Die fantastische Welt von Oz (2013)

OT: Oz: The Great and Powerful - 130 Minuten - Action / Abenteuer / Fantasy
Die fantastische Welt von Oz (2013)
Kinostart: 07.03.2013
DVD-Start: 11.07.2013 - Blu-ray-Start: 11.07.2013
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Filmkritik zu Die fantastische Welt von Oz

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Oscar Diggs (James Franco) , genannt „Oz“, kommt aus Kansas und verdient sich seinen Lebensunterhalt, indem er die armen Leute in den Städten blendet und vorgibt ein Magier zu sein. Durch seine Tricks glauben die Menschen, dass er tatsächlich ein Zauberer ist.

Als er jedoch in die Zauberwelt „Oz“ kommt, muss er feststellen, dass es Magie tatsächlich gibt und sieht sich einem großen Abenteuer gegenüber, das er bewältigen muss. Dabei lernt er die drei Hexen Theodora (Mila Kunis), Glinda (Michelle Williams) und Evanora (Rachel Weisz) kennen. Die meisten kennen die Geschichte vom „Zauberer von Oz“, mit Dorothy Gale, Vogelscheuche, Blechmann und dem feigen Löwen. Doch wie der Zauberer in das Land von Oz gekommen ist, blieb bislang im Verborgenen.

Sam Raimi, bekannt geworden durch Blockbuster wie „Spider-Man“ oder „Drag me to Hell“, zeigt nun zum ersten Mal das einzigartige Abenteuer des Magiers Oscar „Oz“ Diggs und wie er zu dem wohl berühmtesten Zauberer der Literatur und Filmgeschichte wurde. Die Drehbuchautoren fügten dabei einige Elemente aus „Der Zauberer von Oz“ zusammen und erschufen die Entstehungsgeschichte von Diggs. Besetzt wurde der Film mit brillanten Schauspielern, die das Publikum absolut überzeugen. Sei es Mila Kunis als böse Hexe oder Michelle Williams als „Gutmensch“. Auch Zach Braff, bekannt als Dr. Dorian aus der amerikanischen Sitcom „Scrubs“, hat eine kurze Nebenrolle und fungiert als Synchronsprecher des geflügelten Affen Finley.

Oscar „Oz“ Diggs wird zu Beginn des Films als Magier in einem Wanderzirkus eingeführt. Er ist ein Schwindler, der nur auf den Profit aus ist und dabei die Gefühle anderer Menschen nicht wahrnimmt. Besonders als Frauenheld hat er sich einen Namen gemacht. Ein einziges Mal jedoch kann man erahnen, dass er nicht der ist, der er vorgibt. Eine alte Bekannte besucht ihn und man merkt, dass es Gefühl gibt/gab zwischen den beiden. Sie versucht ihn davon zu überzeugen, dass auch er ein guter Mensch werden kann, wenn er nur den Willen dafür aufbringt. Nicht verwunderlich ist daher, dass sie und die gute Hexe von einer Person dargestellt werden: Michelle Williams. Sie soll darauf hinweisen, dass er es am Ende doch noch schafft, ein Guter zu werden und auch für andere da zu sein.

Allgemein verändert sich vieles, sobald Oz diese andere Welt betritt. Nicht nur, dass er in einer fantastischen Welt mit „echten“ Hexen und allerhand Fantasiewesen ist. Auch für den Zuschauer öffnet sich der Blick – auch bildtechnisch: während der Film zu Anfang (Oz ist noch in Kansas im Wanderzirkus) noch schwarz-weiß gehalten ist, wird das Bild umso bunter, sobald er in Oz aufwacht. Dort ist alles bunt und glitzert – es wirkt fast schon „kitschig“. Desgleichen trägt auch das Bildformat im wahrsten Sinne des Wortes zur Öffnung des Blickwinkels bei: die Bilder in schwarz-weiß haben ein eingeschränktes Bildformat. Sobald das Bild farbig wird, erweitert sich das Format und dem Zuschauer bietet sich das volle Sehvergnügen auf der Leinwand.

Durch die grelle Farbigkeit herrscht eine oberflächliche Fröhlichkeit und Unbeschwertheit, die jedoch letztlich durch die Ereignisse getrübt werden. Blumen, glitzernde Felder, Vögel – diese Welt ist tatsächlich fantastisch und zieht das Publikum mit in diese Welt. Der 3D-Effekt trägt dazu seinen Teil bei. Zwar kann 3D die volle Wirkung nur in wenigen Filmen entfalten – doch ist es hier sehr gut eingesetzt. Man duckt sich vor umherfliegenden Holzstücken oder steht inmitten eines gewaltigen Feuerwerks.

Genauer betrachtet stellt der Film ein Paradoxon dar: ein sterblicher möchte-gern Magier kommt in eine zauberhafte Welt, mit Fantasiefiguren und Hexen. Aber nur mit Hilfe „menschlicher“ Erfindungen schafft er es, die bösen Hexen zu vertreiben. Er zeigt ihnen Schwarzpulver, erklärt ihnen wer Edison ist und was er für die Menschheit geschaffen hat. Oz zeigt dadurch, dass auch die Technik „verzaubern“ kann. Richtig eingesetzt kann sie sogar „echte“ Magie ersetzten. Zum Beispiel bricht sich die Porzellanpuppe die Beine. Oz hat Kleber dabei und kann ihr die Beine wieder zusammensetzten. Alle sind über diese „Zauberkunst“ erstaunt und begeistert.

Auch die Darstellung der Hexen ist anders als erwartet: sie erscheinen mehr wie Prinzessinnen bzw. zeigt Mila Kunis zu Beginn Ähnlichkeit mit dem „gestiefelten Kater“. Doch letztlich verwandeln sich die beiden Bösen doch in die Gestalt, wie man sich Hexen vorstellt: alt, mit Hakennasen, Buckel, einem Besen und einem Spitzhut. Nur die Gute bleibt so prinzessinnenhaft wie vorher.

Fazit:
Ein fantastischer Film, mit fantastischen Schauspielern, die das Publikum in eine andere Welt entführen.

Wertung:
9/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 7.2/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 26
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