Premium Rush (2012)

OT: Premium Rush - 91 Minuten - Action / Thriller
Premium Rush (2012)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: 28.02.2013 - Blu-ray-Start: 28.02.2013
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Filmkritik zu Premium Rush

Die Autorenn-Saison hat im Jahr 2001 mit Fast and the Furious im Kino begonnen. Das Franchise markierte von Anfang an das Hauptaugenmerk der Handlung. Mit schnellen Autos, actionreichen Rennen und Stunts sowie schönen Frauen im Gepäck stieg die Popularität der Filmreihe in die Höhe, sodass bald Need for Speed, eine Videospieladaption, in die Kinos kommen wird. Zahlreiche Männerherzen werden aus diesem Grund weiterhin vor der großen Leinwand höher schlagen können. David Koepp, Drehbuchautor (Men in Black 3, Spider-Man) und Regisseur (Das geheime Fenster) ist trotz der Beliebtheit dieser Filme nicht auf den Erfolgszug aufgesprungen, sondern hat in seinem neuen Film Premium Rush versucht mit rasenden Fahrrädern einen actionreichen Unterhaltungsfilm auf die Leinwände zu bringen. Dies ist ihm auch gut gelungen, denn in erster Linie macht der Film eine Menge Spaß. Dafür sorgt auch der Protagonist Wilee (Joseph Gordon-Levitt), der leidenschaftlicher Fahrradfahrer ist.

Sein Heiligtum auf zwei Rädern besteigt er täglich. Fahrrad fahren ist nicht nur sein Hobby, sondern auch sein Job. Denn wenn die Technik versagt und eine Nachricht an einen bestimmten Zeitpunkt, an einen bestimmten Ort sein muss, dann wird Wilee engagiert. Infolgedessen arbeitet er für eine Firma, die Briefe und / oder Päckchen von A nach B bringt. Klingt langweilig – für Wilee ist es allerdings das komplette Gegenteil. Er hat seine Fahrradbremsen entfernt und rast zugleich durch die Straßen von New York. Seine Hindernisse sind schnelle Autos, achtungslose Taxifahrer und acht Millionen Fußgänger. Den richtigen Weg durch die befüllten Straßen zu finden ist eine kontinuierliche Herausforderung für ihn. Das Adrenalin steigt. Zudem kommt noch Bobby Monday (Michael Shannon) hinzu, der um jeden Preis den Umschlag zurückholen möchte, welchen Wilee von einer Kundin erhalten hat. Darüber hinaus erregt Wilee die Aufmerksamkeit eines Polizisten, sodass die Hetzjagd durch New York beginnt…

Wilee gerät oft kurzfristig während des Fahrprozesses in gefährliche Situationen. Demnach muss er innerhalb kürzester Zeit den richtigen Weg finden, damit kein Unfall entsteht. Diese Entscheidung, welche sich im Kopf des Protagonisten abspielt, veranschaulicht der Filmemacher Koepp für den Zuschauer. Aufgrund dessen kann dieser die unterschiedlichen und hypothetischen Szenarien mitverfolgen. Wilee blickt dabei in eine Richtung, ein farbiger Strich markiert seinen Weg und daraufhin folgt ein Unfall. Findet Wilee die richtige Route, so drückt er kräftiger auf die Pedale. Es macht somit unheimlich viel Spaß Wilee dabei zuzusehen, wie er durch New York rast, mit welcher Art und Weise er über Autos fährt, seine Gegner ausspielt, Hindernisse wie große Laster umgeht und seine Reifen bremst. Die atemlose Fahrt überträgt sich einwandfrei auf den Zuschauer. Allerdings wird die rasante Inszenierung durch Rückblenden unterbrochen, welche die Hintergründe der Charaktere darlegen.

Hier erscheint auch das Hauptproblem des Films: die Charaktere sind stereotyp und können so in zahlreichen anderen Filmen des Genres wieder gefunden werden. Trotzdem betrachtet man als Zuschauer, aufgrund der Hauptdarsteller, gerne Protagonist und Antagonist. An erster Stelle überzeugt Michael Shannon (Take Shelter, 2011), der dem Bösewicht mithilfe seines facettenreichen Schauspiels eine bedrohende Wirkung verleiht. Joseph Gordon-Levitt (Looper, 2012; The Dark Knight Rises, 2012; Inception, 2010), welcher sich langsam aber sicher in Hollywood einen Namen macht, gibt auf dem Fahrrad eine gute Figur ab. Dies hat er seinem täglich absolvierten und sechswöchigen Training zu verdanken.

Ferner versucht David Koepp seinem Film eine ernste Note zu verpassen. Dies ist auch verständlich - ansonsten würde man sich als Zuschauer die Sinnfrage stellen. Im Zuge dessen fügt der Filmemacher Thrillerelemente in die Handlung ein. Diese sind leider nicht gut portioniert und harmonisieren demnach nicht auf ganzer Linie mit dem restlichen Unterhaltungsfilm. Das darf aber nicht so eng gesehen werden, denn David Koepp und die restlichen Beteiligten nehmen den Film selbst nicht besonders ernst und dies spürt man auch als Zuseher. Die Spielchen der Biker miteinander sowie die einfallsreiche Inszenierung der Fahrradszenen machen unheimlich viel Spaß und Lust auf mehr.

Fazit:
Drehbuchautor und Regisseur David Koepp hat mit Premium Rush einen sehr kurzweiligen Film in Szene gesetzt, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Die ideenreiche Inszenierung und die Umgangsart mit dem Fahrrad stechen besonders positiv ins Auge. Die klischeehaften Figuren, welche das Drehbuch vorweist, werden hinsichtlich der gekonnten Umsetzung der Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt und Michael Shannon erfolgreich überspielt. Weiters weist Premium Rush keine Autorennen vor, macht aber mindestens genauso viel Spaß wie beispielsweise ein Fast and the Furious Film. Abschließend kann aufgrund dessen folgendes gesagt werden: There is a need for speed and there is also a need for bikes.    

Wertung:
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