Diamantenfieber (2012)

OT: Diamantenfieber - 76 Minuten - Drama
Diamantenfieber (2012)
Kinostart: 24.05.2013
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Diamantenfieber

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Der 15- jährige Hans (Johannes Nussbaum) muss sich, nach dem Tod seiner Eltern, um seine drei Geschwister und die Oma kümmern. Da er keinen richtigen Job hat, besorgt er sich Geld aus (kleineren) Gaunereien, um über die Runden zu kommen. Für seinen Onkel Fritz (Josef Hader) spielt er den Kurier für seine Diamanten-Betrügereien. Als er sich dann in Melanie (Anna Posch), die Tochter einer der Kunden verliebt, schmeißt ihn Onkel Fritz aus dem Geschäft und das Leben beginnt ein Problem zu werden. Auch das Jugendamt will ihm die Geschwister und die Oma nehmen. Doch zum Glück hat Hans seine Freunde und die Liebe, die ihm helfen, das Abenteuer zu überstehen.

Auf der Diagonale bereits überzeugt, bereichert uns Peter Kern nun auch im Kino mit seinem neuesten Streifen.

Es ist eine Komödie über das Leben, Freundschaft und die Liebe. Kern gibt uns einen Einblick in die Existenzkluft, die es auch in Wien gibt. Es wird die arme Seite, brillant dargestellt von Johannes Nussbaum und seinen Kollegen, und die reiche Seite gezeigt. In einer Art Robin- Hood- Manier versucht Hans sich und seine Familie zu ernähren. Zwar sind diese Methoden nicht unbedingt legal, doch wenn man genauer hinsieht, handelt in diesem Film fast niemand so richtig korrekt. Die einen verkaufen gefälschte Diamanten und die anderen kaufen diese mit Schwarzgeld.

Auch vor öffentlichen Institutionen wie „Wiener Wohnen“ macht Kern nicht Halt. Auch hier wird im Film ein reger Diamantenhandel betrieben.

Doch dass man sich nicht alles mit Geld erkaufen kann, wird am ehesten am dem Beispiel „Melanie“ deutlich. Sie hat reiche Eltern, lebt in einer fantastischen Villa, hat einen Chauffeur und man könnte glauben keinen Grund sich zu beschweren. Doch genau dieser Luxus und das damit verbunden Leben macht Melanie zu schaffen. Ihre Eltern verstehen sich nicht mehr und haben mehr mit ihren eigenen Problemen zu tun, als dass sie sich um ihre Tochter kümmern würden. Selbst als sie sich umbringen will, reagieren die Eltern nicht so sehr bekümmert, wie sich Melanie das wohl vorzustellen erhofft. „Ich glaube deine Tochter spinnt.“ Mit solchen oder ähnlichen Sätzen wird die Gefühlslage der eigenen Tochter abgetan.

Erst als sie den armen, aber im sozialen Leben integrierten Hans trifft, kann sie aufblühen. Sie hilft ihm, ihre Mutter zu beklauen und verliebt sich in ihn. Mit ihm hat sie jemanden gefunden, der sich um sie kümmert. Der sie so nimmt wie sie ist und bei dem sie so sein kann wie sie ist. Zwar ist er im Grunde ein gesellschaftlicher Außenseiter, zumindest in den Kreisen ihrer Familie, aber er hat Gefühle.

Auch Hans fühlt sich zu ihr hingezogen und sieht über ihre Herkunft und über das was ihre Eltern machen hinweg. Die beiden lieben sich, weil sie den Menschen sehen und nicht in welchem Umfeld dieser wohnt, oder wie er sein Geld verdient.

Fazit:
Ein gelungener Film, bei dem klar wird, dass Freundschaft und Liebe keine sozialen Grenzen kennt.

Wertung:
7/10 Punkte
Filmering.at
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Ø Wertung: 4.5/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 2
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