Jack and the Giants (2013)

OT: Jack the Giant Slayer - 114 Minuten - Abenteuer / Drama / Fantasy / Romanze
Jack and the Giants (2013)
Kinostart: 14.03.2013
DVD-Start: 19.07.2013 - Blu-ray-Start: 19.07.2013
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Filmkritik zu Jack and the Giants

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Die Ära der Märchen-Neuverfilmungen macht auch vor Jack und die Bohnenstange nicht halt. Warum auch, eine Märchenvorlage bietet genug Platz und Raum, die neuen Techniken im breiten Sphären hochleben zu lassen. Und genau das macht Regisseur Bryan Singer (X-Men, Operation Walküre) in „Jack and the Giants“ zu seinem Fokus. Ein effekt- und actionbeladenes Spektakel, das aber vordergründig nur als visuelles Erlebnis punktet. Denn die epische Ebene ist im Kontrast dazu enttäuschend begrenzt.

Als Ausgangspunkt wird gezeigt, wie Jack (Nicholas Hoult) als Kind die Legende von den schrecklichen Riesen aus vergangener Zeit mit seinem Vater liest. Damals wurden die übermenschlichen Kreaturen bekämpft und in ein Reich zwischen Himmel und Erde gebannt. Mit den Jahren hat man sie allerdings als Legende abgetan und vergessen. Als erwachsener und einfacher Landarbeiter lernt Jack dann in guter Märchenmanier nicht nur Prinzessin Isabelle (Eleanor Tomlinson) kennen, sondern bekommt auch durch Zufall das Säckchen mit den verhängnisvollen Bohnen in die Hand gedrückt. Jack schafft es auch prompt eine zu verlieren, welche in Verbindung mit Wasser kurz darauf mit effektvoller Show zu einer riesigen, kilometerweit hinaufwachsenden Ranke mutiert. Er gelangt zwar wieder auf sicheren Boden, Prinzessin Isabelle wird aber von der wachsenden Pflanze mitgerissen, und verschwindet im Himmel.

Ohne Zeit zu verlieren schickt der König eine Truppe los, die seine Tochter retten soll. Darunter sein treuer Ritter Elmont (Ewan McGregor) und Roderick (Stanley Tucci) der im Film als Wolf im Schafspelz fungiert. Selbstverständlich lässt auch Jack die Gelegenheit nicht aus, die hübsche Isabelle zu retten. So brechen sie zu einem „riesigen“ Abenteuer in ferne Welt auf. Was sich über den Wolken dann abspielt ist ein teilweise brutaler Kampf zwischen Mensch und menschenfressenden Ungetümen. Nachdem der erste Kontakt im Riesenland überstanden scheint, und die Ranke genauso spektakelreich umfällt, wie sie gewachsen ist, tritt dann die gespiegelte Situation auf die Bildfläche, wenn die Riesen in unsere Welt einfallen und zu einem actionreichen Finale auflaufen. Natürlich mit wenig überraschendem Ende.

Die optische Inszenierung der Riesen lässt hier keine Wünsche offen. Brutale, furchterregende Kreaturen sind hier auf der Leinwand zum Leben erwacht. Und auch die Action kommt in knapp 2 Stunden mit Sicherheit nicht zu kurz. An der Erzählung selbst, sowie an den Charakteren ist man allerdings gescheitert. Es ist beinahe schon unglaublich, dass man bei so wenig epischem Erguss überhaupt so eine Spiellänge kurzweilig gestalten kann. Die Figuren sind ohne jegliche Tiefe und kommen fast unausgereift rüber. Flach wie im Märchenbuch selbst, agieren sie jetzt auf der Leinwand.

Die Schauspieler sind aber typgerecht besetzt und besonders Ewan Mc Gregor spielt mit prächtiger Laune einen sympatischen Ritter Elmond. Genauso „halbausgesteckt“ wie die menschlichen Figuren, wurden auch die Riesenkreaturen gestaltet. Zwar optisch mit allen Extras gespickt, hat man zu ihnen kaum einen Background. Auch die Welt in der sie leben ist einfallslos, - nämlich nicht von unserer zu Unterscheiden, der einzige Unterschied liegt in der Höhenlage. Hier hätte man in der Inszenierung durchaus kreativer sein können. Außerdem ist auch noch die Filmstruktur zu bemängeln. Nach dem ersten Actionblock und der Rückkehr von Jack, Elmond und Isabelle läuft der Film etwas aus, sodass man kurzzeitig glauben könnte, es gibt den nächsten Teil per Fortsetzung präsentiert, bevor die Riesen dann aber doch einfallen. Hier scheitert es vor allem an einem originellen Übergang.

Fazit:
Weder Action noch Effekte kommen hier zur Kurz. Jack and the Giants ist ein kurzweiliges Filmerlebnis, dass man auf jeden Fall in 3D genießen sollte. Nur bitte keine Ansprüche an die Story selbst stellen, denn hier ist nichts rauszuholen. Ansonsten steht dem Riesen-Abenteuer aber nichts im Weg.

Wertung:
8/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 5.7/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 11
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