Arbitrage (2012)

OT: Arbitrage - 107 Minuten - Drama / Thriller
Arbitrage (2012)
Kinostart: 15.02.2013
DVD-Start: 07.06.2013 - Blu-ray-Start: 07.06.2013
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Filmkritik zu Arbitrage

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Das Erstlingswerk des Regisseurs Nicholas Jarecki dreht sich rund um Geld, Macht, Intrigen und Betrug. Themen die sich bekanntlich gut und sehenswert in eine filmische Inszenierung verflechten lassen. Leider wurde aus dieser vielversprechenden Thematik nur teils auch wirklich sehenswertes herausgewonnen. Denn rausgekommen ist schlussendlich nicht mehr als ein gut gespielter durchschnittlicher Thriller, den man aber auch schnell wieder vergisst.

Robert Miller (Richard Gere) scheint zu seinem 60. Geburtstag alles im Leben erreicht zu haben, was man sich wünschen kann. Er ist ein erfolgreicher Hedgefonds-Manager in New York und dazu noch liebender Ehemann und Familienvater. Doch dieser glitzernde Schein trügt: Er versucht verzweifelt, sein Trading-Unternehmen an eine große Bank zu verkaufen, bevor Falschbuchungen und Tricksereien in den Büchern seiner Firma an den Tag kommen. Und auch in seinem privatem Leben spielt Miller eine doppelte Rolle: Neben seiner Ehe pflegt er eine Affäre mit der französischen Kunsthändlerin Julie (Laetitia Casta). Und dann passiert ein folgenschwerer Unfall und seine gut gehüteten Geheimnisse drohen aufzufliegen

Durchaus gelungen ist, wie sich der Regisseur auf die Beobachtungsrolle begnügt und nicht mit der Gewissensflagge winkt. Allerdings wagt es der Film letztendlich auch nicht in die Tiefe zu gehen, So leidet er vor allem daran, dass der Spannungsgrad nicht grade hoch ist. Erweckt die Hauptfigur zu Beginn noch einen relativ sympathischen Eindruck, so wird mit Fortdauer des Filmes ein immer negativeres Bild des Millionärs übermittelt. Dadurch ist man einerseits nicht dafür, das Miller mit allem unbestraft durchkommt, andererseits ist die Figur jetzt auch nicht so ein Antiheld, dass man ihm das Schlimmste wünscht. Und da man als Zuseher also nicht wirklich auf einer Seite steht, hält sich das Mitfiebern in Grenzen. Das und des eher überschaubar Tempo, vor allem in der 2. Hälfte, tragen nicht gerade dazu bei, dass der Film einen mitreißt.

Für die Sympathierolle mit dem das Publikum eine emotionale Bindung eingehen soll, ist der unschuldige Schwarze Jimmy gedacht. Jedoch wird die Rassismus Problematik nur oberflächlich behandelt und so kann auch hier nicht viel Spannung erzeugt werden. So bleibt die wichtigste Thematik und Frage, ob man sich wirklich alles erlauben kann, wenn man nur genug Kontakte, Geld und Macht besitzt. Schauspielerisch kann Richard Gere zeigen, dass er trotz fortschreitenden Alters noch immer in Hochform ist. Ihm ist die Rolle des schmierigen reichen Karrieremannes wie auf den Leib geschnitten. Susan Sarandon gibt, wie gewohnt souverän, die starke Frau hinter ihren Mann.

Fazit:
Gut gespielter und durchaus kluger Thriller über den Einfluss von Geld, Gier und Macht. Allerdings bietet der Film kaum Neues, behandelt einige Themengebiete zu oberflächlich und lässt auch auf der Spannungsebene zu wünschen über.

Wertung:
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Filmering.at
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Ø Wertung: 6.8/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 5
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