Lola gegen den Rest der Welt (2012)

OT: Lola Versus - 87 Minuten - Komödie
Lola gegen den Rest der Welt (2012)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: 12.04.2013 - Blu-ray-Start: 12.04.2013
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Filmkritik zu Lola gegen den Rest der Welt

Es ist immer so eine Sache mit Regisseuren und Drehbuchautoren, die einen Film in die Kinos bringen möchten und sich dabei eigene Regeln für das Genre, in welches sie sich bewegen, wählen. Als Beispiel kann hier Jennifer Westfeld angeführt werden, die sich mit Friends with Kids von der romantischen Komödie wegbewegen wollte, jedoch dann am Ende genau dort zurückkehrte. Das Ergebnis war ein langweiliger, nicht lustiger und nervender Film. Zwar ist es bei Daryl Weins Lola gegen den Rest der Welt nicht ganz so schlimm ausgefallen, allerdings muss der Zuschauer hier auch Geduld vorweisen, um bis zum Ende der Komödie zu gelangen.

Lola (Greta Gerwig) und Luke (Joel Kinnaman) werden in drei Wochen heiraten. Lola ist überglücklich und kann es kaum erwarten als Braut vor dem Altar zu stehen. Doch plötzlich ist alles vorbei. Luke verlässt sie. Lolas Traum ist geplatzt und sie muss nun lernen damit umzugehen. Dabei helfen ihr ihre besten Freunde Alice (Zoe Lister Jones) und Henry (Hamish Linklater). Nichtsdestotrotz ist ein Neuanfang immer schwer und der Weg zum Glück voll mit Steinen…

Ein starkes Zugpferd in jedem Film ist der Protagonist, beziehungsweise die Protagonistin. Es fällt dem Zuschauer demnach nicht so einfach sich mit der Titelfigur Lola zu identifizieren, wenn diese nach ihrer Trennung eher nervt als Mitleid und Sympathie hervorruft. Es muss aber auch gesagt werden, dass eine Frau das Verhalten der Titelheldin anders bewertet als ein Mann und dass dadurch eine Identifikation einfacher funktionieren kann. Denn Lolas Gefühlschaos verbreitet sich auf den kompletten Film und bildet im Zuge dessen den roten Faden. Greta Gerwig (Greendberg, 2010) gelingt es dessen ungeachtet mit ihrem charmanten Schauspiel im Verlauf des Films dann doch noch die Herzen des Zusehers zu erobern.

Gewöhnungsbedürftig ist zudem auch der Humor des Films. Infolgedessen erscheinen zahlreiche Witze über Geschlechtsteile deplaziert und einfach nicht lustig. Allgemein kann Lola gegen den Rest der Welt kaum Lacher vorweisen, sodass der Zuschauer nur zwischendurch von der Beziehungskomödie aufgeheitert wird. Erwähnenswert ist hier die Szene, in der Lola wie „Der Pate“ (Francis Ford Coppola) ein Verhältnis beendet. Darüber hinaus dämpfen zahlreiche Klischees aus dem Genre der romantischen Komödie das Sehvergnügen, da die Filmhandlung dadurch vorhersehbar wird. Trotz der Klischees schüttelt Drehbuchautor und Regisseur Daryl Wein noch am Ende eine Überraschung aus seinem Ärmel und beendet die Komödie damit äußerst unkonventionell.

Fazit:
Daryl Weins Lola gegen den Rest der Welt ist eine Beziehungskomödie die zwar Klischees des Genres der romantischen Liebeskomödie in einer abgeänderten Art und Weise präsentiert, jedoch auch versucht sich von diesem Genre zu entfernen. Letztendlich ist der Plan nicht ganz aufgegangen, sodass der Film vor allem Frauen ansprechen wird, die an einem verregneten Nachmittag ihren Liebeskummer hinwegtrösten möchten.

Wertung:
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