenarbeit hat sich der Schriftsteller dazu entschieden mit dem gleichen Produktionsteam zusammenzuarbeiten. Im Zuge dessen wirkt auch der erste Akt des Films, der Prolog ausgeschlossen, wie eine Kopie von Das Leuchten der Stille. Schöne Strandaufnahmen zieren die Kinoleinwand. Katie und Alex treffen aufeinander, dabei weist Alex familiäre Probleme auf. Im Vergleich dazu: auch John (Channing Tatum) aus Das Leuchten der Stille hat Probleme mit seinem Vater – darüber hinaus weist Ronnie (Miley Cyrus) in Mit Dir an meiner Seite (2010) auch familiäre Probleme auf. Dies ist nur eins von vielen Beispielen aus dem Film, das belegt, dass sich Nicholas Sparks stets auf ein ähnliches Rezept verlässt. Die Geschichten werden infolgedessen vorhersehbar und auch nicht für die Verfilmungen abgeändert, da Sparks selbst diese produziert.

Außerdem verstrickt der Drehbuchautor Kario Salem die vorgegebenen Thrillerelemente in die Handlung und führt damit zum ersten Wendepunkt des Films, der den bisherigen Verlauf dieses Handlungsstrangs auf wackligen Beinen stehen lässt. Die Geschichte um Detective Tierney kann somit mit einfachen Einwänden aus der Seite des Betrachters angefochten werden, sodass dieser Handlungsstrang seinen Reiz verliert. Die weiteren Entwicklungen, welche auf diese Wende folgen, sind klischeehaft - äquivalent zur Entwicklung der Liebesgeschichte.

Positiv fällt die Chemie zwischen Julianne Hough (Footloose, 2011; Burlesque, 2010) und Josh Duhamel (Happy New Year, 2011; Transformers 3; 2011) auf. Beide tragen dazu bei, dass die kitschigen Liebesszenen funktionieren und bestimmt die Herzen der Fans des Genres höher schlagen lassen. Weiters rückt Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht ein kleines schauspielerisches Talent ins Rampenlicht. Die achtjährige Mimi Kirkland spielt im Film Alex’ Tochter Lexi und verzaubert mit ihrer Präsenz jede Szene. Aufgrund dessen landen die Blicke des Zusehers automatisch auf ihr. Sie ist auch der Grund wieso der Spannungsbogen am Ende funktioniert. Mehr soll dazu jedoch wegen Spoilergründen nicht verraten werden.

Das Liebesdrama hält am Ende noch eine Wendung für seine Zuschauer parat, die aber während der Handlung angedeutet wird. Kenner dieser Andeutungen müssen nur eins und eins zusammen zählen und kommen bereits vor dem Wendepunkt auf die Überraschung. Der utopische Blick auf die Liebe, den Sparks in seinen Büchern / Filmen vermittelt, fehlt des Weiteren auch nicht in Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht und wird sicherlich die Anhänger seiner Filme berühren. Schließlich ist die neue Verfilmung des Nicholas Sparks Bestsellers vor allem für die Liebhaber seiner Filme geeignet. Alle anderen werden sich hier langweilen oder ärgern und sollten es sich deshalb zweimal überlegen bevor sie einen Blick in den Film werfen.
 
Fazit:
Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht ist trotz hinzugefügter Thrillerelemente eine typische Nicholas Sparks-Verfilmung. Zwar bietet der Liebesfilm von Lasse Hallström etwas Abwechslung für die Genre-Fans, allerdings verfolgt auch dieser Film das altbekannte Rezept des Autors. Dabei werden Kitsch, Klischees, attraktive Darsteller und bekannte Storyelemente in einen Liebestopf geworfen und aufgrund der funktionierenden Chemie zwischen den Hauptdarstellern Julianne Hough und Josh Duhamel entsteht für die Liebhaber dieser Verfilmungen ein Liebestrank. Zuschauer, die hin und wieder gerne ein Liebesdrama sehen, sollten sich lieber einen anderen Film aus dem Genre aussuchen, da Safe Haven – Wie ein Licht in der Nacht einfach vorhersehbar ist und nichts Neues bietet.

Wertung:
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Filmering.at
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Liste von arienette
Erstellt: 23.04.2013