Hamilton

OT: -  65 Minuten -  Drama
Hamilton
Kinostart: Unbekannt
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Filmkritik zu Hamilton

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Kurzkritik im Rahmen der Viennale 2007:
Die Viennale ist voller Überraschungen und bietet sich richtig für filmische Experimente an. Eines dieser Experimente ist mit Sicherheit der neue Film von Matthew Porterfield, Hamilton, der in einer Doppelvorstellung mit dem thematisch relativ ähnlichen Kurzfilm Halbe Stunden gezeigt wurde. Hamilton hinkt dem Experiment Halbe Stunden allerdings merklich hinterher, und dies gleich auf mehreren Ebenen. Denn während Halbe Stunden sehr schön auf 35mm gefilmt wurde, geht der rauere 16mm Stil von Hamilton dagegen unter. Aber was noch viel schlimmer ist, ist dass Halbe Stunden nur kompakte 20 Minuten andauert, und somit als Experiment wesentlich geeigneter ist, als der stinklangweilige Hamilton.

Hamilton erzählt von zwei Sommertagen im Vorort Hamilton im Nordosten von Baltimore. Die junge Familie, Lena (Stephanie Vizzi) und Joe (Chris Myers), versucht sich irgendwie über Wasser zu halten. Beide haben wenig Zeit füreinander, denn während Lena bei Joes Eltern wohnt und sich um das gemeinsame Kind kümmert, hat Joe seine eigene Wohnung, und versucht seine beiden Jobs irgendwie in Einklang zu bringen. Hamilton versucht dabei ohne Plot, einfach drauf los zu erzählen, und so dem Leben der beiden Hauptfiguren näher zu kommen.

Doch die Frage, die sich stellt, ist: Wer will das sehen? Regisseur Matthew Porterfield war beim Screening in Wien anwesend, und nachdem ein Zuseher, dem der Film nicht gefallen hat, gefragt hat, ob der Film einen tieferen Sinn habe, denn er habe soetwas nicht gefunden, antwortete der Regisseur, dass es auch keinen tieferen Sinn gibt. Hamilton besteht lediglich aus den Beziehungen der Figuren zueinander, und der einzige Reiz für den Zuseher besteht darin, sich auf die Häppchen zu werfen, die Porterfield einem serviert, um so das Puzzle des Films zu lösen.

Dabei soll gar nicht kritisiert werden, dass Hamilton die ganze Aufmerksamkeit des Zusehers erfordert, da man sonst mit dem Gezeigten absolut gar nichts anfangen kann, aber es soll sehr wohl kritisiert werden, dass diese Aufmerksamkeit nicht erbracht werden kann, da Hamilton ganz einfach außerordentlich langweilig geworden ist. In keiner Sekunden kann Matthew Porterfield eine Stimmung wie Kollege Nicolas Wackerbarth in Halbe Stunden erzeugen, und so ist Hamilton noch nicht einmal für das geneigte Publikum zu empfehlen. Denn diese sind mit Halbe Stunden besser beraten, und Anhänger des Mainstreamkinos sollten um Hamilton ohnehin einen großen Bogen machen.

Fazit:
Matthew Porterfield hat seinen Film Hamilton unter billigsten Umständen mit Laiendarstellern und absolutem Low Budget gedreht, doch leider kann man dies dem Film auch in jeder Sekunde ansehen. Der einzige Sinn des Films ist es, die Beziehungen der Figuren untereinanden zu offenbaren, doch um diese wirklich vollends zu durchschauen, ist es notwendig, den Film mit voller Aufmerksamkeit zu betrachten. Das Probelm ist nur, dass Hamilton so dermaßen langweilig ist, dass dies ganz einfach nicht möglich ist. Scheinbar scheint sich Regisseur Porterfield so gefreut zu haben, die Gelegenheit zu bekommen, einen Film zu machen, dass er sich an jeden Filmschnipsel geklammert hat und dabei ein quälendes, langweiliges und schwaches Werk erschaffen hat.

Wertung:
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