Woman on the Beach (Haebyuneui Yoein)

OT: -  128 Minuten -  Drama
Woman on the Beach (Haebyuneui Yoein)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Woman on the Beach (Haebyuneui Yoein)

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Kurzkritik im Rahmen der Viennale 2007:
Regisseur Sang-soo Hong versucht mit seinem neuesten Film Woman on the Beach auf der einen Seite die Geschichte einer Dreiecksbeziehung zu erzählen, aber gleichzeitig auch das Machogehabe seiner Hauptfigur auseinanderzunehmen und ein detailliertes Charakterportrait zu kreieren. Dabei wandelt er sehr in den Pfaden eines Eric Rohmer und siedelt seine Geschichte in einem Ferienort außerhalb der Saison an, was der Story einen durchaus stimmigen Rahmen verleiht und seinen Figuren vor einer weitestgehend menschenleeren Szenerie genügend Raum gibt, sich zu entfalten. Leider geht dem Film in seiner zweiten Hälfte jedoch merklich die Luft aus.

Regisseur Joong-rae (Kim Seung-woo) leidet an einer Schreibblockade, und die Arbeit an seinem neuesten Werk "About Miracles" geht nur sehr schleppend voran. Kurzum bittet er seinen Freund Chang-wook (Kim Tae-woo), mit ihm einige Tage ans Meer zu fahren. Dieser nimmt unter der Bedingung an, dass er auch seine Freundin Moon-sook (Ko Hyun-jeong) mitnehmen darf, und bald schon macht sich das Trio auf den Weg. Im ausgestorbenen Ferienort bleibt aber nicht viel Zeit zum Arbeiten, denn beide Männer scheinen es auf Moon-sok abgesehen zu haben, und Joong-rae landet schließlich mit ihr im Bett. Am nächsten Tag reisen die drei wieder ab, doch schon kurz darauf fährt Joong-rae erneut in den Ort und lernt dort eine junge Frau kennen, die ihn sehr an Moon-sook erinnert, und landet auch mit ihr im Bett. Doch am nächsten Tag kommt Moon-sook an und stellt die beiden zur Rede...

Sang-soo Hong setzt in Woman on the Beach vor allem auf lange Einstellungen, in die höchstens durch Zoomfahrten etwas Leben hineinkommt. Der Film besteht dabei beinahe ausschließlich aus Gesprächen, die dem Zuseher sehr viel über die Figuren verraten, und die sich auch viel Zeit nehmen, um den Figuren Profil zu verleihen. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, und so ist, speziell in der ersten Hälfte, noch für Kurzweiligkeit gesorgt. Dennoch ergibt sich das Problem, dass es nicht immer einfach ist, die Verhaltensmuster der einzelnen Figuren nachzuvollziehen. Zwar kann man durchaus argumentieren, dass diese eben typisch koreanisch sind, aber hier zu Lande ist es eben nicht immer verständlich.

In der ersten Hälfte kann Woman on the Beach auch noch mit seiner Leichtigkeit punkten, die es dem Film ermöglicht, seine Figuren und sein Setting schwungvoll und kurzweilig zu etablieren. Das Trio macht sich auf den Weg, kommt im Ferienort an und beginnt, sich die Zeit mit Spaziergängen und Gesprächen zu vertreiben. Der durchaus sympathische Witz und vor allem die charmante Strandatmosphäre sorgen weiterhin für ein stimmiges Gefühl, doch wenn sich dann in der zweiten Hälft alles von Neuem hochrollt und der Film nicht mehr viel zu sagen hat, beginnt dem Ganzen etwas die Luft auszugehen. So kommt es auch, dass sich die 128 Minuten am Ende sehr in die Länge ziehen.

Wertung:
5/10 Punkte

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