Der Glanz des Tages (2012)

OT: Der Glanz des Tages - 90 Minuten - Drama
Der Glanz des Tages (2012)
Kinostart: 19.04.2013
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Der Glanz des Tages

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Philipp Hochmair ist ein leidenschaftlicher Schauspieler. Er lebt dafür um in verschiedene Charaktere abzutauchen, diese zu ergründen und anschließend auf der Bühne im Jubel des Publikums zu versinken. Eines Tages steht plötzlich unverhofft sein Onkel Walter vor der Tür, den er noch nie zuvor gesehen hat. Und der ehemalige Zirkusartist bringt einen etwas anderen Blick auf die Welt in Philipps Leben. Er lebt in den Tag hinein und obwohl sich die beiden in gewisser Hinsicht auch sehr ähneln, sind es doch vor allem die Unterschiede, die dazu führen, dass die beiden Lebenseinstellungen aneinander reiben...

Es ist unter anderem der Kontrast zwischen Sein und Schein, der in Der Glanz des Tages zum zentralen Leitmotiv wird. Auf der einen Seite steht Philipp, der beinahe gänzlich als Kunstfigur lebt. Den echten Philipp lernen wir kaum kennen, stattdessen scheinen immer nur Bruchstücke durch die überdeckt werden vom jeweiligen Charakter, den der Mime gerade auf der Bühne verkörpert. Das wird auch gleich zu Beginn klar, wenn es dem Film geschickt gelingt uns bezüglich des Äußerem der Figur in die Irre zu führen.

Auf der anderen Seite steht Walter, der mehr die “echte” Welt repräsentiert. Zwar ist auch er ein Mann der Bühnenwelt, doch seine Auftritte im Zirkus (unter anderem als Bärenringer) hatten etwas deutlich realeres und auch unmittelbareres, was auch in zahlreichen Verletzungen geendet hat. Dementsprechend erscheint es auch so, dass Walter mit offeneren Augen durch die Welt geht und den Mitmenschen deutlich mehr Empathie entgegen bringt. Und in zahlreichen Szenen mit ihm, besonders auch wenn er Geschichten erzählt, scheint ein wohliger Hauch Nostalgie durch, der sich spürbar auf die Stimmung des Films auswirkt.

Die Atmosphäre im Gesamten erscheint überhaupt sehr stimmig und es gelingt dem Film gut eine einnehmende Stimmung zu erzeugen (die auch von den guten Schauspielleistungen profitiert). Leider hat man an einige Stellen das Gefühl, dass sich der Film etwas verheddert und nicht wirklich voran kommt. So gibt es immer wieder Szenen, die versuchen die Charakterisierung der Figuren weiter auf die Spitze zu treiben, was aber aus Zusehersicht ganz und gar nicht nötig gewesen wäre. Aufgrund des unspektakulären Charakters und seines zurückhaltenden Stils ist Der Glanz des Tages auch nur für Arthousefans einen Blick wert. Die werden aber auch dank des offenen Endes noch öfters einmal an die Figuren zurückdenken und sich fragen wie es ihnen wohl ergehen mag.

Wertung:
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