Du hast es versprochen (2012)

OT: Du hast es versprochen - 102 Minuten - Drama / Mystery / Thriller
Du hast es versprochen (2012)
Kinostart: 20.12.2012
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Du hast es versprochen

Von am
Mit ihrem Langspielfilmdebüt hat sich die Regisseurin Alex Schmidt sehr viel vorgenommen. Vielleicht etwas zu viel. Denn der Film ist überschüttet mit Genreklischees: Verstörende Visionen, Schockierende Träume und Erinnerungen, mysteriöse geheimnisvolle Figuren und eine beklemmende Geschichte. Das alles bietet „Du hast es versprochen“ an. Allerdings machen diese Dinge noch keinen guten Film aus. Vor allem dann wenn das Zusammenspiel dieser Elemente nicht harmonisiert und so alles etwas verkrampft wirkt.

Hanna und Clarissa waren als Kinder beste Freundinnen. Zusammen mit ihren Eltern verbrachten sie ihre Ferien auf einer malerischen Insel. Kurz nach Hannas neuntem Geburtstag bricht der Kontakt unvermittelt ab und erst 25 Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen. Hanna (34) ist mittlerweile verheiratet, hat eine siebenjährige Tochter und arbeitet als Oberärztin in einem Krankenhaus. Dort trifft sie auf ihre alte Freundin, die nach einer Tablettenüberdosis in die Notaufnahme eingeliefert wurde. Die beiden Frauen freunden sich rasch wieder an, verbringen wundervolle Stunden miteinander und beschließen wie früher ein paar Tage auf der Insel zu verbringen. Gemeinsam mit Hannas Tochter Lea fahren sie zurück an den Ort ihrer Kindheit. Als Hanna erfährt, dass Maria, ein Mädchen aus dem Dorf, mit dem sie früher gespielt hat, als Kind verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist, begibt sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit. Etwas Schreckliches ist damals auf der Insel passiert. Doch je näher sie dem dunklen Geheimnis kommt, desto enger schließt sich der Kreis um sie und ihre Tochter, desto größer wird die Bedrohung. Am Ende tritt eine Wahrheit ans Licht, die viel schrecklicher und grausamer ist, als sie es sich je hätte vorstellen können.

Der Film beginnt sehr vielversprechend. Die Anfangsphase, in der zwei in weiß gekleidete Mädchen beim Spielen im Wald auf einen finsteren Bunker stoßen und kurze Zeit später verstört und blutüberströmt aus selbigen flüchten, macht Lust auf mehr. Danach wird aber schon beinah krampfhaft versucht, den Zuseher auf eine falsche Fährte zu locken. Dies gelingt auch teils, nach einer Zeit ist das Ganze aber relativ leicht zu durchschauen. Und die allerletzte Schlusspointe ist dann doch schon zu viel des Guten.

Am meisten muss man sich aber mit den klischeehaften Figuren herumärgern. Da wären einmal die hübsche naive Heldin, der unheimliche Jäger der ständig mysteriöse Warnungen abgibt, die grimmige Großmutter und der fesche junge Mann von Nebenan. All diese Charaktere scheinen einzig für die Geschichte zu existieren und nach Tiefe und Vielschichtigkeit sucht man vergebens. Einzig die Rolle von Clarissa hat auch (zumindest anfangs) ihre guten Momente und wird von Laure De Boer überzeugend dargeboten. Atmosphärisch weiß der Film dafür zu überzeugen. Die Landschaft, der Wald, das alte Holzhaus sind gut gewählte Schauplätze, die eine stimmungsvolle Atmosphäre erzeugen.

Fazit:
Der Film startet spannend, kann dieses Niveau aber nicht lange halten. Das liegt an den schwachen Charakteren und einer Geschichte die nach und nach schwächer wird. Es wird dabei auch keine Möglichkeit ausgelassen um den Zuschauer fesseln zu wollen. Dadurch wirkt das Gesamtpaket eher verkrampft und nicht sehr authentisch. Viel mehr als ein paar Gruselmomente und schöne atmosphärische Landschaftsbilder kann der Film letztendlich nicht bieten.

Wertung:
5/10 Punkte
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