Stirb langsam 5 - Ein guter Tag zum Sterben (2013)

OT: A Good Day to Die Hard - 97 Minuten - Action / Krimi / Thriller
Stirb langsam 5 - Ein guter Tag zum Sterben (2013)
Kinostart: 15.02.2013
DVD-Start: 28.06.2013 - Blu-ray-Start: 28.06.2013
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Filmkritik zu Stirb langsam 5 - Ein guter Tag zum Sterben

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Vor über 20 Jahren hat John McTiernan mit Stirb Langsam einen der großen Klassiker des Action-Genres gedreht. Mittlerweile sind wir beim fünften Teil der Reihe angelangt, aber von den Wurzeln des Franchise hat man sich bereits ein gutes Stück weit entfernt. Waren es in den ersten beiden Filme noch sehr beschränkte Schauplätze, die das Einer-gegen-Alle Thema der Filme noch verstärkte, wird spätestens seit dem dritten Teil ordentlich in die Vollen gelangt. Doch bis lang hat die Reihe eigentlich jeden Modernisierungsversuch überstanden. Im dritten Teil sorgte das Zusammenspiel zwischen Bruce Willis, Samuel L. Jackson und Jeremy Irons für großartige Unterhaltung und auch Stirb Langsam 4.0 hat durchaus seine Qualitäten. Nun allerdings folgt ein herber Rückschlag: Stirb Langsam 5 verrät alle Werte der Reihe und degradiert Hauptfigur John McClane zum Pausenclown - Ein Tiefschlag für alle Fans.

Der viel geprüfte New Yorker Cop John McClane (Bruce Willis) reist nach Moskau. Grund ist, dass sein Sohn Jack (Jai Courtney) dort wegen Mordes verhaftet wurde und es scheinbar eine Verbindung zum aufkommenden Politskandal rund um den reichen Oligarchen Komarov (Sebastian Koch) gibt, der verhaftet wurde und nun mächtige Freunde mit in den Abgrund reissen will. McClane versteht nicht was mit seinem Sohn geschehen ist - doch ehe er sich versieht wird das Gericht von maskierten Männern gestürmt, die Komarov töten wollen. Doch Jack gelingt es ihn zu retten - er ist nämlich in Wirklichkeit CIA-Agent und versucht den Russen außer Landes zu bekommen. Zunächst zeigt er sich nicht gerade erfreut, dass ihm nun sein alter Vater auf die Pelle rückt, aber das Vater-Sohn-Duo erweist sich im Kampf als äußerst schlagkräftig...

Wo Stirb Langsam draufsteht, sollte auch Stirb Langsam drinnen sein. Doch Stirb Langsam 5 ist in Wirklichkeit ein reiner Etikettenschwindel und der Film wird die Anhänger der Reihe gehörig vor den Kopf stoßen. Grund ist, dass Max Payne Regisseur John Moore überhaupt kein Interesse an der Story, bzw. den Figuren und deren Herkunft hat, sondern nur einzig und alleine sein Effektfeuerwerk abfackeln will. Das wiederum führt dazu, dass man die Reihe eigentlich nicht mehr wiedererkennt und der Film zum dumpfen Actioner von der Stange verkommt, der in keiner Sekunde der Legacy seiner Vorgänger gerecht wird.

Ein Beispiel: John McClane wurde bisher als klassischer, an einen Cowboy angelehnter, cooler Kerl skizziert, der zur falschen Zeit am falschen Ort ist und eher widerwillig für Ordnung sorgt, was er anschließend mit zynischen Sprüchen kommentiert. In Stirb Langsam 5 aber hat man fast den Eindruck McClane wäre plötzlich zum nervigen Sidekick mutiert, während sein Sohn John den Part einnimmt, der ansonsten McClane zusteht. Bruce Willis hingegen muss selbst die unnötigste Situation mit einem haarsträubend dämlichen Kommentar ergänzen und man kann es eigentlich kaum glauben wie er hier den Mythos seiner wohl ikonischsten Figur zertrümmert. Dabei hilft es auch nicht gerade, dass eigentlich jede einzelne Actionszene des Films völlig over-the-top überinszeniert wird und der ganze Film schon fast peinlichen Charakter hat.

Ebenfalls eine Frechheit ist die Story des Films, die scheinbar nicht einmal den Regisseur interessiert hat. Der Film pendelt irgendwo zwischen langweilig-vorhersehbar, klischeeüberladen und völlig hanebüchen. Angereichert wird das ganze dann noch mit einer endlosen Ansammlung an abgenützten Storyarchetypen und dummen Wendungen. Es gibt eigentlich nur eines, was man dem Film zugestehen muss: John Moore versucht zumindestens visuell alles aus den Actionszenen herauszuholen und das führt dazu, dass der Film zumindestens auf dieser Ebene etwas für sein Geld bietet. Allerdings muss man sich natürlich die Frage stellen, ob es wirklich notwendig war die Stirb Langsam Reihe totzuprügeln nur um einen weiteren belanglosen Effektfilm zu drehen.

Fazit:
Genau genommen ist Stirb Langsam 5 eine kleine Frechheit. Der Film verrät alles wofür die Stirb Langsam Reihe steht und serviert stattdessen belanglose und dumme Action von der Stange, die lediglich etwas fürs Auge bietet. Emotionen, gute Ideen und packende Spannung sucht man vergebens. Es tut fast weh wie hier die Ikone John McClane zum dümmlich vor sich herplappernden Sidekick degradiert wird und dabei nur mehr wenig mit der Figur zu tun hat, die sich den Fans in Erinnerung gespielt hat. Zielgruppe gibt es für den Film nur eine: Wer eigentlich nichts mit der Stirb Langsam Reihe am Hut hat und gerne belanglose aber visuell eindrucksvolle Action ohne allzu viel Dynamik sehen möchte, kann sich den Film ansehen. Alle anderen mögen sich das Trauerspiel sparen.

Wertung:
4/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 5/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 17
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